Baustellenbesuch beim 1.FC Rieden mit MdL Bernhard Heinisch (3.v.rechts) Bauleiter Stephan Amler (Fa. Polytan, 2.von links) und Herbert Zapf (Baggerbetrieb, 4. von links). (Bild: Hans Fischer)

Baufortschritt für Mehrgenerationenspielplatz im Zeitplan

Zufriedene Gesichter bei den Verantwortlichen des 1. FC Rieden. Kürzlich informierte sich eine Abordnung des Vereins mit Unterstützung von MdL Bernhard Heinisch (FW) bei Bauleiter Stephan Amler (Fa. Polytan) und Herbert Zapf (Baggerbetrieb) vor Ort über den aktuellen Stand des Baufortschritts für den entstehenden Mehrgenerationenspielplatz mit Kunstrasentrainingsplatz und Padel-Court. Von beiden Seiten war zu erfahren, dass man sich gut im Zeitplan befinde und damit dem offiziellen Eröffnungstermin am 9. Mai mit Entenrennen, Kinderolympiade, AH-Spiel gegen eine FC-Bayern-Oldie-Auswahl Ü45 (MdL Heinisch hatte schon mal ein signiertes Manuel-Neuer-Trikot dabei) u. v. m. nichts im Wege stehen sollte. Mit der Integration neuer Motorik-Spielgeräte, einem Wasserspielplatz und einem Kneippbecken soll ein erhöhter Spiel- und Erlebniswert geschaffen werden. Angedacht sind unter anderem eine moderne Hängemattenschaukel, ein Tampen-Swinger, eine integrative Spiel- und Kletteranlage mit Rutsche sowie ein Balance-Motorik-Parcours. Auf dem Spielplatz werden zukünftig auch Geräte für Rollstuhlfahrer vorhanden sein. Erfolgen wird auch eine Aufwertung des gesamten ökologischen Raumes Steizer Bach. Als begleitende Maßnahme wird der bestehende Kunstrasenplatz wieder auf den aktuellen Stand der Technik gebracht und das Gummigranulat durch einen umweltfreundlicheren Belag aus Kork ersetzt. Zusätzlich entsteht unmittelbar daneben ein Padel-Court. Padeltennis ist eine der am schnellsten wachsenden Rückschlagsportarten weltweit. Es verbindet Elemente aus Tennis und Squash. Gespielt wird auf einem 20×10-Meter-Padel-Court mit verglasten Wänden – immer im Doppel zu viert. Die Glaswände werden aktiv ins Spiel mit einbezogen. Gespielt wird mit einem soliden Padel-Schläger ohne Bespannung – das macht den Ball leichter kontrollierbar als beim Tennis. In der Oberpfalz entstehen derzeit mehrere Spielstätten, beim 1. FC Rieden ist man schon ab Mai dafür gerüstet. Für 1 Stunde oder 2 Stunden ist der Padel-Court für 4 Spieler dann zukünftig online auf der Homepage täglich von 8:00 – 22:00 Uhr buchbar. Schläger gibt es leihweise gegen Gebühr, Mitglieder des Vereins zahlen weniger. Hauptansprechpartner für diese neue Sportart im Vilstal ist Erich Wolf (Padel@fc-rieden.de), der sich um das Buchungssystem und alles Weitere kümmern wird. Sportvorständin Christine Röckl (christine.roeckl@fc-rieden.de) wird ihn dabei tatkräftig unterstützen.
Teilnehmer des Motorsägenkurs mit Forstwirtschaftsmeister Tobias Ott. (Bild: Roman Bauer)

