Stolz posierten die Kinder mit dem Kleinen Onkel. (Bild: Corinna Karger-Hostalka)

Bullerbü zu Gast in Neusorg
SPD-Ortsverein bringt Astrid Lindgrens Kinderbuchhelden nach Riglasreuth

Vorsitzender Corbinian Wedlich durfte mit seinem Team dreißig Kinder im Alter von drei bis acht Jahren zum Ferienprogramm unter dem Motto „Bullerbü zu Gast in Neusorg“ auf dem Spielplatz in Riglasreuth begrüßen. Mit ihrer persönlichen Stempelkarten-Kette ausgerüstet starteten die Mädchen und Jungen an der Villa Kunterbunt, wo sie ihre Kräfte unter Beweis stellen und Pippis Pferd, den Kleinen Onkel, hochstemmen und stolz in die Kamera lächeln konnten. Es entstanden dabei lustige, farbenfrohe Bilder, für welche die Teilnehmenden einen eigenen Bilderrahmen bemalten. Weiter ging es zu Bullerbüs Spielwiese, wo Josephine und Frieda, die den Ortsverein kräftig unterstützten, mit den Kindern Sack hüpften, sich im Hufeisen- und Gummistiefel-Weitwurf übten und einige andere Spiele ausprobierten. Außerdem waren beim Wassertragen mit einem langen Ast über den Schultern Geduld und Konzentration gefragt. In Karlssons Flugschule wurden Propeller-Hütchen in den Lieblingsfarben der Jungen und Mädchen gebastelt, mit denen dann ein Geschicklichkeits-Parcours überwunden werden musste. Ein Wald-Quiz galt es in Ronjas Mattis-Wald zu lösen, wo die Kinder auf Kissen durchschnaufen und ihr Wissen unter Beweis stellen konnten. Tolle Holzmännchen entstanden in Michels Tischlerschuppen; hier durften die Kinder mit allerlei Bastelmaterialien arbeiten und ihrer Kreativität freien Lauf lassen. An einer Verpflegungsstation stärkten sich die Kinder mit Getränken, Obst, Gemüse und Laugengebäck. Mit den fröhlichen Bildern in ihren eigenen Rahmen, der vollen Lindgren-Stempelkarte und ihren kunstvollen Holzfiguren als Erinnerung an einen abwechslungsreichen Nachmittag im Gepäck wurden die Kinder von dem Team um Corbinian Wedlich verabschiedet und von ihren Eltern abgeholt. Die SPD-Neusorg freut sich schon auf das nächste Ferienprogramm und feilt bereits an neuen Ideen, um wieder viele Kinder begeistern zu können.
Kindervorlesung im Rahmen des Pressather Ferienprogramms. (Bild: Georg Anzer)

Ferienprogramm Bücherei Pressath

Zilly und Zingaro beobachten fasziniert, was im Garten so alles krabbelt. Das quirlige Treiben der Insekten bringt die Zauberin auf eine kühne Idee: Wäre es nicht großartig, für einen Tag so winzig wie diese Tierchen zu sein? Gedacht, gezaubert! Doch ob das so schlau war? Plötzlich sind Käfer, Raupe und Co. RIESIG… Nachdem die Kinder kurz über Haustiere gesprochen hatten und die Vorstellung, einmal klein wie Insekten zu sein, steckten sie bald mittendrin in einem verflixt verdrehten Abenteuer mit Zilly und Zingaro. Anna Hartmann begeisterte die 12 Kinder von 4 bis 8 Jahren bei der ersten Kindervorlesung am vergangenen Donnerstag in der Stadt- und Pfarrbücherei Pressath erneut mit ihrer faszinierenden Art und band die Buben und Mädchen wieder gekonnt in ihre Krabbeltier-Safari mit ein. In der Pause gab es zur Stärkung für die Kleinen Plätzchen und etwas zu trinken. In einem zweiten Teil wurden von eifrigen kleinen Händen aus Tütenstreifen und einem Pappbecher fliegende Fische mit zwei Wackelaugen gebastelt. Zuletzt wurden in den Flatterfisch noch zwei Löcher gestanzt und eine Paketschnur angebracht. Nun können die Kinder ihren fliegenden Fisch auf dem Balkon aufhängen oder an einen Stock binden. Dort kann der Wind ihn wild herumflattern lassen. Am Ende dankte Büchereileiterin Ursula Anzer Anna Hartmann für ihr Engagement bezüglich der Auswahl, Vorbereitung und Durchführung der Vorlesestunde.
Die Pfadfinderinnen und Pfadfinder des Stammes Graf Gebhard vor dem Lagertor. (Bild: Malin Kopczyk)

