Über den Kössinger Steig zur Peter und Paul Kirche. (Bild: Gabriele Buchbinder)

Bittgang von Böhmischbruck nach Kössing für Frieden und Schöpfung

Nach alter Tradition machten sich auch in diesem Jahr wieder Gläubige zum Bittgang von Böhmischbruck nach Kössing auf den Weg. Gemeinsam mit Pfarrer Ronald Liesaus und Ministranten zog die Gruppe über den Kössinger Steig zur Kirche „Peter & Paul”, um Gottes Segen für Mensch, Natur und Ernte zu erbitten. Hinter dem Kreuz beteten die Teilnehmer den Rosenkranz und trugen ihre Fürbitten vor. Dabei standen besonders die Bitte um eine gute Ernte, Arbeit, Frieden, gutes Wetter sowie der Schutz vor Unwettern im Mittelpunkt. Im Gottesdienst erinnerte Pfarrer Liesaus daran, dass es keineswegs selbstverständlich sei, „dass die Regale im Supermarkt immer voll sind, denn ohne eine Ernte wäre dies nicht möglich”. Seine Worte machten deutlich, wie sehr der Mensch trotz aller Technik auf Gottes Schöpfung und eine gelingende Natur angewiesen ist. Mit bewegenden Gedanken wurde auch an den Organisten Ferdl Völkl erinnert, der die Bittgänge sonst auf der Empore musikalisch begleitet hatte. Mit Blick auf die leere Empore wurde ein besonderes Gebet gesprochen. „Wir vermissen ihn sehr”, hieß es dabei spürbar bewegt. Beim Rückweg wurden die Fürbitten und Rosenkranzgesätze noch einmal vertieft. Passend dazu zeigte sich der zuvor eher graue und regnerische Nachmittag des Eisheiligen Pankratius plötzlich im schönsten Abendsonnenschein und verlieh dem Bittgang einen stimmungsvollen Ausklang. Mit den Worten „Schenke Frieden unter den Menschen und Hoffnung für unsere Zeit” wurde die Gemeinschaft schließlich in den Abend entlassen. Aus Pietätsgründen verzichteten die Teilnehmer auf das sonst übliche anschließende gemütliche Beisammensein.
Vorstand und Mitglieder danken für ein buntes Jahresprogramm (Bild: Paul Zitzmann)

Mitgliederversammlung Weiden ist Bunt

Bei der Mitgliederversammlung des Vereins Weiden ist bunt e.V. am vergangenen Freitag kamen 17 Mitglieder zusammen, um auf ein ereignisreiches Jahr zurückzublicken und über aktuelle Entwicklungen in der Stadtgesellschaft zu sprechen. Stellvertender Vorsitzender Hans-Peter Pauckstadt-Künkler berichtete in Vertretung von Veit Wagner von zahlreichen Aktivitäten des Vereins, der sich weiterhin mit großem Engagement für Vielfalt, Demokratie und ein wertschätzendes Miteinander in Weiden einsetzt. Neben den regelmäßigen Vorstandstreffen und Stammtischen beteiligte sich der Verein auch an verschiedenen Veranstaltungen in der Region. Dazu gehörten unter anderem die Kundgebung zum Gedenken an die Opfer des Anschlags von Hanau, das Weidener Baumfest, der International Day der OTH sowie die Christopher Street Days in Amberg und Weiden. Als besonderes Highlight bezeichnete Pauckstadt-Künkler das „Seifenkistenrennen 2025”, das bei vielen Beteiligten und Gästen für Begeisterung sorgte. Erfreut zeigten sich die Mitglieder darüber, dass sich weiterhin neue Menschen im Verein engagieren möchten. Im Rahmen der Versammlung stellte sich auch ein neues Mitglied persönlich vor und wurde herzlich begrüßt. Intensiv diskutierten die Anwesenden zudem über die Entscheidung des neuen Oberbürgermeisters Dr. Benjamin Zeitler, den Integrationsbeirat der Stadt Weiden mit dem Kultur- und Sportbeirat zu einem Gremium zusammenzulegen. Einige Mitglieder äußerten ihr Bedauern über diesen Schritt und betonten die Bedeutung eines Integrationsbeirates für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Beteiligung von Menschen mit Migrationsgeschichte. Zum Abschluss machte Hans-Peter Pauckstadt-Künkler noch einmal deutlich, wofür der Verein steht: „Weiden ist bunt steht nicht einfach nur gegen etwas, sondern möchte für ein buntes Weiden und eine demokratische Gesellschaft begeistern.”
Ein Plädoyer für kleine Ortsfeuerwehren und gegen fragwürdige Zentralisierungstendenzen hielt der Feilersdorfer Feuerwehrvorsitzende Stefan Lex (stehend) beim Trabitzer Florianstag. Im Vordergrund rechts Bürgermeisterin Carmen Pepiuk. (Bild: Bernhard Piegsa)