Motorsägenkurs des OWV Waldthurn

Nachdem das Holzfällen im Wald gewisse Risiken mit sich bringt, entschlossen sich die Verantwortlichen des Oberpfälzer Waldverein einen Motorsägenkurs anzubieten. Forstwirtschaftsmeister Tobias Ott aus Wampenhof kontaktiert Petra Hager aus Vohenstrauß, Sicherheitsbeauftragte der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG), um gemeinsam einen zweitägigen Kurs in Theorie und Praxis durchzuführen. Den theoretischen Teil teilten sich die beiden Referenten auf. In der OWV Skihütte referierte die Sicherheitsbeauftrage Petra Hager fachmännisch und routiniert über etwaige Risiken, welche im Wald bei Holzarbeiten auftreten können. Eine ordentliche Schutzkleidung mit Schnitzschutzschuhen, Schnitzschutzhose und Helm mit Visier gehören zur absoluten Standardausrüstung. Niemand sollte alleine seine Waldarbeiten verrichten. Selbst erfahrenen Waldfacharbeitern passieren immer wieder Unfälle, welche vermeidbar gewesen wären. Jeder Privatwaldbesitzer sollte vorab entscheiden, inwieweit das individuelle Können ausreicht. Falscher Ehrgeiz sind oftmals der Auslöser für schwere Waldunfälle. Anhand von vielen Beispielen aus der Praxis erläuterte anschließend Tobias Ott den Umgang mit Motorsäge, Fällheber und Wendehaken. Am zweiten Tag war Praxis im Wald angesagt. Forstwirtschaftsmeister Ott erklärte den sicheren Umgang mit einer Motorsäge. Voraussetzung ist eine mustergültige Wartung und eine scharfe Kette. Jeder Baum muss vorab begutachtet werden. Erst, wenn alle Gefahrenpunkte erkannt sind, kann mit dem Fällen eines Baumes begonnen werden. Nach Beendigung des zweitägigen Kurses durfte jeder Teilnehmer einen ihm zugewiesenen Baum fällen. Zur großen Freude konnten alle den Nachweis eines Motorsägenkurses entgegennehmen.
Dirigentin + 2. Vorsitzende Sabine Kredler, Bezirksvorstand NBMB Gerhard Engel, Bezirksgeschäftsführer NBMB und Kreisvorstand Werner Stein, Angela Grüner (Schriftführer), Barbara Streit (Kassier) Andrea Sebralla, Ludwig Ratzke, Stephan Winkelmaier , (alle Beisitzer) Susanne Ratzke (Notenwart), Hannelore Kredler (Uniformwart), Lukas Bauer (Beisitzer), Hannah Bauer (Jugendsprecher), 1. Vorsitzende Anja Bauer, Bürgermeister Hans-Martin Schertl und Lukas Schöpf (Dirigent Jugendorchester). Auf dem Bild fehlt Magdalena Sachsenhauser (Jugendsprecher). (Bild: Stefan Ratzke)

Neuwahlen bei der Werkvolkkapelle Schlicht eV - 70 Jahre WVK Schlicht 2026

Da an der diesjährigen Generalversammlung wieder die Neuwahl der gesamten Vorstandschaft anstand, nutzte Anja Bauer die Gelegenheit, sich bei allen Ausschussmitgliedern der letzten Jahre mit einem kleinen Präsent zu bedanken. Ein besonders herzlicher Dank ging an die scheidenden Vorstandsmitglieder. Das größte Dankeschön ging an Dirigentin und 2. Vorsitzende Sabine Kredler. Nach der Entlastung des gesamten Vorstandes folgten die Neuwahlen. Die Satzung legt eine Wahlperiode von zwei Jahren fest. Die Neuwahlen verliefen unkompliziert und es konnte wieder eine komplette Vorstandschaft gewählt werden. Es sei ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein und Engagement nötig, um einen Posten im Ausschuss auszuführen. Weiterhin gehören die Dirigenten und Ausbilder, die derzeit im Amt sind, ohne Wahl der Vorstandschaft als voll stimmberechtigte Mitglieder an und sind somit auch in den Vorstandssitzungen willkommen. Zur 1. Vorsitzenden wurde wieder Anja Bauer ins Amt gewählt. Als stellvertretende Vorsitzende wurde erneut Sabine Kredler gewählt. Barbara Streit übernimmt wieder das Amt des Kassiers. Angela Grüner wurde zum neuen Schriftführer gewählt. Als Jugendvertreter fungieren nun Hannah Bauer und Magdalena Sachsenhauser. Als Aktiven-Beisitzer sind ab sofort Andrea Sebralla und Lukas Bauer im Einsatz. Als Passive Beisitzer wurden wieder Ludwig Ratzke und Stephan Winkelmaier gewählt. Die Kassenprüfer werden Claudia Gebhardt und Andreas Kredler. Das Amt des Notenwartes übernahm wieder Susanne Ratzke, sowie Hannelore Kredler wieder das Amt des Uniformwarts. Alle freuen sich jetzt schon auf eine gute Zusammenarbeit mit vielen – auch jungen – Ideen, um die Zukunft der WVK zu sichern. Die WVK wurde 1956 gegründet, daher feiert der Verein 2026 das 70-jährige Jubiläum mit diversen Terminen: 19.4. um 16 Uhr Erstes Kirchenkonzert der WVK, 1. Mai Gartenkonzert um 14.30 Uhr, 12.7. Serenade in Schlicht 17 Uhr, 26.7. Sommer-Musikfest 14.30 Uhr, 29.11. Adventsmarkt in Schlicht und 12.12. um 19.30 Uhr 48. Jahreskonzert. Übersicht neue VSS:
Ehrungen Musiker und Mitglieder WVK Schlicht 2026. (Bild: Susanne Ratzke)

