Kapellenverein Heinersreuth mit Jahresrückblick und Gedanken an die Zukunft
Das Kirchenjahr in der Heinersreuther Waldkapelle beginnt im Frühjahr mit dem Bittgang der Thurndorfer Gläubigen zum ersten Gottesdienst der Saison. Vorsitzender Manfred Schaller musste in seinem Bericht jedoch auf andere ungebetene Besucher zu sprechen kommen. Bei einer ganzen Reihe von Einbrüchen in Kirchen und Kapellen wurde auch die Waldkapelle heimgesucht, aber das Eingangsgitter konnte dabei nicht überwunden werden. Die Eingangstür wurde massiv beschädigt und ein Regenfallrohr wurde unbrauchbar gemacht, in dem Glauben, es handele sich um Kupfer. Die Tür und die Dachrinne konnten im vergangenen Herbst wieder gerichtet werden. Dazwischen spielte sich in den Sommermonaten das gewohnte Programm ab. Jeden zweiten Mittwoch fand im Wechsel mit der Kalvarienbergkapelle ein Wochengottesdienst statt. Einen besonderen Zuspruch erfuhr auch das Patronatsfest, welches mit den Zelebranten Pfarrer Norbert Förster aus Pegnitz, Erzbischof emer. Ludwig Schick und Domkapitular Martin Emge gleich drei namhafte Zelebranten erfahren durfte. Letzterer ist auch zugleich ein Initiator des fränkischen Marienweges, in dem die Waldkapelle integriert ist. Mariä Himmelfahrt ist neben dem Patrozinium der wichtigste Feiertag, im Zuge dessen auch eine große Anzahl von Kräuterbuschen zum Mitnehmen angeboten werden konnte. Jahr in der Waldkapelle endet mit der Adventsandacht, anschließend konnten die Besucher Glühwein und weihnachtliches Gebäck genießen. Irmgard Schaller konnte in ihrem Kassenbericht bei den wesentlichen Einnahmen verweisen auf Spenden, Mitgliedsbeiträge und den anteiligen Erlös aus dem weltlichen Teil des Patronatsfestes. Kalenderaktion, Kräuterbuschen und Palmkränzchen sowie Spenden sind ebenfalls erwähnenswerte Posten. Nur in diesem Jahr kommt die Erstattung des Versicherungsschadens hinzu, welcher aber bei der Erstattung der Handwerkerrechnungen auf die Ausgabenseite wanderte. Zu dieser zählen auch die Kosten einer mobilen WC-Anlage, Teile für eine Überwachungsanlage, die Gebäudeversicherung. Zudem wurden aus den verschiedenen Erlösen auch Spenden weitergeleitet an Hilfe für Anja, Kinderkrebshilfe und Kindermission. Bei Gegenüberstellung aller Einnahmen und Ausgaben konnte ein leichter Überschuss verzeichnet werden. Reinhard Schmidt konnte aufgrund der vorgefundenen, fehlerfreien Unterlagen die Entlastung der Vorstandschaft vorschlagen. Bürgermeister Ewald Plössner übernahm die Leitung der Neuwahlen, bei denen die beiden Vorstände Manfred Schaller und Reinhold Ziegler per Handzeichen bestätigt wurden. Ebenso war es bei der Kassen- und Schriftführung mit Irmgard Schaller und Rosi Stopfer. Bei der Kassenprüfung verblieb es wie bisher. Neu als Beisitzer wurde Markus Helldörfer ins Gremium gewählt. Der jeweilige Bürgermeister sowie der zuständige Pfarrer sind automatisch im Gremium des Kapellenvereins. Pater Samuel sagte in seinem Grußwort, jeder Mensch solle seine Talente auch für die Allgemeinheit und die Kirche einsetzen. Der Kapellenverein sei eine „Art Kirchenverwaltung“, der sich um alles kümmere, und sei eine Bereicherung für die Pfarrei. Zudem gilt im Erzbistum jetzt eine Regelung, dass überall, wo Kapellen sind, auch das Sakrament der Taufe gespendet werden kann. Das gute Miteinander möge weitergehen, auch mit der politischen Gemeinde. Bürgermeister Ewald Plössner dankte dem Kapellenverein für den Erhalt der Waldkapelle, damit auch alle kirchlichen und sonstigen gemeinschaftlichen Aktivitäten stattfinden können. Am Ende der Veranstaltung wurde noch auf die Wichtigkeit eines Kapellenvereins für den Unterhalt der Wallfahrtskirche verwiesen und vereinbart, mehr Aufmerksamkeit auf jüngere Nachfolge in der Vorstandschaft darauf hinzuwirken.