Ulrike, Katrin und Elke Wiesner, Gisela Prölß und Renate Buchfelder bei ihrer letzten Ruhepause (Bild: Rosemarie Uschold)

Eine letzte „Ruhepause für die Seele” nach 20 Jahren

Ein Abend voller Musik, besinnlicher Texte und schöner Gedanken wurde am Sonntag, 20. September, zugleich zu einem besonderen Abschied. Nach 20 Jahren fand die letzte „Ruhepause für die Seele” in der evangelischen St. Peter und Paul Kirche statt. Gleich zu Beginn blickte Ulrike Wiesner auf die vergangenen zwei Jahrzehnte zurück und kündigte zugleich neue musikalische Projekte an. So war der Abend nicht nur von Abschied geprägt, sondern auch von der Vorfreude auf neue Ideen. Unter dem Motto „Wir sammeln Farben für den Winter” gestalteten Elke, Katrin und Ulrike Wiesner, Gisela Prölß und Renate Buchfelder eine abwechslungsreiche und stimmungsvolle Stunde. Gesang, Klavier und Flötenmusik wechselten sich mit ausgewählten Texten von Gisela Prölß über Glück, Freundschaft und vieles mehr ab. Lieder wie „Alle Dinge dieser Welt”, „Gut, dass wir einander haben” und „Farben für den Winter” gaben der „Ruhepause” ihren besonderen Charakter. Das Motto war dabei mehr als nur eine Überschrift. Es lud dazu ein, Farben und schöne Momente zu sammeln, um in kalten und dunkleren Zeiten davon zu zehren. Auch der gute Zweck hatte seinen festen Platz. Die Spenden waren für die Partnerschaft mit dem Theological College in Mwika/Tansania bestimmt und sollen dort den Bau eines Frauenschlaftrakts unterstützen. Dabei kamen 560 Euro zusammen. Nach 20 Jahren ging damit eine besondere Veranstaltungsreihe zu Ende. Zugleich darf man gespannt sein, welche neuen musikalischen Ideen und Projekte aus diesem Kreis entstehen werden.
Viel Spaß machte der Reisegruppe der Rosenberger Siedler die Fahrt mit der Mainschleifenbahn. (Bild: Hildegard Geismann)

Sonnige Weinfahrt der Rosenberger Siedler an die Mainschleife

Bei bestem Spätsommerwetter startete die Siedlergemeinschaft Rosenberg zu ihrer diesjährigen Weinfahrt. Erster Halt zur Mittagspause war die alte Weinhandelsstadt Kitzingen am Main. Die schöne Altstadt, die idyllische Mainpromenade und die alte Mainbrücke luden zum Verweilen und Flanieren ein. Nach mittäglicher Stärkung wartete ein nostalgisches Highlight: Die Fahrt mit der Mainschleifenbahn auf der 1909 eröffneten, inzwischen stillgelegten Strecke der einstigen königlich-bayerischen Ludwigs-Westbahn. Der alte Schienenbus aus den 1960er-Jahren zuckelte mit kräftigem Pfeifsignal durch die malerische Landschaft und bot einen wunderbaren Panorama-Blick auf die Mainschleife bei Escherndorf und die Volkacher Weinberge mit der Kapelle Maria im Weinberg Die Fahrt in dem alten Bahngefährt mit seinem Shabby Chic machte allen großen Spaß, und nicht wenige Fahrgäste fühlten sich in Zugfahrten ihrer Jugend zurückversetzt. Weiter ging die Bustour nach Volkach-Eichfeld in die originell eingerichtete Zuckerscheune zur Kaffeepause mit hausgemachten Kuchen und Torten. Die letzte Etappe der Weinfahrt mit traditioneller Weingut-Einkehr führte in das idyllisch auf einer Maininsel gelegene Sommerach. Nach einem ausgiebigen Spaziergang durch das Weindorf, vorbei an prächtigen Winzerhöfen, kehrte die Gruppe in die Weinstube des Weinguts Weisensee ein. Bei sehr guten Frankenweinen und einer herzhaften Winzerbrotzeit klang der Tag harmonisch und gemütlich aus. Spät am Abend kehrten alle Teilnehmer wohlbehalten nach Rosenberg zurück, und die Vorfreude auf aufs nächste Jahr ist bereits groß!
Etwa 13.000 Euro werden die Reparaturarbeiten am Vereinsheim kosten. Der Förderverein beabsichtigt sich daran zu beteiligen. (Bild: Peter Garreiss)