Für den Nächsten, gegen den Zeitgeist

Einen Dienst „gegen den Zeitgeist” nannte Pfarrer Edmund Prechtl in seiner Predigt zum Florianstag der drei Trabitzer Feuerwehren deren Arbeit. Allzu viele Menschen, so der Geistliche, lebten nach der Devise „Jeder ist sich selbst der Nächste” und rängen sich allenfalls zu verbalen „Absichtserklärungen” durch, und hier setzten die Wehren mit ihrem Leben, ihrer Zeit und Arbeitskraft „ein deutliches Gegenzeichen”. Besonders freute sich Prechtl, dass es Menschen aller Generationen, gerade auch aus der oft gescholtenen Jugend, seien, die „Tag und Nacht bereit sind, da zu sein, wo Hilfe gebraucht wird: das heißt, Herz und Hände zu öffnen, die Ärmel hochzukrempeln und anzupacken”. Dabei schreckten sie nicht zurück, sich „Grenzsituationen” zu stellen, und ernteten dafür mitunter unverständlicherweise Beschimpfungen statt Dank. Mit ihrem Dienst, so der Geistliche, folgten die Feuerwehrleute dem Vorbild Jesu und seinem Aufruf: „Was ihr für andere tut, habt ihr mir getan.” Im Anschluss an die von der Stadtkapelle Eschenbach begleitete und von Kirchenzügen eingerahmte Eucharistiefeier fanden sich Mitglieder und Freunde der Feuerwehren Burkhardsreuth, Feilersdorf-Grub-Bärnwinkel und Zessau-Weihersberg im Gasthaus „Zur Wirti” zusammen. Als Vorsitzender der heuer für das Floriansfest federführenden Feilersdorfer Feuerwehr betonte Stefan Lex die Zweckmäßigkeit der Brandschutzstruktur in der Gemeinde Trabitz. Der „Luxus dreier Wehren”, den sich die Kommune „leiste”, sei „gut investiertes Geld”: „Sie bekommt dafür drei schlagkräftige Einheiten, die jeweils ihren Bereich und ihre Technik aus dem Effeff kennen, aber auch so gut miteinander kooperieren, dass sie im Zusammenspiel auch größere Einsatzfälle unter Kontrolle bringen können.” Bürgermeisterin Carmen Pepiuk dankte ihrerseits den drei Wehren für deren Dienst, der den Bürgern Sicherheit garantiere. Die Gemeinde werde ihre Brandschützer auch weiterhin bestmöglich unterstützen.
Die Klassensprecher der 5. Klassen der Lobkowitz-Realschule übergaben einen Teil des Erlöses ihres Frühlingsflohmarkts als Spende an das Kinderhaus St. Elisabeth. (Bild: Tobias Neubert)

Frühlingsflohmarkt mit Herz: Lobkos spenden für das Kinderhaus St. Elisabeth in Windischeschenbach

Die Schüler der 5. Jahrgangsstufe der Lobkowitz-Realschule Neustadt a. d. Waldnaab veranstalteten einen Frühlingsflohmarkt in der Aula, der ganz im Zeichen von Nachhaltigkeit und sozialem Engagement stand. Als Umweltschule und Fairtrade-Schule ist es ein wichtiges Anliegen der Bildungseinrichtung auf dem Kulturhügel, verantwortungsbewusst mit Ressourcen umzugehen und gleichzeitig Gutes zu tun. Von Büchern über Spiele bis hin zu kleinen Schätzen war für jeden etwas dabei. Ein Teil der Einnahmen wurde zum wiederholten Mal freiwillig an das Kinderhaus St. Elisabeth in Windischeschenbach gespendet. Bei der offiziellen Spendenübergabe nahmen der Heimleiter Peter Wasel und ein weiteres Teammitglied, Erzieher Josef Scheidler, den Erlös aus den Händen der Klassensprecher der 5. Klassen in der Lobkowitz-Realschule persönlich entgegen. Organisiert wurde der Schülerflohmarkt im Rahmen der Fairtrade-Arbeit der Schule von Anja Scheidler und Heidi Riedel, die damit an ein Projekt vom letzten Schuljahr anknüpften und große Unterstützung von den Fachlehrern der jeweiligen Unterrichtsstunden erhielten. Schulleiterin Irene Sebald richtete wertschätzende Worte an die engagierten Schüler und lobte deren Einsatz für ein faires und gerechtes Verhalten zum Wohle einer Gesellschaft, in der miteinander teilen und Werte groß geschrieben werden. Mit dieser gelungenen Aktion zeigte die Schulgemeinschaft eindrucksvoll, wie sich nachhaltiges Handeln und soziales Engagement miteinander verbinden lassen.
Schülerinnen und Schüler der Naabtal-Realschule Nabburg und der tschechischen Partnerschule aus Horšovský Týn sind mit Bürgermeisterin Frau Ehemann unterwegs in Nabburg.  (Bild: Elisabeth Schneider)