Über 6000 Pfadfinder auf dem Bundeslager in Immenhausen

Vom 30.07. bis zum 09.08. begaben sich Pfadfinderinnen und Pfadfinder des Stamm Graf Gebhard auf das Bundeslager 2026. Elf Tage wurde mit rund 6000 „Pfadis“ das 50-jährige Jubiläum des Bund der Pfadfinder*innen zelebriert. Die 11- bis 23-jährigen Teilnehmenden des Stamm Graf Gebhard reisten dafür circa fünf Stunden ins Pfadfinder-Zentrum Immenhausen in Nord-Hessen mit dem Bus an. Angekommen, begann der intensive Aufbau der Kothen und Jurten, die markanten Schwarzzelte der Pfadfinder. Nach der feierlichen BuLa-Eröffnung konnten die Pfadis ihrer Kreativität freien Lauf lassen: Schilder bemalen, welche den Zeltplatz verschönerten und viele verschiedene hilfreiche Konstruktionen bauen, wie beispielsweise eine Müllstation, welche die Mülltrennung vereinfachte, einen Turm, an dem eine Uhr befestigt wurde, eine Halterung für unseren Briefkasten und vieles andere. Ein weiteres Highlight war der „Foodmarket“. Für diesen bereiteten die Pfadis vormittags einen vielseitigen mexikanischen Schichtsalat vor und trugen diesen zu ihrem selbstgebauten Stand am Marktplatz, wo alle knapp 50 bayerischen Stämme ebenfalls ein Gericht aufgetischt hatten. In der großen Runde wurde – wie vor jeder Mahlzeit – ein „Essensspruch“ gemacht und somit das Signal gegeben, die verschiedensten Gerichte zu probieren. Eine Teilnehmerin stellte fest: „Besonders lecker waren die Gerichte der internationalen Gruppen.“, denn neben Pfadfinderinnen und Pfadfindern aus ganz Deutschland zelteten auch internationale Gäste aus über 20 verschiedenen Nationen am Lagerplatz. Auch der Stamm Graf Gebhard hieß seinen polnischen Partnerstamm erneut als Gast willkommen. Dies wurde durch das Deutsch-Polnische Jugendwerk ermöglicht, eine internationale Organisation, die mit Regierungsbeiträgen Polens und Deutschlands Jugendarbeit dieser Art unterstützen. So folgten noch viele neue Bekanntschaften für die Pfadis. Es wurde bei Talentshows gestaunt, bei Singewettstreiten mitgefiebert und in „Pinten“ – atemberaubende, riesige Zeltkonstruktionen mit Lagerfeuer und Ausschank – Singerunden am Lagerfeuer bis in den späten Abend angestimmt. Am Tag der Abreise wurde noch vor Sonnenaufgang geweckt. Man verabschiedete sich von neuen und alten Freunden, baute gemeinsam die Zelte ab und stieg in den Bus zurück nach Hause, nach Sulzbach-Rosenberg ein.
Pfarrer Thomas Kohlhepp beim Segnen der Kräuterbuschen zum Hochfest Maria Himmelfahrt. (Bild: Priska Hofmann)

