Frauen der evangelischen und Katholischen Pfarrei lasen die Texte. (Bild: Doris Borchardt)

Stimmungsvoller Weltgebetstag in Mantel

In diesem Jahr richtete die evangelische Pfarrei den Weltgebetstag in der evangelischen Kirche aus. Rosi Uschold richtete den Blick nach Nigeria. Motto war: „Kommt und bringt eure Last”. In Nigaria tragen viele Frauen schwere Lasten auf dem Kopf, Wasserkrüge, Feuerholz, Erntekörbe und Waren für den Markt. Im Gottesdienst wurde vor allem die Sehnsucht nach Frieden ausgedrückt. Weitere Leserinnen waren Renate Puckschamel, Doris Borchardt, Carina Zielbauer, Christa Strobel und Daniela Fuhrmann. Anette Punzmann stellte mit ihren Töchtern Magdalena und Sophie die Geschichte von Jato dar, wo eine Mutter Angst hat, dass ihren Kindern auf dem Schulweg etwas passiert. Alle beteten gemeinsam: „Wir vertrauen auf deine grenzenlose Liebe und dein Versprechen, dass du uns niemals verlassen oder im Stich lassen wirst.” Erkenntnis: Wir finden Hoffnung in einer belasteten Welt in Christus, der alle unsere Sorgen trägt. „Wir wollen als Hände und Füße Christi in einer Welt wirken, die sich nach Hoffnung und Ruhe sehnt”. Der Weltgebetstag ist die größte und älteste ökumenische Frauenbewegung. Mit der Kollekte werden weltweit über 100 Partnerorganisationen unterstützt, die Frauen und Kinder stärken. Es gab Geschichten von Witwen die Unterdrückung überwinden und Müttern, die den Mut haben ihre Kinder zur Schule zu schicken. Der Singkreis unter Leitung von Susanne Stark wurde noch verstärkt vom Jugendchor. Besonders beeindruckend waren die nigerianischen Gospels wie „Keleya” und „Chineke”. Auch weitere Lieder gingen zu Herzen. Beim gemütlichen Beisammensein im evangelischen Gemeindehaus gab es ein landestypisches veganes Gericht mit Tomaten und Reis und besonderen Gewürzen. Lecker waren auch Sesamkekse und Plätzchen, die in der Pfanne gebacken werden. Malventee mit Gewürzen und Fruchtsaft ergänzten die Spezialitäten.
Die geehrten Mitglieder des OWV Beidl bei der Jahreshauptversammlung 2026 zusammen mit Vorsitzenden Martin König und Bürgermeister Lothar Müller. Von links Edmund Wittmann (50 Jahre), Theresia Näger (50 Jahre), Gerda Helm (15 Jahre), Martin Kahl (40 Jahre), Ruth Friedl (25 Jahre) Irmgard Dietz (40 Jahre). (Bild: Wolfgang Jäger)

