Mitglieder des RSV Concordia Windischeschenbach vor dem Start zur Testtour. (Bild: Maximilian Zeus)

Generalprobe für die Panoramatour erfolgreich absolviert

Rechtzeitig vor der Panoramatour, die traditionell am letzten Sonntag im Juni stattfindet, testeten die Mitglieder des RSV Concordia Windischeschenbach die vorgesehenen Strecken. Bei dieser Generalprobe werden insbesondere Streckenverlauf, mögliche Gefahrenstellen sowie eventuelle Behinderungen durch Baustellen oder Umleitungen überprüft. In diesem Jahr kam der Testfahrt eine besondere Bedeutung zu, da die Streckenführungen im Vergleich zu den Vorjahren komplett überarbeitet wurden. Auf dem Programm standen die 161 Kilometer lange Straßenstrecke sowie die 87 Kilometer umfassende Graveltour. Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein im Ziel waren sich die Teilnehmer einig: Die neuen Strecken führen durch die schönsten Ecken der nördlichen Oberpfalz und versprechen den Teilnehmern abwechslungsreiche Eindrücke. Die Testtour erfüllt noch einen weiteren Zweck: Da bei der Panoramatour alle Vereinsmitglieder als Helfer im Einsatz sind, ist die Generalprobe für viele die einzige Gelegenheit, selbst die landschaftlich reizvolle nördliche Oberpfalz auf dem Rad zu erleben. Um die Bedingungen der Veranstaltung möglichst realitätsnah zu testen, wurden entlang der Strecke auch Verpflegungsstellen mit einer Auswahl an Speisen und Getränken eingerichtet. In der kommenden Woche werden die Vereinsmitglieder zudem die angebotenen Mountainbike-Strecken sowie die 100-Kilometer-Straßenstrecke eingehend unter die Lupe nehmen. So soll sichergestellt werden, dass zur Panoramatour am Sonntag, 28. Juni, alles bestens vorbereitet ist und die Gäste optimale Bedingungen vorfinden.
Exkursion mit Dr. Schott begeistert Teilnehmer. (Bild: Fred Lehner)