Patroziniumfest in Steinfels mit vielen Gläubigen

Nach dem Einzug auf die Festwiese mit Ministranten und Fahnenabordnungen neben der Kapelle konnte Ortspfarrer Thomas Kohlhepp und Pfarrvikar Robert Amandu circa 450 Gläubige, darunter auch Vertreter des öffentlichen Lebens, willkommen heißen. „An diesem herrlichen Tag begehen wir diesen Festgottesdienst zum Hochfest Maria Himmelfahrt in Gedenken um und mit Maria“, so der Geistliche. Im Altarbereich der Blickfang: die Steinfelser Madonna aus der Schlosskapelle. Zu ihren Füßen lagen gebundene Kräuter, die von Helfern in mühevoller Arbeit gesammelt und gebunden worden waren. Die Grafenwöhrer Blasmusikkapelle umrahmte die Messe musikalisch. In seiner Predigt ging Pfarrer Kohlhepp auf den vorangegangenen Mittwoch ein. Eine Sonnenfinsternis, die für kurze Zeit den Tag verdunkelte. Er stellte fest, dass, wenn Menschen zum Himmel schauen, es nichts Neues sei. Es werden die Gestirne beobachtet, man zöge so Rückschlüsse für das Leben der Erde. Wie zuvor in der Lesung gehört, sehen wir vor unserem geistlichen Auge des Glaubens die Sonne, den Mond, die Sterne. Wir hörten, wie diese Gestirne eine Frau kleiden. Was für ein Kleid, wie prächtig; ein Kleid aus Sonne, aus Licht, leuchtend hell; Schuhe aus Mond, funkelnde Sterne auf ihrem Haupt. Eine Frau, da kann man denken: Wow, krass, strahlend schön. Doch all ihre Zier und Schönheit helfen ihr nicht, denn ein Drache will ihr Kind verschlingen. Allein die Gnade Gottes hilft ihr, beschützt sie, schafft ihr Zuflucht. So verband der Geistliche es mit unserer Welt und Maria. „Wir können dadurch erkennen, dass wir grenzenlos hoffen dürfen als Christen. Es geht dabei um die Ewigkeit. Maria lehrt und zeigt uns heute diese schönste Aussage unseres Glaubens: Wir dürfen grenzenlos hoffen; unser Leben hat ein Ziel. Der Himmel ist nicht einfach das Ende – der Himmel ist unsere Heimat bei Gott“, so der Geistliche weiter. „Die Gottesmutter hat den Himmel erreicht. Wir können es auch schaffen. Wenn wir es geschafft haben, stellt vielleicht Petrus die Fragen: Hast du aus der Hoffnung gelebt? Wie hast du sie sichtbar gemacht? Mit wem hast du sie geteilt? Dann schaut vielleicht Maria lächelnd mit Wohlwollen herüber.“ Am Ende der Messe segnete Pfarrer Kohlhepp die Kräutersträuße. Der Dank galt an diesem Vormittag allen Helfern aus Pfarrgemeinderat, Kirchenverwaltung, Mesnern, JU, Kolping und auch Rotes Kreuz und Feuerwehr Mantel für die Unterstützung. Ein Frühschoppen mit Blasmusik lud im Anschluss die vielen Besucher zum Verweilen ein.
Gutes tun mit Secondhand-Mode - 1000 Euro Spende für bedürftige Bürger. (Bild: Martina Weiß)