Martin König weiterhin an der Spitze des OWV Beidl

Auf ein erfolgreiches Vereinsjahr mit vielen Aktivitäten konnte der OWV Beidl bei seiner sehr gut besuchten Jahreshauptversammlung zurückblicken. Vorsitzender Martin König führte in seiner bekannt launischen Art und Weise durch das Programm. Er erinnerte an vielerlei Veranstaltungen wie etwa das Aufstellen des Maibaums, die Aktion Rama-Dama, die Emmaus-Wanderung, das Abbrennen des Johannisfeuers, das Weinfest, die traditionelle Wallfahrt nach St. Quirin und die Dorfweihnacht. Spezielle Angebote gab es auch für die Kinder und Jugendlichen des Vereins. So wurde für sie und mit ihnen ein eigener Kindermaibaum aufgestellt, die Kinder steckten und ernteten Erdäpfel und durften beim Abfischen des Sulzteichs selbst Hand anlegen. Angeschafft wurden auch zwei neue Wandertafeln. Einen umfassenden Überblick über die Aktivitäten im Bereich des Naturschutzes und der Landschaftspflege gab Naturschutzwart Wolfgang Jäger. Er berichtete über fünf Pflegemaßnahmen an schützenswerten Flächen. Gewinner der Pflegemaßnahmen ist neben der Natur auch die Vereinskasse des OWV, die durch Zuschüsse der Regierung der Oberpfalz aufgestockt werden konnte. Nach einem geordneten Kassenbericht von Katharina Schwägerl nahm Ortsvorsitzender Martin König, die Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft vor. Der scheidende Bürgermeister Lothar Müller betonte in seinem Grußwort den Zusammenhalt im Verein und der gesamten Dorfgemeinschaft sowie seine enge Verbundenheit mit dem OWV über seine komplette gesamte Amtszeit hinweg. Er sei immer gerne nach Beidl gekommen und werde dies auch in Zukunft tun. Die anschließenden Neuwahlen erbrachten keine größeren Veränderungen in der Vorstandschaft. Martin König steht also weiterhin an der Spitze des Vereins. Erfreulich ist, das sich vier jüngere Personen als Beiräte zur Mitarbeit bereiterklärten. Zum Abschluss der Veranstaltung ließ Michael Vollath das Vereinsgeschehen im vergangenen Jahr mit einem Fotorückblick noch einmal Revue passieren.
Mit einem Gottesdienst in der Kapelle mit Direktor Manfred Strigl wurde der Besinnungstag abgeschlossen (Bild: Joachim Weiß)

„Du bist das Salz der Erde” Besinnungstag der KAB

Der Kreisverband der Katholischen Arbeitsnehmer-Bewegung (KAB) hatte zum religiösen Bildungstag in das Haus Johannisthal eingeladen. Für die Organisation waren Gisela Illner und Joachim Weiß von der Pfarrei Herz-Jesu Sulzbach-Rosenberg verantwortlich und 50 Mitglieder aus den Ortsverbänden der Stadt Amberg und des nördlichen Landkreises Amberg-Sulzbach waren dabei. Direktor Manfred Strigl gestaltet diesen Tag, mit seiner Gitarre, auf einer gemeinsamen Suche nach dem, was unser Leben wieder „witzig” oder „würzig” macht. Früher bedeutete das Wort „Witz” nicht nur Scherz, sondern vor allem Verstand, Klugheit, Einsicht und geistreiche Auffassungsgabe, ähnlich dem heutigen Esprit. Jesus sagt: „Ihr seid das Salz der Erde”. Wenn unser Leben „fad” geworden ist, was können wir tun, damit es wieder „würzig” oder „witzig” wird? Humor ist mehr als ein Scherz – er ist ein Stück Lebensweisheit. Er kann trösten, verbinden und Mut machen, selbst in schwierigen Zeiten. Bei diesem Bildungstag entdecken KABler, wie Humor und Glaube zusammengehören, warum Lachen manchmal die beste Form von Hoffnung ist und wo Witz und Spott ihre Grenzen haben. Freude und Humor gehören zum Menschsein und auch zum Glauben. Schon die Bibel kennt das befreiende Lachen, das aus Vertrauen und Hoffnung erwächst. Zugleich wissen wir, dass Witz und Ironie verletzen können, wenn sie auf Kosten anderer gehen. Beim Bildungstag ging es darum, Humor als Ausdruck innerer Freiheit, Gelassenheit und Menschenfreundlichkeit zu verstehen. Die KABler reflektierten, welche Rolle Humor im persönlichen Leben, im Glauben und im gesellschaftlichen Miteinander spielt. Anhand von Beispielen und Impulsen wurde erarbeitet, wie Lachen verbinden und ermutigen kann – und wo Humor seine Grenzen hat. So wird Humor zum Thema von Selbstreflexion, Kommunikation und ethischer Verantwortung.
V. l. Ehrenmitglied des OSB Ludwig Mayer, Margot Bohl, Thomas Singer, Cornelis Seel,<br>Agnes Rückerl, Schützenmeister Christian Amberger und Oberschützenmeister a.D.<br>Norbert Schmidt. (Bild: Marion Schneider)