Der jüdische Friedhof in Floß

Die jüdische Geschichte in Floß, sie begann 1684 als die ersten jüdischen Familien aus Neustadt an der Waldnaab nach Floß kamen, stand im Mittelpunkt eines kunsthistorischen Vortrages von Dr. Sebastian Schott aus Weiden. Mehr als 40 Teilnehmer und Besucher, vor allem aus der Stadt Weiden, ließen es sich nicht nehmen, am vergangenen Sonntag ins Flosser Amt zu fahren und Dr. Schott zu lauschen. Es war eine Exkursion, die mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Weiden, die mit dem Vorstandsmitglied Werner Friedmann vertreten war, vereinbart wurde. Friedmann hatte bei seiner herzlich gehaltenen Begrüßung ein Gebet in Hebräisch und übersetzt in Deutsch gesprochen. Zugleich brachte er seine Freude über die Anwesenheit von Ehrenmitglied, Bürgermeister a. D. Fred Lehner, einen profunden Kenner der jüdischen Geschichte von Floß, zum Ausdruck. Dr. Schott spannte einen weiten Bogen der jüdischen Geschichte im Markt Floß, den Aufbau einer jüdischen Gemeinde, deren Höhen und Tiefen und der Tatsache, dass es in Floß keine Juden mehr, schon gar keine jüdische Gemeinde, gibt. Dass der jüdische Kultus lebt, ist der Weidener Gesellschaft mit ihren großartigen kulturellen Veranstaltungen zu danken. Dazu gehört die Gemeinschaftsfeier der früheren „Woche der Brüderlichkeit“. Nach der Ansiedlung der Juden 1684 wurde ein Grundstück für die Anlegung eines Friedhofes, der nach ritueller Vorschrift außerhalb von Floß zu errichten war, käuflich erworben. Der erste Grabstein stammt aus dem Jahre 1692. Erweitert wurde der Friedhof in den Jahren 1754, 1780, 106 und 1811. Es gab einen „Friedhofweg“ der vom Judenberg zum Friedhof über den Floßbach führte. In Floß sind es heute noch über 451 Grabsteine, wobei die Inschriften seit der Mitte des 19. Jahrhunderts zweisprachig in Hebräisch und Deutsch verfasst sind. Nach verschiedenen Eigentumsverhältnissen ist heute der Landesverband der israelitischen Kultusgemeinden in Bayern rechtmäßiger Eigentümer der Friedhofanlage. Die letzte jüdische Beerdigung fand im Jahre 1946 statt. Im April 1945 wurden in einem Gemeinschaftsgrab 33 jüdische Häftlinge des nahegelegenen KZ Flossenbürg bestattet und auf den Friedhof ein Gedenkstein errichtet. Seit vielen Jahren betreuen Schülerinnen und Schüler der Landwirtschaftliche Berufsschule aus Neustadt an der Waldnaab kostenlos die Anlage, die in der Denkmalschutzliste des Marktes festgeschrieben ist. Die Erzählung von Dr. Schott bezog sich auch auf den Aufbau einer jüdischen Gemeinde im heute 1078-jährigen Markt, die eine hölzerne Synagoge erstellte. Diese wurde beim Großbrand in Floß im April 1813 ein Raub der Flammen, wie auch der bebaute Judenberg. Der Aufbau der Synagoge erfolgte unter dem Diktat des damaligen Bezirksamtmanns Karl Reisner Freiherr von Lichtenstern. Die Einweihung des Gotteshauses fand 1815 statt, die Zerstörung in der sogenannten Reichspogromnacht am 9. November 1938. Die erstrittene Sanierung und Restaurierung der Synagoge fand von 1972 bis 1980 unter der Bauträgerschaft des Marktes Floß, Bürgermeister Fred Lehner, statt. Heute präsentiert sich ein großartiges klassizistisches Baudenkmal, das 2005 ein zweites Mal saniert und eine Info-Stätte auf der Frauenempore stattfand. Dr. Schott verstand es auf seine Art, die Entwicklungen der Weidener Juden, deren Familien und Geschäfte in Kurzform zu schildern, wobei festzuhalten ist, dass die Flosser jüdische Gemeinde zugleich die Muttergemeinde für die spätere Weidener Judengemeinde war. Ehrenmitglied Fred Lehner erlaubte sich einige Hinweise zu den Erzählungen von Dr. Schott, wobei die Selbstständigkeit der Judengemeinde mit über 72 Familien und 400 Personen, ein bestehendes Ghetto, die langjährigen Beziehungen und Kontakte, Flosser Juden mit Fred Lehner angesprochen wurden. Die Führung in der Friedhofanlage durch Dr. Schott und Werner Fiedmann, das Sammelgrab und die zweisprachigen Grabsteine ließen besonders nachdenkliche und eindrucksvolle Gedanken aufkommen. Eine Exkursion von hohem geschichtlichen und kulturellen Wert, wofür die Teilnehmer überaus dankbar waren.
Die Teilnehmer und Prüfer der Leistungsprüfung mit Bürgermeister Bernhard Schmidt (Bild: Harald Fenzl)

Zwei Wehren ein Ziel - Miteinander zur erfolgreichen Leistungsprüfung

Zwei kombinierte Gruppen der Freiwilligen Feuerwehren Grötschenreuth und Wetzldorf stellten sich nach knapp zwei Wochen Übung, am Samstag den 30.05. in Grötschenreuth der Leistungsprüfung „Die Gruppe im Löscheinsatz”. Das Schiedsrichterteam, bestehend aus Kreisbrandmeister Günther Fachtan, Kreisbrandmeister Wolfgang Bauer und Kreisbrandmeister Klaus Helm begutachteten die verschiedenen Aufgaben und bewerteten diese. Kreisbrandmeister Herbert Thurm war als Unterstützung auch mit anwesend. Die Floriansjünger mussten sich zuerst beim beherrschen verschiedener Knöten beweisen und dann einen Löschaufbau in einer bestimmten Zeit vollführen. Diese Zeit wurde von der ersten Gruppe, unter der Führung der stellvertretenden Kommandantin von Grötschenreuth, Lena Dumler, und der zweiten Gruppe, unter der Führung des Kommandanten von Wetzldorf, Rudi Schinner, unterboten und somit bestanden. Nach bestandener Prüfung und gemeinsamen Mittagessen wurden die Abzeichen von den Kreisbrandmeistern und Bürgermeister Bernhard Schmidt übergeben. Dieser betonte auch wie wichtig die Feuerwehren sind und lobte das Miteinander der Wehren gemeinsam sich diesen Prüfungen zu stellen. Die Teilnehmer mit den abgelegten Prüfungsstufen waren: Stufe 1 – Bronze: Johannes Bayer, Anja Panzer, Matthias Panzer. Stufe 2 – Silber: Lena Dumler, Thomas Gallersdörfer. Stufe 3 – Gold: Michael Affolter, Florian Bader, Matthias Schubert. Stufe 4 – Gold/Blau: Tobias Meierhöfer. Stufe 5 – Gold/Grün: Thomas Schinner, Tobias Wenning. Stufe 6 – Gold/Rot: Leonhard Fütterer, Maximilian Uhl. Stufe 2 Ü40 – Silber: Christian Fütterer, Rudi Schinner.
Die Pilgergruppe nach dem Abschlußgottesdienst (Bild: Annemarie Woppmann)