Ehrungen bei der Jahreshauptversammlung Werkvolkkapelle Schlicht - 70 Jahre WVK

Viele verdiente Mitglieder hat die Werkvolkkapelle (WVK) Schlicht bei ihrer Jahreshauptversammlung geehrt. Neben dem Orchester sind auch die Turmbläser bzw. „Schlichter Blechgschwerl”, die Kirwamusik, das Jugendorchester und die sogenannte Rentnerband bei verschiedenen Anlässen aufgetreten. Dies sei aber nicht ohne das Engagement aller Aktiven und Passiven, sowie der Dirigenten bzw. musikalischen Leiter und Ausbilder und Funktionäre möglich. Vorsitzende Anja Bauer, ihre Stellvertreterin und Dirigentin Sabine Kredler ehrten zusammen mit Gerhard Engel (Bezirksvorsitzender und Vizepräsident Nordbayerischer Musikbund NBMB) und Kreisvorsitzenden Werner Stein einige Mitglieder. Die jeweilige Ehrennadel des NBMB und Urkunde wurden an folgende Musiker verliehen:20 Jahre: Hans „Lue” Nettl, Gerhard Männer, Laura Kohl , 15 Jahre: Alois Trettenbach, Reinhard Wiesmeth, Corinna Klann, Lukas Bauer, Anja Bauer, 10 Jahre: Barbara Streit Für 15 Jahre „Tätigkeit als Ausbilder” erhielt Patrick Luber Ehrennadel mit Urkunde. Ludwig Ratzker erhielt für 10 Jahre Tätigkeit als Beisitzer und Hannelore Kredler für 10 Jahre Tätigkeit als Uniformwart je die Ehrennadel mit Urkunde. Natürlich wurden auch die fördernden Mitglieder geehrt - die größtenteils auch schon als aktive Musiker tätig waren: Für 70 Jahre Mitgliedschaft wurde Hans Hufsky geehrt. Er war 1956-2024 als aktiver Musiker im Einsatz. 1973-1985 Dirigent Orchester, 1986-2004 Dirigent Nachwuchsorchester, 1974-2011 Ausbilder, 2005- 2024 Leiter Rentnerband und Ehrendirigent seit 2004. 40 Jahre: Karl Kreuzer, Dieter Schmalisch, Hans Streit, 30 Jahre: Siegfried Herlitze, 25 Jahre: Anton Wiesnet, 20 Jahre: Larissa Kautz, Nathalie Kogelbauer, Irene Meiler, Benedikt Trummer, Michael Gradl, Helmut Schöpf, Benedikt Nutz, Laura Birner, 15 Jahre: Andrea Nutz, Paula Nutz, Angelika Schöpf, 10 Jahre: Franziska Weiß, Luisa Schober, Hubert Streit. Bauer dankte allen Geehrten für ihren jahrelangen Einsatz um die Musik und die Werkvolkkapelle Schlicht und hoffe auf viele weitere Jahre. Gebraucht werde jeder, ob Musiker, Funktionär, Helfer oder förderndes Mitglied. Die WVK wurde 1956 gegründet, daher feiert der Verein 2026 das 70-jährige Jubiläum mit diversen Terminen: 19.4. um 16 Uhr Erstes Kirchenkonzert der WVK, 1. Mai Gartenkonzert um 14.30 Uhr, 12.7. Serenade in Schlicht 17 Uhr, 26.7. Sommer-Musikfest 14.30 Uhr, 29.11. Adventsmarkt in Schlicht und 12.12. um 19.30 Uhr 48. Jahreskonzert.
Die Schüler konnten beim Obstbaumschnitt auch selbst Hand anlegen. (Bild: Barbara Strenge)