Förderkreis Spielvereinigung Moosbach unterstützt den Hauptverein – Jugendarbeit steht im Vordergrund

Sehr gut besucht war die Generalversammlung des Förderkreises Spielvereinigung Moosbach e.V. im Vereinsheim am Fußballplatz Moosbach zu der erster Vorsitzender Gerhard Wittmann die inzwischen 140 zählenden Mitglieder einlud. Der Bericht des Vereinskassiers Adolf Hammerl über die finanzielle Situation wurde mit Beifall quittiert. Die Kassenprüfer Thomas Hupfauf und Maria Bayer-Schmidt bestätigten dem Kassier einwandfrei Arbeit. Zweiter Bürgermeister Helmut Meindl stellte die Frage, was wäre die Gemeinde ohne die Fördervereine? Was wäre die SpVgg ohne seinen Förderkreis? Da sähe es finanziell düster aus. Er bat den Förderkreis um Unterstützung der Gemeinde im Heimatfestjahr 2027. Auch der Vorsitzende der Spielvereinigung Moosbach Martin Köppl dankte dem Verein für die geleistete Arbeit. Großes Verdienst des Förderkreises sei, dass jetzt wieder Jugendarbeit geleistet werden könne. Vorsitzender Wittmann bedankte sich für die stets gute Zusammenarbeit von SpVgg und des Förderkreises. Der Förderkreis werde auch künftig den Stammverein finanziell sehr gut unterstützen, wie er darauf finanziell vorbereitet ist. Immerhin habe der Förderkreis in den letzten Jahren der Spielvereinigung 10.000 Euro für die Flutlichtanlage und 2.000 Euro für die Jugendförderung gegeben. Die Jugend müsse noch besser ausgestattet werden. Das wolle man auch künftig machen, war der Wunsch von Wittmann. Mitglied Georg Strahberger informierte über das dringend anstehende Projekt „Reparatur des Vereinsheimes mit dem Außenputz“. Nur mit erheblichen Eigenleistungen können die Kosten auf circa 13.000 Euro gesenkt werden. Er bat, dass sich der Förderkreis daran beteiligen sollte. Schließlich diene das Gebäude auch der Unterkunft der Jugend. Das sicherte Vorsitzender Gerd Wittmann zu. „Wir sind weiterhin für die SpVgg da. „Wir ziehen an einem Strick“.
Die Mitglieder des Vorstandes zeigen ihre Freude und animieren die Weidener zum Besuch der geplanten Bühnenaufführungen. (Bild: Veit Wagner)

Kulturbühne Weiden: Neues aus der Mitgliederversammlung

Theateraufführungen in der Max-Reger-Halle in schöner Folge? Nein, so wie früher ist es nicht mehr: Die Kleine Bühne und ihre Mitglieder gibt es nicht mehr. Die kulturellen Interessen der Weidener haben sich verändert. Corona hat viele Gewohnheiten unterbrochen und verschoben. Schließlich haben sich auch die Zuschüsse der Stadt für das Theatergeschehen gewaltig reduziert. Aber es gibt sie durchaus noch: Die Kulturmacher der Kulturbühne Weiden. Zur Vollversammlung trafen sie sich, tauschten Gedanken aus, schlossen die vergangene Saison ab und richteten ihre Blicke auf das Neue. Hans-Jürgen Gmeiner als Vorstand stellte das Konzept unter den neuen Bedingungen vor. Da ist die Idee, Busfahrten für Interessierte zu Aufführungen in den nächsten Städten anzubieten. So ist am 24. Januar 2027 ein Besuch im Stadttheater Regensburg geplant: Die Ehe der Maria Braun (nach R.W. Fassbinders Filmvorlage). Stefan Voit zeichnet im Verein für das Programm „klein und kunst”verantwortlich: mit kleinen, aber feinen Musik- und Kabarettauftritten in der Sünde (Beginn am 24.9.26 mit Roy und Golda ab 20.00). Er stellte außerdem im Rahmen des „Literarischen Herbstes“ drei bekannte Autoren vor (Norbert Scheuer, Alex Capus, Josef Winkler), die im November in der Regionalbibliothek aus ihren neueren Werken lesen werden. Um Theater für Schüler, aber nicht nur für diese, kümmert sich Veit Wagner: So wird am Vormittag des 30. Oktober das Stück „Tod eines Einzelhändlers“ (vgl. Arthur Miller/ Tod eines Handlungsreisenden) durch die Schauspieler Susanne Hocke und Jürgen Larys vom art EnsembleTheater (Bochum) geboten. Am Abend des 30.10.26, 19.30 Uhr, ist dann auch das Weidener Publikum in die Studiobühne der MR-Halle eingeladen. Themengespräche mit den Schauspielern und Gästen aus der Stadt sind nach dem Stück vertiefend eingeplant.
Die neue Vorsitzende des Ortsverbandes Wiesau, Gerlinde Bayer, und Gerald Bayer mit Bürgermeister Michael Dutz (links) und Kreisgeschäftsführer Thomas Döhler (rechts) und den Geehrten und weiteren Vorstandsmitgliedern. (Bild: Jutta Hautsch)