Pigerreise nach Polen

Am Pfingstmontagmittag startete unsere 26-köpfige Gruppe mit dem Reisesegen von Pfarrer Adam Karolczak zur siebentägigen Pilgerreise nach Polen. Erstes Ziel war Poznań/Posen, die Hauptstadt Großpolens. Nach dem Frühstück am zweiten Tag stand die Besichtigung des Marktplatzes mit dem Rathaus, den farbenfrohen Krämerhäusern und den schönen Brunnen auf dem Programm. Weiter besuchten wir die Posener Pfarrkirche und auf der Dominsel die Erzkathedrale der Heiligen Apostel Peter und Paul, bevor uns der Weg nach Toruń/Thorn führte, das Ziel des dritten Tages. Bei der Stadtführung durch die Altstadt von Toruń sahen wir unter anderem das Klostertor und das Geburtshaus von Nikolaus Kopernikus. In der Kirche „Maria, Stern der Neuevangelisierung” feierten wir dann wieder Heilige Messe. Am vierten Tag stand Malbork/Marienburg auf dem Programm. Wir besichtigten die bekannteste polnische Burg am rechten Ufer des Nogat. Am Nachmittag feierten wir wieder Gottesdienst, bevor wir nach Gdynia weiterfuhren, der Geburtsstadt unseres Pfarrers Adam Karolczak. Am fünften Tag ging es nach Danzig. In Oliwa besuchten wir die Erzkathedrale der Heiligen Dreifaltigkeit – hier feierten wir wieder Heilige Messe. Danach wanderten wir zum Solidarność-Platz mit dem Denkmal der gefallenen Werftarbeiter. Wir sahen unter anderem das Krantor und die Marienstraße mit der Marienkirche. Tag sechs begann mit einem Spaziergang auf der Mole in Sopot, bevor wir weiter nach Gnesen fuhren. Wir besichtigten unter anderem die Gnesener Kathedrale, in der sich das Grab des Hl. Adalbert befindet. Bevor wir gegen Abend wieder Richtung Posen fuhren, feierten wir den Abschlussgottesdienst. Am siebten Tag traten wir mit vielen schönen Eindrücken die Heimreise an. Der Dank aller Teilnehmer galt unserem Pfarrer Adam Karolczak für die sehr gelungene, bestens organisierte Reise, die ein lebendiges Zeichen des Glaubens und der Gemeinschaft war.
Zünftige Biergartenstimmung bei bayrisch-böhmischer Blasmusik (Bild: Rosmarie Riedl)

50 Jahre d`Naabtaler Musikanten

Zahlreiche Musikliebhaber und Freunde bodenständiger Blasmusik waren am Samstag, 30. Mai der Einladung der Naabtaler Musikanten gefolgt, mit ihnen zusammen das 50-jährige Bestehen zu begehen. Auch Gründungsmitglieder, ehemalige aktive Musiker und Musikanten aus den umliegenden Blaskapellen, zweite Bürgermeisterin Maria Schlögl und Pfarrer Markus Ertl ließen es sich nicht nehmen, mit dem Jubelverein zu feiern. Bei strahlendem Sonnenschein lauschten die Gäste den Klängen der Naabtaler, genossen ihren Kaffee, ihr Bier oder ihren Aperol Spritz und hatten die Qual der Wahl am abwechslungsreich bestückten Kuchenbüffet oder am Essensstand mit deftigen Brotzeiten. Großen Anklang fand auch das Wunschkonzert, bei dem die Besucher aus einer Playlist ihre Lieblingslieder auswählen durften. Kurzzeitig musste vom festlich hergerichteten Biergarten in das gemütliche Wirtshaus gewechselt werden, da ein Unwetter aufzog. Doch dieses war bald überstanden, wie so manche stürmische Zeit, die die Blaskapelle in den vergangenen 50 Jahren zu bestehen hatte. In den Abendstunden übernahm der Patenverein, die Ehenbachtaler Blaskapelle, die musikalische Umrahmung. Mit gemeinschaftlichen Klängen beendeten die beiden Blaskapellen das offizielle Programm. Gefeiert wurde jedoch noch weiterhin bei lauschigen Temperaturen im Biergarten und im ehemaligen Wirtshaus. Die Naabtaler Musikanten bedanken sich herzlich bei allen, die sie unterstützt haben und maßgeblich dazu beigetragen haben, dass dieses Fest gebührend gefeiert werden konnte, vor allem bei den Familien, Freunden und der Schrammlkassa.
1. Reihe von Links: 1. Bürgermeister Bernhard Schmidt, Alfons Meierhöfer, Willi Kraus, Annemarie Kraus, Bernhard Häupler, 1. Vorstand Leo Fütterer 2. Reihe von Links: 1. Kommandant Rudi Schinner, 2. Kommandant Manuel Köllner, Kassier Stefan Stock, 2. Vorstand Tobias Rebl, Schriftführer Tobias Meierhöfer (Bild: Tobias Meierhöfer)