„Jordanschützen” ehren langjährige und verdienstvolle Vereinsmitglieder

Im Rahmen einer feierlichen Zusammenkunft ehrten die Jordanschützen mehrere Mitglieder für ihre langjährige Treue und ihr außergewöhnliches Engagement im Verein. In seiner Ansprache betonte der Oberschützenmeister Norbert Schmidt, wie wichtig der ehrenamtliche Einsatz für das lebendige Vereinsleben sei. Viele Aktivitäten, Veranstaltungen und sportliche Erfolge wären ohne den Einsatz engagierter Mitglieder über Jahrzehnte hinweg nicht möglich. Eine besondere Auszeichnung erhielt Agnes Rückerl für ihre 50-jährige Vereinszugehörigkeit und ihr langjähriges Wirken zum Wohle der Jordanschützen. Seit 1976 gehört sie dem Verein an. Bereits von 1982 bis 1986 war sie als 2. Damenleiterin tätig. In den Jahren von 1987 bis 1992 übernahm sie das Amt der stellvertretenden Kassiererin. 1993 wurde sie in den Vereinsausschuss berufen, bevor sie anschließend erneut die Aufgabe der stellvertretenden Damenleiterin übernahm, die sie bis heute mit großem Einsatz ausübt. Darüber hinaus engagierte sich Rückerl über viele Jahre als Häuselwirtin und repräsentierte den Verein bei zahlreichen Schützenfesten und öffentlichen Veranstaltungen. Als Dank und Anerkennung für ihre besonderen Verdienste überreichte der OSM ihr die Urkunde zur Ernennung zum Ehrenmitglied sowie einen Präsentkorb. Für ihre langjährige Tätigkeit als Revisorin und die Unterstützung des Vereins durch finanzielle Zuwendungen wurde Cornelia Seel mit einer Urkunde sowie dem Silbernen Ehrenzeichen ausgezeichnet. Das Verdienstkreuz in Silber mit Urkunde erhielt Margot Bohl vom OSM Schmidt überreicht. Gewürdigt wurden damit ihre langjährige Arbeit als Häuselwirtin, ihre Tätigkeit als Pressewartin in den Jahren 2000 bis 2003 sowie ihr großes Engagement als Leiterin der Damensparte, die sie seit 2004 mit viel Engagement und Herzblut führt. Eine weitere Ehrung wurde Thomas Singer zuteil. Für seine langjährige und vielseitige Mitarbeit im Verein erhielt er die Große Verdienstauszeichnung in Silber mit Urkunde. Sein Engagement begann von 1997 bis 2003 als 2. Jugendleiter. Von 2004 bis 2005 übernahm er anschließend das Amt des 1. Jugendleiters. In den Jahren 2012 bis 2014 führte er die Jugendarbeit zudem kommissarisch weiter. Seit 2006 ist Singer darüber hinaus als Sportleiter tätig und prägt damit bis heute maßgeblich das sportliche Geschehen im Verein. Mit langanhaltendem Applaus würdigten die Anwesenden die Leistungen der Geehrten. Die Auszeichnungen machten einmal mehr deutlich, wie wichtig persönlicher Einsatz, Zusammenhalt und Engagement für das erfolgreiche Vereinsleben der Jordanschützen sind.
Spendenübergabe am Netto-Marken-Discount in Eslarn mit (v.l.) Schützenmeister Daniel Biermeier, Kassiererin Maria Wazl, Filialleiterin Ulrike Eschenbecher und Verkaufsleiter Bertold Reber. (Bild: Karl Ziegler)