Neuwahl beim VdK Ortsverband Wiesau

Im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des VdK Ortsverbandes Wiesau stand die Neuwahl des Vorstandes im Bayerischen Hof. Der bisherige Vorsitzende Helmut Stauber hatte schon im Vorfeld angekündigt, dass er nach 33 Jahren nicht mehr für den Vorsitz kandidieren werde. In seinem letzten Bericht als Vorsitzender blickte er nicht nur auf die Tätigkeit des letzten Jahres, sondern auch auf die Veränderungen in der Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten zurück. In ihren Grußworten würdigten sowohl 1. Bürgermeister Michael Dutz als auch VdK-Kreisgeschäftsführer Thomas Döhler dieses lange ehrenamtliche Engagement. Dutz betonte dabei, dass der VdK für viele der erste Ansprechpartner bei den unterschiedlichsten Sozialthemen sei. „Es ist gut, dass es den VdK gibt und dass die Kreisgeschäftsstelle weiter in Wiesau ist und mit dem Kulturbahnhof einen modernen Standort erhalten hat,” so Dutz abschließend. Kreisgeschäftsführer Döhler berichtete über den aktuellen erhöhten Beratungsbedarf und die bestehende Verunsicherung aufgrund der anstehenden Sozialreformen bei Rente, Pflege und Gesundheit. Der VdK kritisiert insbesondere, dass zwar über viele Kürzungen gesprochen wird, aber niemand die Vermögenssteuer wieder einführen möchte. Eine Beteiligung an Reformen von allen Bevölkerungsschichten wäre sozial gerechter. Döhler und Dutz leiteten die Neuwahlen für den Vorstand des Ortsverbandes. Gerlinde Bayer wurde dabei einstimmig als 1. Vorsitzende gewählt und in ihrem Amt als Schriftführerin bestätigt. Ihr Stellvertreter ist Gerald Bayer. Unterstützung bekommen beide von der neuen Kassiererin Dorothea Morz und der Beisitzerin Andrea Heidler. Für ihre langjährige Mitgliedschaft konnten Ines Dittmann für 25 Jahre und Rainer Schmidt und Arno Ulmer für 30 Jahre geehrt werden. Die neue Vorsitzende Gerlinde Bayer wünscht sich Vorschläge der Mitglieder zu Aktivitäten des Ortsverbandes, um das Vereinsleben zu bereichern.
Bei einer Einsatzübung im Rahmender Brandschutzwoche kamen in Trauschendorf bei einem angenommen Wohnhausbrand auch schwere Atemschutzgeräte zum Einsatz (Bild: Robert Ronke)