Bürgermeister Grädler besucht die Kleiderkiste

Der Einladung von Hilde Trettenbach war Thorsten Grädler, 1. Bürgermeister der Stadt Vilseck, gefolgt und besuchte die Kleiderkiste in ihren Räumen in Vilseck-Schlicht. Mit seiner offenen und herzlichen Art grüßte er die anwesenden Mitarbeiterinnen. Hilde Trettenbach bedankte sich für das Kommen und nannte auch den Grund der Einladung. Eine Spende von 1000 € soll an die Stadt Vilseck gehen. Die Entscheidung, diese Spende an die Stadt zu übergeben, basiert auf zwei wesentlichen Gründen. Zum einen sind sich alle Frauen der Kleiderkiste sicher, dass Grädler als Vertreter der Stadt Vilseck das Geld für wirklich Bedürftige einsetzen wird. Zum anderen stellt die Stadt dem Secondhandladen seit Beginn vor mehr als 10 Jahren die Räumlichkeiten kostenlos zur Verfügung. Hilde sprach ihm dafür ein herzliches „Vergelt’s Gott“ aus. Im diesem feierlichen Rahmen wurde auch Erich Gebhard gedacht, dem kürzlich verstorbenen Gründer der Kleiderkammer. Er und seine Frau Leni waren es, die damals bei der Stadt Vilseck vorstellig wurden und bezüglich geeigneter Räumlichkeiten anfragten. Praktisch aus dem Nichts schufen die beiden die Kleiderkammer. „Der Himmel möge es Erich lohnen“, hieß es im Gedenken. Als Leiterin der Kleiderkiste führte Trettenbach den Bürgermeister durch alle Räume. Sie betonte auch, dass es schön wäre, wenn die Bevölkerung aus Vilseck und Umgebung öfter vorbeischauen würde, um die Kleiderkiste als eine Art Kleiderkarussell zu nutzen. Es sollte nicht nur Kleidung abgegeben werden, es wäre auch schön, wenn sich die Leute dabei im Geschäft umschauen und das eine oder andere Teil zu wirklich günstigen Preisen mitnehmen würden. Denn jeder Euro, der eingenommen wird, fließt als Spende in soziale Projekte innerhalb der Großgemeinde zurück. Anerkennend stellte Grädler fest, dass man in der Kleiderkiste für kleines Geld erstklassige Ware erhält und dabei auch noch die Umwelt schont. Beim Stöbern im Herrenzimmer wurde auch er prompt fündig und kaufte sich ein schickes Hemd. Zum Abschied bedankte er sich im Namen der Stadt Vilseck bei allen ehrenamtlichen Mitarbeitern und bat Hilde Trettenbach, dass auch sie, genauso wie es Erich Gebhard und seine Frau getan hatten, die Kleiderkiste über viele Jahre weiter führen werde. Denn der ehrenamtliche Einsatz der Menschen vor Ort macht eine Stadt wie Vilseck so lebenswert.
Für beste volkstümliche Unterhaltung sorgten die „Höidlbrummer“ beim Hofkonzert in der Gartenanlage des BRK-Seniorenheims St. Barbara. Von links: Otto Meier, Michael Schanderl, Andreas Schwarz und Kreisheimatpfleger Dieter Kohl. (Bild: Werner Schulz)

Bayerisch-zünftiges Hofkonzert mit den Höidlbrummern im Seniorenheimgarten

Ein angenehm warmer Sommerabend, ein zünftig aufspielendes Musikanten-Quartett, das mit der Auswahl seiner Stücke voll und ganz den Geschmack seines Publikums traf – das war beim Hofkonzert in der Gartenanlage des BR-Seniorenheims St. Barabara letzte Woche geboten. Nicht nur die Heimbewohner und ihre Angehörigen, auch viele Gäste wurden von den „Höidlbrummern“ Dieter Kohl, Otto Meier, Michael Schanderl und Andreas Schwarz in beste Laune versetzt. In bekannte Lieder wie die „Bergvagabunden“ oder „“Mir san vom Wold daham“ und dem „Steigerlied“ stimmten sie lautstark mit ein. Aufmerksam lauschten sie Stücken wie „Drunt in der Oberpfalz“ oder dem Volkslied von den „Rehbraunen Augen“. Instrumentalstücke wie der „Gretl-Boarische“ gehörten genauso zum Repertoire wie der Zwiefache „Owa d’Ochsn“. Kreisheimatpfleger Dieter Kohl erntete viele Lacher, als er den Text des Ochs-Liedes auch in Prosa wiedergab: „Owa d’Ochsn treib i niat aus, vüll läiwa d’Käih oder d’Sai oder mei Wei“, „Owa S’Wirtshaus lout mi niat aus, gäih i vorbei, zäigts mi nei, dou schompft mei Wie.“ Die Frage „Wos gibt’s denn heit auf d’Nacht“ beantwortete das Quartett mit dem alten Volkslied „Heit gibt’s a Rehragout“. Die vier lustigen Musikanten kamen um eine Zugabe nicht umhin. Sie erfüllten den Publikumswunsch mit dem humorvollen Wirtshauslied vom „Spotzn rupfn“. Heimleiterin Astrid Geitner dankte dem Quartett für die tolle musikalische Unterhaltung. Auch das leibliche Wohl kam nicht zu kurz. Man ließ sich den Flammkuchen und den Hugo schmecken
Die leckeren Kräuterbrote schmeckten allen Kindern sehr gut. (Bild: Andrea Sollfrank)