Rekordspende aus regionaler Spendeninitiative von Netto für die Hubertusschützen

Große Freude herrscht bei der Schützengesellschaft Hubertus: Im Rahmen der regionalen Spendeninitiative am Netto Marken-Discount unter dem Motto: „Bring dich ein für deinen Verein“ durften sich die Hubertusschützen über eine außergewöhnlich hohe Unterstützung in Höhe von 3.748,77 Euro freuen. Den Spendenscheck nahm Schützenmeister Daniel Biermeier mit Kassiererin Maria Wazl entgegen. Seitens Netto gratulierten die regionale Vertriebsleiterin Bettina Riedl, Verkaufsleiter Bertold Reber, der vom Standort Ponholz aus insgesamt zehn Filialen betreut, und die Filialleiterin des örtlichen Netto-Marktes, Ulrike Eschenbecher. „Mit dieser Aktion legen wir den Fokus auf die Förderung und Unterstützung von regionalen gemeinnützigen Vereinen“, erklären Riedl und Reber. Die beachtliche Summe stammt aus der Netto-Spendeninitiative, bei der sich Vereine aus der jeweiligen Region online um eine Förderung bewerben können. Nach einer Bewerbungsphase entscheiden Kunden und Unterstützer in einem Online-Voting, welcher Verein als regionaler Spendenpartner gefördert wird. Während des Aktionszeitraums haben es wiederum die Kundinnen und Kunden in der Hand, ihren Einkaufsbetrag an der Kasse auf den nächsten 10-Cent-Betrag aufzurunden oder ihr Pfandgeld über einen speziellen Spenden-Button am Leergutautomaten direkt an den Verein zu spenden. Auf diese Weise kommt über viele kleine Beiträge eine beachtliche Summe zusammen – ein Beispiel dafür, wie gemeinschaftliches Engagement große Wirkung entfalten kann. Für die Schützengesellschaft Hubertus war es bereits die dritte erfolgreiche Teilnahme an der Aktion. Beide gratulierten dem Verein herzlich zu diesem beeindruckenden Ergebnis und würdigten zugleich das große Engagement der Vereinsmitglieder. Einen erheblichen Anteil am Erfolg hatten auch die Netto-Kunden, sowie die Mitglieder der Schützengesellschaft. Über mehrere Wochen hinweg wurde fleißig Leergut gesammelt, um die Pfandspenden für die Aktion zu erhöhen. Die Freude über die wertvolle finanzielle Unterstützung ist im Verein entsprechend groß. „Eine solche Summe müssten wir uns sonst bei zahlreichen Veranstaltungen erst mühsam erarbeiten. Deshalb bedeutet diese Unterstützung für unseren Verein sehr viel“, fügten der Schützenmeister an.
Auf dem Gipfel des Cerchov (Bild: Johannes Paetzolt)

Ahoj und Servus – Lobkowitzer Treffen ihre tschechische Partnerschule aus Strakonice in Waldmünchen

Schon seit 15 Jahren finden ein Austauschprogramm und regelmäßige Treffen zwischen der Lobkowitz-Realschule Neustadt und der Základní škola F.L.Čelakovského in Strakonice statt. Im März 2026 trafen sich erneut zwei siebte Klassen der beiden Schulen, um in der Jugendbildungsstätte Waldmünchen fünf Tage lang ein wenig die andere Sprache kennenzulernen, interkulturelle Kompetenzen zu erwerben und bei herrlichstem Wetter miteinander Zeit zu verbringen. Das große Oberthema war dieses Jahr Wellbeing und Nachhaltigkeit. Folgerichtig verbrachten die Gruppen ausgiebig Zeit mit gemeinsamen Aktionen in der Natur. Sie lernten viel über und reflektierten ihren eigenen Umgang mit Stress und erhielten Einblicke in ein bewusstes Wahrnehmen der Natur und dessen Einfluss auf uns Menschen. Eine besondere Herausforderung war der Aufstieg auf den Čerchov, mit 1042 m n.m. der höchste Berg des Oberpfälzer Waldes (Český les). Selbst die sporterprobten Schülerinnen und Schüler kamen da ganz schön ins Schnaufen. Der atemberaubende Blick von oben und die geschichtlich interessanten Aussichtsanlagen des Kalten Krieges entschädigten aber für die Strapazen – und das exzellente Essen in der Berghütte hat hierbei bestimmt auch nicht geschadet. Am letzten Tag mussten die Schülerinnen und Schüler dann ihre während der ersten Tage gewonnene Vertrautheit mit den Partnern aus Tschechien einsetzen. In internationalen Teams erstellten sie zum Beispiel wunderschön gestaltete Tagebücher der Woche, in denen sie sich kreativ mit Fotocollagen und Zeichnungen auslebten. Andere Gruppen stellten das Wissen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer über Nachhaltigkeit und Wellbeing durch ein Kahoot!-Quiz auf die Probe. Ein rundum gelungener Abschluss einer erlebnisreichen Woche. Na shledanou, Pfiat di und bis zum nächsten Jahr!
Die Ehejubilare mit Pfarrer Johannes Arweck und Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Manuela Popp (Bild: Theresa Popp)