Schere statt Schulbuch: Obstbaumschnitt an der Realschule im Stiftland

Einen etwas anderen Unterricht erlebte kürzlich eine 7. Klasse der Realschule im Stiftland: Statt nur im Klassenzimmer zu sitzen, durften die Schülerinnen und Schüler zunächst Theorie lernen – und anschließend selbst zur Astschere greifen. Zu Gast war Manuela Pappenberger, Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Tirschenreuth. Sie zeigte der Klasse, wie Obstbäume richtig geschnitten werden. Zum Einstieg stellte die Expertin verschiedene Apfelsorten vor und ging dabei besonders auf heimische Sorten wie Jakob Fischer, Jonagold oder Boskop ein. Anschließend erklärte sie, warum Obstbäume überhaupt geschnitten werden müssen. Ein fachgerechter Schnitt sorgt für bessere Lichtverhältnisse in der Krone, sodass alle Früchte ausreichend Sonne bekommen. Gleichzeitig bleiben die Kronen luftdurchlässig, was das Risiko von Krankheiten verringert. Außerdem setzen die Bäume früher Früchte an, die Pflege und Ernte werden erleichtert und die Äste sind weniger anfällig für Windbruch. Spannend wurde es, als Pappenberger erklärte, dass auch Bäume „erzogen“ werden müssen. Beim Aufbau eines jungen Obstbaums spielt der sogenannte Pflanzschnitt eine wichtige Rolle. In der Mitte steht die Stammverlängerung – gewissermaßen der „Chef“ des Baumes – und dazu kommen drei Leitäste. Von oben betrachtet sollten diese möglichst gleichmäßig verteilt sein, ähnlich wie die drei Spitzen eines Mercedes-Sterns. Auch die sogenannte Saftwaage sowie das richtige Anschneiden über einer Knospe erklärte die Expertin anschaulich. Nach der Theorie ging es schließlich nach draußen auf die schuleigene Streuobstwiese, die vor zwei Jahren von damaligen Schülerinnen und Schülern gepflanzt worden war. Dort durften die Jugendlichen selbst aktiv werden. Unter den wachsamen Augen der Expertin schnitten sie die jungen Obstbäume fachgerecht zurück und setzten das Gelernte direkt um. Schritt für Schritt wurden so alle Bäume der Streuobstwiese gepflegt. Der Unterricht zeigte eindrucksvoll, wie lebendig Lernen sein kann. Die Schülerinnen und Schüler konnten nicht nur theoretisches Wissen sammeln, sondern auch selbst Hand anlegen – und leisteten dabei gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Pflege der schuleigenen Streuobstwiese.
Benno Dahl, Reinhold Oberst, Gerhard Dettenhöfer flankiert von den beiden Vorständen. (Bild: Herbert Ziegler)