Ferienprogramm des Frauenbundes Vohenstrauß begeistert 25 Kinder

Passend zum bevorstehenden Fest Maria Himmelfahrt drehte sich beim Ferienprogramm des Frauenbundes Vohenstrauß alles um Kräuter. 25 Kinder nutzten die Gelegenheit, die vielfältige Welt der Pflanzen spielerisch zu entdecken und dabei allerhand Wissenswertes zu erfahren. Zu Beginn begrüßte Corinna Kreisl die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer und las ihnen eine Geschichte von der kleinen Lina und dem Lavendel vor. Anschließend ging es an vier abwechslungsreichen Stationen weiter, bei denen die Kinder mit allen Sinnen gefordert waren. Beim ersten Spiel galt es, allein durch Riechen zusammengehörende Kräuterpaare zu finden. An einer weiteren Station konnten die Kinder mit Lupen die Blätter verschiedener Pflanzen ganz genau unter die Lupe nehmen. Beim Kräuter-Puzzle mussten Bilder unterschiedlicher Kräuter richtig zusammengesetzt werden. Auch Geschicklichkeit war gefragt: Mit Filzbällen transportierten die Kinder Wasser von einer Seite zur anderen, um damit die Pflanzen zu gießen. Kreativ wurde es zum Abschluss. Jedes Kind durfte ein kleines Stoffsäckchen gestalten und anschließend mit duftendem Lavendel befüllen. Außerdem konnten die Kinder kleine Kräuterheftchen verzieren. Für den bevorstehenden Gottesdienst durfte sich jedes Kind natürlich auch ein eigenes Kräutersträußchen mitnehmen, das bei Maria Himmelfahrt gesegnet werden konnte. Für eine leckere Stärkung war ebenfalls gesorgt. Die Kinder ließen sich Kressebrote, Schnittlauchbrote und Butterbrote schmecken, die sie mit essbaren Blüten nach Lust und Laune verzieren konnten. Dazu gab es erfrischendes Wasser mit Zitrone und Pfefferminze oder alternativ mit Orangenscheiben. Mit viel Begeisterung und Freude waren die Kinder bei der Sache. So wurde das Ferienprogramm des Frauenbundes nicht nur zu einem abwechslungsreichen Nachmittag, sondern vermittelte den jungen Teilnehmern ganz nebenbei auch viel Interessantes über Kräuter, ihre Besonderheiten und ihre Bedeutung rund um das Fest Maria Himmelfahrt.
Festlicher Kirchenzug durchs Dorf. (Bild: Gabriele Buchbinder)