Pfarrei würdigt die Ehejubilare

In der Pfarrei Ursensollen wurden kürzlich jene Ehepaare gefeiert, die im vergangenen Jahr ein besonderes Ehejubiläum begehen durften. Eingeladen waren alle Jubelpaare, die auf 25, 40, 50, 60 oder sogar 65 gemeinsame Ehejahre zurückblicken können. Den festlichen Auftakt bildete ein Gottesdienst, der von Pfarrer Johannes Arweck zelebriert wurde. Im Mittelpunkt stand dabei das Thema „Hände”. Gleich zu Beginn begrüßte Pfarrer Arweck die Ehejubilare mit einfühlsamen Worten: Bei der Hochzeit hätten sie sich die Hände fürs Leben gereicht - ein Zeichen der Verbundenheit, der Treue und des gegenseitigen Halts. Hände spielten im Alter eine große Rolle, betonte er, und auch nach vielen Ehejahren halte man sich noch an den Händen - als Ausdruck von Liebe, Vertrauen und Zusammenhalt über viele Jahrzehnte hinweg. Als Zeichen der Wertschätzung erhielt jedes anwesende Jubelpaar ein kleines Präsent. Darin befanden sich Handcreme - passend zum Thema des Gottesdienstes -,eine kleine Süßigkeit, ein Bibelspruch sowie ein kleiner handgefertigter Herzanhänger als Symobl der Liebe. Im Anschluss an den Gottesdienst lud der Pfarrgemeinderat zu einer kleinen Feier ein. Bei einem Sektempfang und liebevoll zubereiteten Häppchen bot sich Gelegenheit zu Begegnung, Austausch und gemeinsamen Erinnerungen. Die Mitglieder des Pfarrgemeindrates hatten alles sorgfältig vorbereitet und für einen würdigen Rahmen gesorgt. So wurde es für alle Beteiligten ein rundum gelungener und sehr schöner Abend, der die Bedeutung von Treue, Beständigkeit und gemeinschaftlichem Miteinander eindrucksvoll unterstrich.
Bild: Heinz-Ulrich Schmidt

Die Umweltschutzinitiative erinnert an 15 Jahre Fukushima und 40 Jahre Tschernobyl

Thematischer Schwerpunkt der Sitzung der Sulzbach-Rosenberger Umweltschutzinitiative bildete das Gedenken an Fukushima und Tschernobyl. Im AKW Fukushima in Japan kam es vor 15 Jahren, am 11.März 2011, zu mehreren Kernschmelzen. Bis zum heutigen Tag kommt man an die geschmolzenen Brennstäbe nicht heran, und das mit hohen Tritiumwerten verseuchte Wasser wird – trotz öffentlicher Proteste - sukzessive im Meer entsorgt, so Heinz-Ulrich Schmidt in seinem Kurzvortrag. Vor bald 40 Jahren, am 25. April 1986 kam es in Tschernobyl in der heutigen Ukraine zur schwersten Reaktorkatastrophe in der Geschichte der Atomnutzung. Tausende Menschen wurden bei der Kernschmelze verstrahlt, starben oder leiden bis heute an den Folgen. Die radioaktive Wolke ging um die Welt, ihre Rückstände sind immer noch nachweisbar, etwa in Pilzen oder Wild aus dem bayerischen Wald und Oberbayern. 2025 wurde der Schutzmantel (Sarkophag), der für hundert Jahre sicher sein soll, von russischen Drohnen massiv beschädigt. Wie kann es sein, dass auch seriöse Politiker und Politikerinnen in Deutschland immer noch an dieser hochriskanten und teuren Technologie festhalten, war das Thema einer regen Diskussion. Der AKW Rückbau wird noch Jahrzehnte dauern und Kosten verursachen. Aktuell hat die Bundesregierung das Ziel, bis 2031 einen Endlagerstandort festzulegen, aufgegeben. Die Uranfabriken für die Fertigung von Brennelementen in Gronau und Lingen laufen vorerst unbefristet weiter, und der russische Staatskonzern Rosatom mischt kräftig mit. Peter Zahn wies auf den vielzitierten Hoffnungsträger Kernfusion hin. Der Traum mehr Energie zu gewinnen als ursprünglich aufgewendet und so grenzenlos grüne Energie zu erzeugen, bleibe ein fachlich höchst umstrittenes Projekt in einer ungewissen, fernen Zukunft. Am Sitzungsende war man sich einig, erinnern heißt handeln. Die Umweltschutzinitiative möchte den politischen Willen unterstützen, die Transformation konsequent umzusetzen. Wind- und Solarenergie zügig weiter ausbauen, Netze verstärken, Speicher fördern und Energie effizienter nutzen. Die Energiewende ist ein Erfolgsmodell, sie sorgt für regionale Wertschöpfung, schafft Arbeitsplätze und macht unabhängig.
Geehrte Mitglieder (Bild: Jürgen Ries)