Tschechische Partnerschüler zu Gast in Nabburg

Im Rahmen des Schüleraustauschs der Naabtal-Realschule Nabburg mit ihrer langjährigen tschechischen Partnerschule aus Horšovský Týn erkundeten Jugendliche beider Schulen die Stadt Nabburg. Nach gemeinsamen aufregenden Tagen in Regensburg ließen es sich die Nabburger Realschüler nicht nehmen, mit ihren tschechischen Freunden auf Entdeckungstour in ihrer Schul- und Heimatstadt zu gehen. Begleitet wurden sie von zweiter Bürgermeisterin Frau Ehemann, der es eine besondere Ehre war, die Gruppe in Nabburg zu begrüßen. Die Schülerinnen und Schüler und die betreuenden Lehrkräfte Frau Schneider, Herr Doleschal und Frau Putz auf deutscher Seite sowie Frau Jezkova und Frau Ludvikova auf tschechischer Seite freute es sehr, dass auch der Schulleiter der Naabtal-Realschule Nabburg, Herr Thomas Kuban, sowie Herr Götz, Leiter des Arbeitskreises Tschechisch der Stadt Nabburg, zur Gruppe stießen. Beim Rundgang in Nabburg beeindruckten wichtige Sehenswürdigkeiten wie die Kirche oder das Rathaus. Die Partnerschüler staunten nicht schlecht, als sie plötzlich auf dem Horšovský Týn-Platz standen, der symbolisch für die langjährige Partnerschaft der beiden Städte Nabburg und Horšovský Týn steht. Als Erinnerung an die gemeinsamen Tage erhielt jeder Teilnehmer von Bürgermeisterin Frau Ehemann ein kleines Geschenk. Ebenfalls im Gepäck haben die Schülerinnen und Schüler die vielen schönen Eindrücke aus Nabburg und die Gewissheit, die Freunde aus dem Nachbarland bald wieder zu treffen.
Feierliche Maiandacht in Heldmannsberg (Bild: Peter Ehrmann)

„Groß sein lässt meine Seele den Herrn”

Im Marienmonat Mai ist es in den katholischen Pfarrgemeinden gute Tradition, die Muttergottes in Andachten besonders zu verehren. In der Pfarrei Heldmannsberg/Pommelsbrunn ist es dabei guter Brauch, dass eine dieser Andachten im Freien stattfindet. Diese Maiandacht wird dabei immer auch von den Kommunionkindern mitgestaltet. Ausgehend von der Bibelstelle mit der Herabkunft des Heiligen Geistes auf die Apostel an Pfingsten, stellte Pfarrer Roland Klein dar, dass auch Maria unter den Aposteln war und daher auch den Heiligen Geist empfangen hat. Genauso empfangen alle, die sich taufen lassen, mit der Taufe den Heiligen Geist. Wie die Apostel damals sollen auch wir heute hinausgehen und im alltäglichen Leben zu unserem christlichen Glauben stehen und die christlichen Werte im Leben umsetzen, so Klein. Im Gebet trugen die Kinder ihren Dank vor für die schöne Natur, in der wir leben dürfen, für Jesus, der den Menschen immer wieder Kraft fürs Leben gibt, und für Maria, die wie eine gute Mutter die Anliegen der Menschen annimmt und sie Gott überbringt. Mit dem „alten” Kirchenschlager „Groß sein lässt meine Seele den Herrn”, gespielt von Maximilian Hutzler am Keyboard und unterstützt durch das Klatschen vor allem der jüngeren Gottesdienstbesucher endete die Andacht inmitten eines gelben Meeres von blühendem Raps auf den Feldern und Löwenzahn auf den Wiesen. Die katholische Pfarrgemeinde lädt ein zu den nächsten Maiandachten an den kommenden Sonntagen: am 17. Mai um 18 Uhr mit dem Landfrauenchor Neumarkt, am 24. Mai um 18 Uhr mit den Deinschwanger Sängern und den Wurschtbachtaler Musikanten und am 31. Mai bereits um 14 Uhr mit dem Landfrauenchor Amberg-Sulzbach, jeweils in der Kirche Mariä Himmelfahrt in Heldmannsberg.
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