Drei neue Ehrenmitglieder auf einem Streich - Freiwillige Feuerwehr Wetzldorf

Die Freiwillige Feuerwehr Wetzldorf hat im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 30.05.2026 im Schützenhaus Siegritz drei langjährige und verdiente Mitglieder zu Ehrenmitgliedern ernannt. Vorsitzender Leo Fütterer konnte dazu 39 Mitglieder sowie Bürgermeister Bernhard Schmidt begrüßen. Zu Ehrenmitgliedern gewählt wurden der langjährige Vorsitzende Willi Kraus, der ehemalige Kommandant Alfons Meierhöfer sowie der frühere Schriftführer Bernhard Häupler. Willi Kraus stand der Feuerwehr 24 Jahre als 1. Vorstand vor, Alfons Meierhöfer prägte die Wehr über 21 Jahre als Kommandant und Bernhard Häupler führte 30 Jahre lang das Amt des Schriftführers aus. In persönlichen Laudationes würdigte Fütterer die jahrzehntelangen Verdienste der Geehrten für die Entwicklung der Wehr. Besonders hervorgehoben wurden dabei der Neubau des Feuerwehrhauses, zahlreiche Anschaffungen sowie das große Engagement bei Festen und Veranstaltungen. Auch Annemarie Kraus wurde für ihre langjährige Unterstützung im Hintergrund besonders geehrt. Bürgermeister Bernhard Schmidt lobte die Verdienste der Geehrten und die außergewöhnliche Wertschätzung, die ihnen durch eine eigens einberufene Mitgliederversammlung entgegengebracht wurde. Zum Abschluss wurden weitere ehemalige Vorstandsmitglieder für ihre Arbeit gewürdigt. Die Versammlung klang anschließend in geselliger Runde aus.
Harald Hertel führte die Frauen der Vitagruppe des KDFB Waldsassen durch die artenreiche Vegetation (Bild: Gerhild Peukert-Hertel)

Frühlingswanderung durch artenreiche Nasswiesen

Die Vita-Gruppe des KDFB Waldsassen traf sich kürzlich zu einer naturkundlichen Frühlingswanderung. Ziel war ein abwechslungsreiches Gebiet in der Nähe von Konnersreuth mit Teichen, Wiesen- und Waldflächen, durch welches Harald Hertel die Teilnehmerinnen führte. Dabei gab es viel zu entdecken, vor allem an den Teichrändern und auf den Wiesenflächen. Besonders interessant waren zwei Nasswiesen, die noch in einem Zustand sind, wie sie früher vor der Intensivierung der Landwirtschaft vielfach anzutreffen waren. Wie Harald Hertel erläuterte, werden sie regelmäßig jedes Jahr durch Mahd und Beräumung des Mähgutes gepflegt, was notwendig ist, um ihren Artenreichtum zu erhalten. Anhand angrenzender Wiesen, die schon viele Jahre brachliegen, konnte dies unmittelbar veranschaulicht werden. Im Gegensatz zu den beiden bunt blühenden Nasswiesen waren hier nur wenige Kräuter und dafür große Bestände hochwachsende Gräser und Stauden anzutreffen. Der Pflanzenbestand der beiden kräuterreichen und optisch reizvollen Wiesen beherbergte auch eine ganze Reihe gefährdeter Arten der Roten Liste. Die reichhaltige Pflanzenwelt beeindruckte die Teilnehmerinnen, besonders staunten alle auch über die große Anzahl an verschiedenen Gräsern auf diesen seggen-und binsenreichen Nasswiesen, die ihnen der Exkursionsleiter neben den Blütenpflanzen vorstellte. Man war sich einig in Zukunft noch viel mehr auf alles zu achten, was um einen so kreucht und fleucht. Ein sehr schöner Sommerabend ging nach der zweistündigen Führung zu Ende und die strapaziöse sommerliche Hitze war dabei nahezu vergessen.
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