Jahreshauptversammlung der Siedlergemeinschaft Schönsee

Nach Begrüßung der Mitglieder und eines Ehrengastes durch den ersten Vorsitzenden Jürgen Ries erfolgte ein ausführlicher Kassenbericht über das vergangene Jahr 2025 von Kassiererin Mathilde Wilka. Die Kassenprüfung bestätigte eine ordentlich geführte Kasse, sodass einer Entlastung der Vorstandschaft durch die Mitglieder nichts im Wege stand. Anschließend führte der Vorsitzende die Gemeinschaft durch einen bebilderten Rückblick auf 2025 und stellte die für 2026 geplanten Termine/Aktionen inhaltlich kurz vor. Besonders empfohlen wird der Vortrag der Kripo Amberg zu Themen wie Schockanrufe, Enkeltrick, falsche Beamte, Diebstahl, Einbruchschutz am Dienstag 24.03.2026 um 19:00 Uhr im Gasthof Haberl. Die Teilnahme ist für jedermann und kostenlos. Um Vorbestellungen für Speisen wird gebeten: 09674 214 Danach erfolgte die Wahl eines Delegierten und eines Ersatzdelegierten der SG Schönsee für die Bezirksverbandsversammlung mit Neuwahlen im April 2027. Jürgen Ries und Ludwig Reger nahmen die einstimmige Wahl an. Aufgrund der gestiegenen Kosten muss der Jahresbeitrag ab 1.1.2027 von derzeit 28,EUR auf 35,EUR erhöht werden. Der Beitrag für Altmitglieder erhöht sich von 14,auf 20,EUR. Ein ausführlich begründeter Beschlussvorschlag wurde mit nur einer Gegenstimme von den Mitgliedern angenommen, da allein die Vorteile aus den im Mitgliedsbeitrag enthaltenen Versicherungen rund um das Eigenheim weitaus wertiger sind. Die Ehrung mehrerer langjähriger Mitglieder der SG Schönsee rundete den gemeinsamen Abend ab. In diesem Rahmen wurden Urkunden und Anstecknadeln für 25- und 30-Jährige Mitgliedschaft überreicht. Abschließend sprachen sowohl Mitglied und 3.Bürgermeister Josef Fleißer, als auch Ehrengast und alter bzw. neuer Bürgermeister Reinhard Kreuzer warmherzige Dankesworte über die wieder neu auflebende Siedlergemeinschaft, welche allen Anwesenden ein ebensolches Gefühl mit auf den Nachhauseweg gaben.
Gründungsversammlung Förderverein Ring-Theater (Bild: Marcus Rebmann)