Gemeinsame Übung von drei Feuerwehren in Trauschendorf

Brand in einem Wohnhaus in Trauschendorf. So lautete der Befehl bei einer Einsatzübung im Rahmen der Brandschutzwoche am vergangenen Donnerstag. Nach der Alarmierung waren die Muglhofer innerhalb von wenigen Minuten mit einem Löschzug vor Ort. Das Brandobjekt war das Naturfreundehaus. Dort haben Jugendliche eine Party gefeiert. Durch eine ungeklärte Ursache war das Haus in Brand geraten. Als Einsatzleiter fungierte Kommandant Thomas Balk. Neben der Brandbekämpfung beruhigte man auch drei aufgebrachte Teenager, die sich Sorgen um die noch im Gebäude befindliche Personen machten. Balk hat zusätzlich die beiden Nachbarfeuerwehren aus Roggenstein und Kaimling zur Unterstützung angefordert. Drei Personen im OG wurden mit einer Leiter durch ein Fenster gerettet. Zwei weitere Personen wurden durch die Atemschutzträgern ins Freie gebracht. Sie wurden bewusstlos aufgefunden. Bei denen wurde dann auch sofort eine Reanimation durchgeführt. Im Ernstfall wäre da noch das BRK da gewesen, um dann die weiteren notwendigen Schritte vorzunehmen. Das Wasser für die Löscharbeiten wurden aus dem Dorfteich sowie zwei Oberflurhydranten entnommen. Zum Abschluss trafen sich 30 Einsatzkräfte im Haus zur Abschlussbesprechung. Dabei bedankte sich er Einsatzleiter besonders beim Hüttenwart Günter Grabs für das zur Verfügung gestellte Objekt. Insbesondere aber bei den 30 Einsatzkräften mit ihren Gruppenführer Markus Balk (FW-Muglhof), Jonas Gösl (FW-Roggenstein) und Johannes Eiberweiser (FW-Kaimling) für das reibungslose Miteinander. Durch das schnelle Eintreffen am Brandobjekt zeigte es sich wieder mal, dass eine gut ausgebildete Wehr mit den Kenntnissen der örtlichen Gegebenheiten unverzichtbar ist.
Die Pilgergruppe auf ihrem Weg zum Kreuzberg. (Bild: Josef Amann)

Mit Kreuz, Gesang und Gebet zum Kreuzberg

Bei bestem Wallfahrtswetter machten sich 36 Pilgerinnen und Pilger der Pfarreiengemeinschaft Freihung-Großschönbrunn auf den traditionellen Fußweg zum Kreuzbergfest nach Vilseck/Axtheid-Berg. Pünktlich um 7:45 Uhr stimmte Vorbeterin Karin Amann die Wallfahrer mit einem kurzen Pilgergebet auf den gemeinsamen Weg ein. An der Spitze der Gruppe ging Pilgerführer Heinz Peter Ertl mit dem Kreuz voraus. Durch Wald und Flur führte der Weg hinaus aus Freihung und dem Kreuzberg entgegen. Schritt für Schritt ging es durch die morgendliche Landschaft. Dabei wechselten sich Gebete und Gesang ab. Die gemeinsame Wallfahrt bot den Teilnehmern nicht nur Gelegenheit zur Besinnung, sondern auch zum Gespräch und zum Erleben der Gemeinschaft. Nach gut zwei Stunden erreichte die Pilgergruppe ihr Ziel. Um 10 Uhr begann am Freialtar vor der Wallfahrtskirche der Familiengottesdienst. Pfarrer Hrudaya Madanu, Pfarrvikar Christian Ogu, Pfarrer Benny Joseph Kochumundammalayil und Festprediger Pfarrer i. R. Alfons Schöpf zelebrierten die festliche Heilige Messe. Für die passende musikalische Umrahmung sorgten der Kinderprojektchor und der Kirchenchor Vilseck. Mit ihren Liedern verliehen sie dem Gottesdienst eine festliche und zugleich familiäre Note. Anschließend ging man vom geistlichen Teil des Festes in eine gesellige Feier über. Bei Bratwürsten, Bier und allerlei weiteren Leckereien stärkten sich die Wallfahrer und Besucher und ließen den gemeinsamen Vormittag gemütlich ausklingen. So wurde das Kreuzbergfest zu einem schönen Gemeinschaftserlebnis, bei dem sich Glaube, gelebte Tradition und Geselligkeit auf besondere Weise miteinander verbanden.
Das Team der KöB Kastl lud zur kulinarisch-literarischen Weltreise durch die Bücherei ein. (Bild: Martina Reger)