Patrozinium und Pfarrfest in Böhmischbruck

Festlich geschmückt präsentierte sich Böhmischbruck zum Patrozinium der Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“. Angeführt von „Bayerisch Blech“ unter der Leitung von Hans Reitinger zog ein langer Festzug mit Ministranten, Kommunalpolitikern und Mandatsträgern, Vereinen, Fahnenabordnungen, Pfarrgemeinderat, Kirchenverwaltung und Ehrengästen durch das Dorf zur Kirche. Die Freiwillige Feuerwehr sorgte für einen sicheren Ablauf. Dekan Alexander Hösl stellte in seiner Predigt Maria als Frau des Vertrauens in den Mittelpunkt. Ihr Leben stand plötzlich „auf dem Kopf“, als sie ein Kind erwartete. Sie hatte keinen fertigen Plan und keine Antworten und ging dennoch ihren Weg. Darin liege auch für uns eine wichtige Botschaft: Vertrauen, obwohl wir nicht wissen, wie etwas ausgeht. „Anwesenheit gibt Raum“, betonte Hösl. Man müsse nicht jedes Problem lösen und nicht jede Trauer wegreden. Oft sei es das Wichtigste, einfach da zu sein, zuzuhören und Hoffnung zu geben. Maria könne dabei Vorbild für eine Kirche sein, die wie eine Mutter nachfragt, tröstet und mit offenen Ohren und einem mitfühlenden Herzen da ist. Kirche beginne bei jedem Einzelnen, nicht mit Macht und Erfolg, sondern mit Nähe, Liebe und gelebter Menschlichkeit. „Gott lässt nicht verloren gehen, was aus Liebe gelebt wurde“, so der Dekan. Lektorin Corinna Hösl griff in einer Meditation das Bild der Kräuter auf: Es gebe auch Kräuter der Wahrheit, des Friedens, der Hoffnung, der Liebe, der Geduld, der Freude und des Vertrauens. Man könne sie nicht pflücken, aber verschenken, mit einem freundlichen Wort, einem offenen Ohr oder einer helfenden Hand. Pfarrgemeinderatsvorsitzende Michaela Reger dankte allen, die zum Gelingen des Festes beitrugen, besonders „Bayerisch Blech“, dem Kirchenchor unter Daniela Bock und an der Orgel Julia Fehr, die extra aus Bärnau angereist ist, den Mesnern, Ministranten, der Feuerwehr sowie den „Blumenfeen“ Monika Duschinger und Johanna Kurzka. Besonderer Dank galt den Damen aus Kleinschwand für die kunstvollen Kräuterbuschen und -kränze. Beim anschließenden Pfarrfest wurde Gemeinschaft dann ganz praktisch gelebt. Pfarrgemeinderat, Kirchenverwaltung und viele junge Helfer bewirteten die Gäste mit Kaffee, Kuchen, Deftigem und kühlen Getränken. Die Kinder konnten im überdachten Vorhof von Anton Götz spielen und hinterließen dort farbenfrohe Kreidekunst. Pavillons der Firma Reger Bau spendeten Schatten. Bis in die Abendstunden wurde gefeiert, gelacht und erzählt. Ein Fest, bei dem spürbar wurde, was Böhmischbruck ausmacht: Gemeinschaft, die trägt und ein Dorf, das sich wie eine große Familie anfühlt.
Die Freien Wähler Wiesau mit Markus Schäffler (hintere Reihe 4. v. re.) und Helmut Gleissner (hintere Reihe 3. v. re.) boten beim Ferienprogramm des Marktes Wiesau am 15.08. eine spannende Radtour durch die Wiesauer Teichlandschaft an. 10 Kinder und 6 Eltern nahmen das Angebot gerne an. Als herausfordernde Aufgabe galt es festzustellen: wieviele Hochsitze gibt es zw. Posten 16 und Muckenthal? (Bild: Markus Schäffler)

Freie Wähler Wiesau beteiligen sich mit einer abwechslungsreichen Fahrradtour durch die Wiesauer Teich-Landschaft am Ferienprogramm

