Eine verletzte Person wird aufgefunden. (Bild: Markus Kindl)

Üben für den Ernstfall

Das Einsatzspektrum der Feuerwehren ist sehr breit gefächert. Um die verschiedenen Handgriffe weiter zu vertiefen und auch die lebensrettenden Sofortmaßnahmen zu schulen, führte die Feuerwehr Oberlind eine größere Übung auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Obernankau durch. Oft sind bei einer Meldung noch nicht alle Einzelheiten bekannt und erst beim Eintreffen an der Einsatzstelle setzt sich dann das Bild genauer zusammen. In diesem Fall informierte der Besitzer des Anwesens darüber, dass in einem Lagerraum eine starke Rauchentwicklung vorhanden sei und vier seiner Mitarbeiter sowie ein Kind nicht mehr aufzufinden wären. Während eine Gruppe die Wasserversorgung sicherstellte, machte sich der Atemschutztrupp bereit, den verrauchten Lagerraum näher zu untersuchen. Die andere Gruppe musste die Personensuche übernehmen. Da das Anwesen sehr weitläufig und es mittlerweile auch finster geworden war, wurden durch diese Umstände der Einsatz noch weiter erschwert. Ebenso stellte der Stall als Einsatzort die Feuerwehrleute vor besondere Herausforderungen, da man die Tiere möglichst wenig beunruhigen soll. Ebenso war das Rote Kreuz mit vor Ort und unterstützte die Einsatzkräfte bei ihren Tätigkeiten und der Versorgung der Patienten. Nachdem die Übung abgeschlossen war, wurde nochmals in der Runde eine Besprechung abgehalten, wo auch im Bereich der Ersten Hilfe noch viele Tipps von Heinrich Rewitzer und Josef Sollfrank weitergegeben wurden. Kommandant Markus Kindl, welcher die Übung ausgearbeitet hatte, dankte dem Eigentümer Wolfgang Beierl für die Bereitstellung der Örtlichkeit und sprach auch den Kräften der Oberlinder Wehr, welche mit 20 Personen vertreten waren, ein großes Lob für ihre Teilnahme und ihre sehr gute Arbeit aus.
Burschen am Chiemsee vor der Fahrt mit dem nostalgischen Schaufelraddampfer (Bild: Klaus Schuller)

Mitterteicher Burschen in Rosenheim, am Chiemsee und in Abensberg

Mit einem Bus der ESKA und dem Busfahrer Daniel Trißl besuchte der Burschenverein unter der erfahrenen Führung ihres Reiseleiters Andreas Kempf am vergangenen Wochenende unter anderem die „sympathische Rosenheimer Wiesn”, wie sie liebevoll von den Einheimischen bezeichnet wird. Am Tag nach der Anreise besichtigten die Burschen das „Holztechnische Museum”, das über die Himmelsleiter im Ellmaier-Haus aus dem 16. Jahrhundert erreichbar ist. Auf über 400 Quadratmetern wurde den Mitterteichern die frühere und heutige Ver- und Bearbeitung von Holz nahe gebracht, anhand von Objekten und Modellen, sowie die imposanten Fähigkeiten der „alten Handwerker” anschaulich erläutert. Der Wiesnfestzug mit den von Sechs- und Vierspännern gezogenen und festlich geschmückten Brauereiwägen folgte im Anschluss. Angeführt von freundlich winkenden Polizisten in ihren Autos und auf ihren Pferden reitenden Polizistinnen zog der stattliche Festzug mit zahlreichen Vereinen an der begeistert mitklatschenden, spalierstehenden Menschenmenge vorüber. Metzger und Bäcker teilten Brezen und Würste aus, den fein gekleideten Trachtlern und allen am Fest Teilnehmern stand die Freude über diesen vom Wettergott großzügig begleiteten Tag ins Gesicht geschrieben. Gestärkt in Flötzingers Bräustüberl konnte anschließend an einer Besichtigung der Rosenheimer Feuerwehr teilgenommen werden. Der Besuch der Wiesn war für den Großteil der Burschen der krönende Abschluss eines ereignisreichen Rosenheimer Aufenthalts. Die Heimfahrt führte zunächst an den Chiemsee nach Prien. Eine Schifffahrt zur Fraueninsel mit einem zünftigen Mittagessen beendete die Reise in den Chiemgau. Abensberg mit dem „Symbolgehalt des Kuchlbauer Turms” und eines Lehrgangs im Brauen von Weißbier, verbunden mit der üblichen Stärkung im Erdhügelhaus, war der krönenden Abschluss des Ausflugs des Burschenverein Concordia 1894 Mitterteich.
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