Kulinarisch-literarische Weltreise in der Bücherei

Zu einer besonderen Reise rund um die Welt hatte die KöB Kastl am Freitag eingeladen. Bei der „Kulinarischen und literarischen Reise um die Welt” konnten die Besucherinnen und Besucher verschiedene Länder nicht nur über Bücher entdecken, sondern auch kulinarisch kennenlernen. Anders als bei den bisherigen Buffets der Bücherei verteilten sich die einzelnen Länderstationen diesmal über mehrere Räume. So entstand eine kleine Reise von Station zu Station, die bei den Gästen besonders gut ankam. Im Eingangsbereich wartete Italien mit Tiramisu im Glas, Tomaten-Mozzarella-Spießen, Limoncello-Spritz und selbstgemachten Zitronenbonbons, deren Rezept aus dem Roman „Die Zitronenschwestern” stammt. Weiter ging es nach Frankreich mit Mini-Croissants, Quiche Lorraine und Lavendel-Spritz. In Skandinavien gab es Sm⌀rrebr⌀d, Zimtschnecken, ein Preiselbeergetränk und Holunder-Spritz. Die deutsch-bayerische Station war mit Kartoffelsalat und Obazda im Glas, Bayerischer Creme und Spezi vertreten, England mit Sausage Rolls, Bananen-Butterscotch-Trifle und schwarzem Tee mit Milch. Für die drei außereuropäischen Stationen Mexiko, Australien und USA wurde ein eigener Raum genutzt. Dort gab es unter anderem Mais-Tortilla-Häppchen und Agua de Jamaica (Hibiskus-Eistee) für Mexiko, Lamingtons und Ginger Beer für Australien, Brownies, Dr. Pepper und Mini-Burger für die USA. Passende Bücher, Länder-Dekorationen, laminierte Rezepte und zum Teil auch Musik ergänzten die Stationen und sorgten für zusätzliche Weltreise-Atmosphäre. Viele Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit zur Weltreise durch die Bücherei. Das Bücherei-Team freute sich über die vielen positiven Rückmeldungen zum neuen, über mehrere Räume verteilten Konzept. Wie bei den bisherigen Buffets steht auch hier wieder ein Ordner mit allen Rezepten zur Ausleihe bereit.
Die Teilnehmer der Wanderung beim „Anna-Biller-Feldkreuz” im Ortsteil Forst. in der Bildmitte Marterlbeauftragter „Bebbo” Schuller. (Bild: Josef Schuller)

Marterlwanderung in Schnaittenbach - Seblasmühle/Forst

Die AOVE führte vergangenen Sonntag die bereits 11. Marterlwanderung in Folge im Stadtgebiet von Schnaittenbach durch. Dieses Mal war erneut die Seblasmühle und der Ortsteil Forst an der Reihe. „Bebbo“ Schuller, der als Marterlbeauftragter der Stadt Schnaittenbach die kundige Führung durchführte, erkläre zu Beginn derselben den Sinn und Zwecks von Flurkreuzen, Bildstöcken und Erinnerungstafeln, in katholischen Gegenden alle als „Marterln“ bezeichnet. Sie sind Zeichen des christlichen Glaubens und sollen die vorbeigehenden Menschen einladen zu Besinnung und Gebet. Anlässe zur Errichtung waren die verschiedensten, angefangen von Gedenkkreuzen, die an Orten von Unfällen und Verbrechen aufgestellt sind. Darüber hinaus wurden Marterln errichtet aus Dankbarkeit, weil Menschen von Seuchen, Krieg und Krankheit verschont wurden. Außerdem gibt es Votivkreuze, wenn diese aufgrund eines Gelübdes aus Dank zur Errettung aus einer Notlage gestiftet und errichtet wurden. Pest-, Florianikreuze wurden in früheren Jahrhunderten aufgestellt, um an Pestepedemien oder Brandkatastrophen zu erinnern. Die 19-köpfige Teilnehmerschar startete ihren Rundgang beim Hochkreuz an der ehemaligen Tankstelle Rosner. Der Kreuzbildstock bei der Seblasmühle war sogar den meisten Teilnehmern aus Schnaittenbach nicht bekannt. Weitere Stationen waren u.a. die Hans-Busch-Gedenkkreuz, das Siedlerkreuz, die Holzbildsäule beim Anwesen Wendl (Gungbauer). Höhepunkt besonders für die auswärtigen Gäste war die „Faschterer Dorfkapelle“, ein wirkliches Kleinod am Kapellensteig. Letzte Station war die Statue des Hl. Vitus, beim Festplatz. Die Teilnehmer erfuhren viel Wissenswertes über die besuchten Marterl, „Bebbo“ Schuller erhielt für seine Führung sehr viel Beifall.
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