Unter Führung des Tour-Guides Markus Schäffler und Begleiter Helmut Gleissner startete die 18-köpfige Erlebnis-Gruppe (10 Kinder, 6 Mamas/Papas, 2 Guides) bereits am Vormittag, 15.08., „Maria Himmelfahrt“ bei moderaten Temperaturen um die 23–25° C. Vom Sportzentrum aus ging es zunächst zu den Wiesauer Badeseen und dem Fischerlebnispfad. Gemeinderat und Übungsleiter Schäffler legte an neuralgischen Punkten einen Stopp ein und erzählte unterhaltsam über die Geschichte der Waldseen (Kipp-, Silber- und Perlsee). Am Posten 16, der Anrufschranke zur Überquerung der Bahnstrecke Wiesau–Weiden, erlebten die Freizeitradler eine Überraschung. Aufgrund von Bauarbeiten an den Gleisen ist die Bahnstrecke derzeit gesperrt und waren die Schranken offen. Für die weitere Strecke vorbei an vielen Teichen war Konzentration angesagt. Es galt festzustellen: „Wieviel Hochsitze (Jägersitze) befinden sich auf der Strecke nach Muckenthal?“ Wozu sind diese überhaupt da? Dass diese für die Jäger zur Beobachtung der Waldtiere dienen und von Vorbeikommenden auf gar keinen Fall betreten werden dürfen, erläuterte Markus Schäffler. Zwischendurch erfuhren die Ferienkinder einiges über die Orientierung im Gelände, z. B. mittels Feststellung des Sonnenstandes, Moos an den Bäumen oder der Benutzung des Kompasses, der sich auf jedem Handy befindet. Am Kreissler, dem größten Muckenthaler Fischteich, wurde der Schaufelrad-Lüfter gezeigt, der gerade bei den derzeit hohen Wassertemperaturen wichtigen Sauerstoff für unsere Speisefische anreichert. Nicht unerwähnt blieb der Hinweis auf die Feinde der Teichwirte: Kormoran, Fischreiher und Fischotter dezimieren den Fischbestand. Nach den vielen neuen Eindrücken (u. a. ein toter Fuchs an einem Teich) war die Freude bei allen Teilnehmern groß, als es im Gasthof Gleissner in Muckenthal Pommes frites und Getränke gab. Dort wurde auch das Rätsel gelöst, wieviel Jägersitze zu sehen waren: 18 Hochsitze. Als Belohnung erhielt jeder Teilnehmer einen Gutschein eines Schnellrestaurants. Gestärkt waren die restlichen 5,5 km auf dem Steinwaldradweg über Kornthan zurück nach Wiesau eine Kleinigkeit. Eine unterhaltsame Radtour auf für die Kinder z. T. noch unbekannten Wegen mit vielen neuen Informationen ging nach 3,5 Std. zu Ende und wie man einhellig meinte: „schai woars!“
Großer Anziehungspunkt für die Kinder sind die Go-Karts. (Bild: Andreas Sorgenfrei sen.)

Gemütlich Feiern beim Brunnenfest

Traditionsgemäß spielt sich Anfang August in Muschenried das Dorfgeschehen an der Karl-Gratzl-Brunnenanlage ab. Das Brunnenfest des Gartenbauvereins Muschenried startete mit einem Festgottesdienst, zelebriert von Pfarrer Eugen Wismeth und gestaltet mit rhythmischen Liedern unter Begleitung von Franz Laubmeier an der Orgel. Schon einige Jahre führt der Musikverein Seebarn dann die Vereinsabordnungen und Besucher zur Festanlage, wo auch der Frühschoppen und das Mittagessen von der zünftigen „Musi” der Blaskapelle Seebarn begleitet wird. Viele nutzten das reichhaltige Angebot und ließen sich Gegrilltes, Gyros und Salate zu familienfreundlichen Preisen schmecken. Die Frauen der Dorfgemeinschaft hatten für ein reichhaltiges Torten-und Kuchenbüfett gesorgt, so dass man hier die Qual der Wahl hatte. Vorsitzender Herbert Zangl begrüßte die „Dorfleit”, zweiten Bürgermeister Sebastian Hutzler, die Muschenrieder Vereine-Vereine auch aus dem umliegenden Orten- und alle Gäste aus nah und fern. Er bedankte sich für die Unterstützung auch in den voraus gegangenen Tagen, denn ohne die Hilfe der Dorfgemeinschaft ließe sich das Fest nicht stemmen. Sein besonderer Dank galt seinen Kolleginnen und Kollegen aus dem Vorstandsteam wie auch seinem Vorstandskollegen Michael Baier. Der Besuch des Brunnenfestes war überaus gut, was sicherlich auch dem abwechslungsreichen Angebot für Kinder geschuldet war. Der Nachwuchs konnte sich beim Kinderschminken, Go-Karts, Hüpfburg, Tattoos und Angelspiel beschäftigen. Das Brunnenfest ist für viele ein „Merker” im Kalender, kommen doch auch viele „ehemalige” Muschenrieder, alte Freunde und Bekannte zu einem Wiedersehen und gemütlichem „Ratsch” zusammen. Den Abend ausklingen ließen die zwei Musiker Benni und Ferdl, die für viele Klatscher sorgten und die Gäste zum Mitmachen animierten.
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