Förderverein Ring-Theater hat sich gegründet

Jeder Amberger kennt das Ring-Theater. Der Besitzer Andreas Wörz lud am Montag, den 23.02.2026 am Abend Interessierte ein, um einen gemeinnützigen Verein zur Förderung dieser bekannten Spielstätte zu gründen. Der Verein verfolgt das Ziel, kulturelle und kreative Veranstaltungen im Ring-Theater zu fördern und die Finanzierung der erforderlichen Umbaumaßnahmen zu sichern. Die benötigten Mittel sollen durch Spenden, Mitgliedsbeiträge, Förderungen und eventuelle Darlehen beschafft werden. Von den ca. 40 Anwesenden unterschrieben sogleich 27 Gründungsmitglieder die Satzung. Der neue Vorstand besteht aus Andreas Wörz als 1. Vorsitzendem, Tom Scheimer (2. Vorsitzender), Daniela Hottner (3. Vorsitzende), dem Schatzmeister Stefan Reuther und dem Schriftführer Thomas Kurz. Sobald der Verein ins Vereinsregister eingetragen und somit handlungsfähig ist, werden weitere Informationen veröffentlicht und Beitragsformulare ausgegeben. Der Förderverein möchte dieses einzigartige und liebgewonnene Juwel in der Amberger Altstadt weiter mit Leben füllen und für die Bewohner einen Ort der Begegnung und der gelebten Kultur schaffen. Interessierte können sich gerne bei Andy Wörz melden, auch wenn es noch etwas dauert, bis der Verein ins Register des Amtsgerichtes eingetragen sein wird. Mit der Gründung des Fördervereins ist ein wesentlicher Schritt zum Erhalt dieses besonderen Ortes getan. Wenn der Erfolg des Vereins so wird, wie die Stimmung und Energie am Montag, steht einem erfolgreichen Projekt nichts im Weg. Der neu gewählte Vorstand dankt allen, die dazu beigetragen haben.
Der ökumenische Chor mit Leitung Jean Rustler, sowie Hanne Vhrobok und Annette Kärner und den weiteren Sprecherinnen (Bild: Monika Mittereder)

99. Weltgebetstag der Frauen: Bewegender Gottesdienst in ökumenischer Gemeinschaft

In bewährter ökumenischer Verbundenheit luden die Evangelischen Frauen gemeinsam mit dem KDFB/Vita zum 99. Weltgebetstag der Frauen ein. In diesem Jahr stand die weltweite Gebetsaktion unter dem Motto „Kommt! Bringt eure Last!” und wurde von Frauen aus Nigeria vorbereitet. Zahlreiche Besucherinnen folgten der Einladung in die Friedenskirche und erlebten einen eindrucksvollen Gottesdienst. Bereits Wochen zuvor hatte der große ökumenische Weltgebetstagschor unter der hervorragenden Leitung von Jean Rustler die kraftvollen und mutmachenden Lieder einstudiert. Zu Beginn zog der Chor singend in die Kirche ein. Symbolisch legten einige Frauen dabei ihre „Lasten” ab – passend zum Thema des diesjährigen Weltgebetstages. Wie in jedem Jahr zog auch das liebevoll gestaltete Altarbild die Blicke auf sich und unterstrich die besondere Atmosphäre der Feier. Die Texte und Geschichten erzählten von Frauen aus Nigeria, die im Alltag viele unterschiedliche Lasten tragen. Gebete und Lieder griffen diese Erfahrungen auf und verbanden sie mit der Hoffnung auf gegenseitige Unterstützung und Zuversicht. Ein besonderer Moment war, als Pfarrvikar Gerald Obumneke Nwenyi gemeinsam mit dem Chor ein Lied in seiner Heimatsprache sang und damit eine persönliche Verbindung zu den Menschen in Nigeria herstellte. Im Anschluss an den Gottesdienst waren alle zu einem gemütlichen Beisammensein eingeladen. Das Organisationsteam hatte verschiedene Speisen aus Nigeria vorbereitet, die von den Gästen mit großem Interesse gekostet wurden. Dabei ergaben sich viele Gespräche, und Pfarrvikar Gerald beantwortete Fragen zu seiner Heimat Nigeria. Regine Kreuzer dankte besonders den Hauptorganisatorinnen Hanne Chrobok und Annette Kärner sowie der Chorleiterin Jean Rustler, die mit ihrer Arbeit maßgeblich zum Gelingen des Weltgebetstages beitrugen.
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