Jahresversammlung der Spvgg Thurndorf zeigt vielseitig aktiven Verein

Vorsitzenden Gerhard Oberst oblag es bei der jährlichen Zusammenkunft die anwesenden aktiven und passiven Mitglieder willkommen zu heißen, dazu noch zweiten Bürgermeister Alexander Schatz, Gemeinderat Georg Schraml sowie die Ehrenvorstände Werner Eschenweck und Alfons Stopfer. Neben den vielen sich alljährlich wiederholenden Vorkommnissen war man auch präsent bei den anderen örtlichen Gruppierungen BRK, Feuerwehr und auch der Pfarrei. Herausragende Ereignisse waren die verschiedenen Tennisturniere, das Bürgerfest in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr, dem fast größten Preisschafkopf in Bayern, einem sog. „Italienischen Abend“ und die alles dominierende Dorfolympiade, dazu ein Dank an Harry Rass für „seinen Ideenreichtum und die tolle Organisation. Die Vereins-Homepage wurde neu entworfen und installiert. Beim Thema Erbpacht für das Vereinsgelände habe man vom Amtsgericht den abschließenden Bescheid für eine Regelung bis 2069 bekommen. Ein Mitte des Jahres aufgetretener Wasserschaden hatte sprichwörtlich etwas Wasser in den Wein eines guten Jahres gegossen. Jens Dahl in seiner Eigenschaft als Spartenleiter Tennis und ließ die verschiedenen Tennisturniere wie „Schleiferlturnier“, Kitschenrain-Cup und der verschiedenen Mixed-Mannschaften Revue passieren. Man habe im Verein acht verschiedene Damen- und Herrenmannschaften und die Terminplanungen für die Veranstaltungen gestalteten sich immer schwieriger. Es konnte auch neue Tennisausrüstungen angeschafft werden. Abschließend brach Jens Dahl in Reimform eine Lanze für ein gutes Miteinander im Verein: „Aufschlag, Ball im Flug, bei uns geht’s rund, bei Sonne und Wind, weil wir ein kleiner Dorfverein sind. Es wird gekämpft um jeden Punkt, und wenn’s mal kracht, danach wird wieder zusammen gelacht“. Jugendwartin Daniela Strauß berichtete vom Tenniscamp auf dem Vereinsgelände und die Trainer sorgten für eine vielseitiges Programm, bei dem Spieltechnik und Spaß nicht zu kurz gekommen waren. Nicht unwichtig dabei waren die „Spaghetti à la Prechtl“ ergänzt mit Übernachtung im Zelt. Harry Rass als Spartenleiter Fußball sieht es als seine Aufgabe an, dass auch zukünftig für den Verein junge Menschen da sein sollen. In seinem Beitrag „schwelgte“ er jedoch in seinen Erinnerungen. „Als ich noch ein Kind war, gab es Mitte August das Eine Event in Thurndorf, die Fußball-Dorfmeisterschaft“. Im Pfarrheim wurden die Mannschaften ausgelost, es waren Betreuer da, wie der „Streber-Sepp“ oder „Kummert Philipp“. Es gab die Starspieler wie „die Schramls, Dahl, Wöhrl oder Rass-Hartl“ und auch die aufsteigende Sterne wie z.B. Oberst Gerd, den Tommy und noch viel mehr. „Bauern-Fünfer“, „Grashüpfer“ gaben sich die Ehre am Fußballplatz. Es war ein Fest für das ganze Dorf, und ganz in diesem Sinne fand letztjährig zum dritten Mal die Dorfolympiade statt, ein Fest für jung und alt. Felix Schraml als Herr der Zahlen, berichtete von einer konstanten Größe bei den Mitgliedern im Verein und in der Tennissparte. Bei den Ausgaben und Einnahmen habe man im Vergleich zu 2024 wegen Renovierungsarbeiten im Tennisheim ein kleines Minus zu verzeichnen. Die Kassenprüfer Werner Eschenweck und Alfons Stopfer gaben grünes Licht für die Entlastung der Vorstandschaft. Zweiten Bürgermeister Alexander Schatz wurde die Leitung der Neuwahlen übertragen. Per Handzeichen wurden gewählt Gerhard Oberst und Florian Oberst als erster und zweiter Vorstand. Kassenwart blieb Felix Schraml, die Schriftführung liegt weiterhin in den Händen von Alexandra Oberst. Spartenleitung Tennis und Fußball sind wie bisher Jens Dahl und Harald Rass. Eine Änderung ergab es mit Angela Trautner als Jugendwartin. Die Riege der Beisitzer blieb unverändert. Gegen Ende der Veranstaltung erhielten Gerhard Dettenhöfer, Benno Dahl und Reinhold Oberst ein Präsent für 40 Jahre im Verein überreicht. In seinem Grußwort lobte Alexander Schatz, es sei so viel passiert, es ist so positiv und man schafft so viel miteinander. Am Ende wurde noch angeregt, dafür zu werben, dass die Tennisanlage länger als in der Hauptsaison genutzt wird, damit sich die Ausgaben und die viele Arbeit auch lohne.
Stefan Voit (links) und Thomas Bäumler bei der Autorenlesung in der Molzmühle. (Bild: Ina Piehler )

„Gerti und die toten Meister”: Krimilesung in der Molzmühle

Sie haben es wieder getan: Stefan Voit und Dr. Thomas Bäumler sind zu einer Krimilesung in die Molzmühle nach Wutschdorf gekommen. Dr. Thomas Bäumler ist im Hauptberuf Frauenarzt in Neustadt an der Waldnaab, nebenbei schreibt er leidenschaftlich gerne Krimis mit regionalem Bezug. Diesmal stellte er sein neues Werk „Gerti und die toten Meister“ vor. Im Zentrum des Krimi steht die Psychologin oder Therapeutin Gerti Zimmermann, deren Leben gemeinsam mit dem des ermittelnden Hauptkommissars Franz Lederer „aus den Fugen gerät“. Auslöser ist eine neue Mordserie, bei der zwei prominente Künstler aus München und Wien eine zentrale Rolle spielen und schließlich tot sind – die „toten Meister“. Die Spur der Verbrechen führt von der Toskana bis in die nördliche Oberpfalz, genauer zum geplanten KI‑Zentrum im ehemaligen Kloster Speinshart. Die Lesung war spannend und bot auch einen Blick hinter die Kulissen: Wie ist das, wenn ein Frauenarzt Krimis schreibt? Dr. Thomas Bäumler schreibt manche Ideen auch in seiner Praxis nieder. Zuhause am Schreibtisch entsteht die ganze Geschichte. Bäumler ist seit etwa 2013 literarisch aktiv, zudem engagiert er sich in seiner Freizeit als Heimatforscher und ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger. Bisher hat er sieben Regionalkrimis geschrieben, der acht ist bereits in Arbeit. Der Kulturjournalist Stefan Voit aus Weiden moderierte den Abend.
Naturfreunde aus Nürnberg und Weiden. (Bild: Sebastian Flaschel)

Naturfreunde besuchen Gedenkstätte Flossenbürg: Erinnern und Aufklären

Gemeinsam mit einigen Naturfreunden aus Nürnberg verbrachten Mitglieder der Naturfreunde aus Weiden einen Tag auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Flossenbürg. Unter fachkundiger Begleitung durch einen pädagogischen Mitarbeiter der Gedenkstätte informierten sie sich am authentischen Ort über das menschenverachtende Programm der Nationalsozialisten „Vernichtung durch Arbeit“. Dies steht in totalem Widerspruch zur Wertehaltung des Verbandes für nachhaltigen Tourismus, betonte Lisa aus Nürnberg, denn „Naturfreund sein heißt Mensch sein“. Neben der Vermittlung von Fakten befassten sich die Teilnehmenden vor allem mit dem Ringen um einen angemessenen Umgang mit den Relikten am Ort und den verschiedenen Interessenlagen im Ort, bei den Überlebenden und ihren Angehörigen oder staatlicher sowie zivilgesellschaftlicher Erinnerungskultur. Erst 75 Jahre nach Kriegsende gab es den wichtigen Beschluss des Deutschen Bundestages aus dem Jahr 2020 „Niemand war „zu Recht“ in einem Konzentrationslager, auch keine sogenannten „Berufsverbrecher oder Asoziale“.“ Davor können drei Phasen unterschieden werden: (1) Bis 1988 unterstand ein kleiner Teil des ehemaligen Lagergeländes der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung. Vergessen und mit Bäumen zuwachsen lassen stand im Vordergrund. (2) Ab 1988 lag die Zuständigkeit beim Bayerischen Kultusministerium, in der Phase geschah auch kaum etwas. Ein wichtiger Impuls kam im Jahr 1997, als die französische Firma Alcatel die Produktion im ehemaligen Häftlingsbad und der Wäscherei einstellte. Davor hatte auch die Kabelfabrik ke-autoelectric als Automobilzulieferer zahlreiche Arbeitsplätze im Ort ermöglicht. (3) Seit 2003 befindet sich der Erinnerungsort unter dem Dach der Bayerischen Gedenkstättenstiftung. Jetzt sind rund 50 Mitarbeitende für wissenschaftliche und pädagogische Aufgaben dort beschäftigt. Auch fließt viel Geld in den Erhalt der Gebäude. Neben den beiden Ausstellungen konnte die Gruppe auch den ehemaligen NS-Granitsteinbruch und das Verwaltungsgebäude von außen besuchen. Der SS-eigene Betrieb DEST (= Deutsche Erd- und Steinwerke) lieferte unter anderem „deutschen Stein“ für Treppenstufen für die SS-Wewelsburg, einem Schulungs- und Versammlungsort der SS. Nach der Rückkehr ins Wanderheim in Trauschendorf setzten sich die angeregten Gespräche über die Erfahrungen des Besuches des ehemaligen Konzentrationslagers fort. Hier standen Fragen des Ringens um die Deutungshoheit und die Narrative privater Initiativen wie der Evangelischen Jugend Oberfranken oder der Arbeitsgemeinschaft ehemaliges Konzentrationslager Flossenbürg e. V. der DGB Jugend Oberpfalz im Mittelpunkt. Herbert Schmid erklärte, dass diese im Jahr 2026 ihr 40-jähriges Gründungsjubiläum feiern kann.
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