Bis auf den letzten Platz besetzt war die Pirker Marienkirche bei der Konzertandacht an Mariä Himmelfahrt mit der Geigerin Veronika Gerber. (Bild: Kerstin Kiener)

Zwischen Leid und Himmelfahrt: Mariä Himmelfahrt in Pirk

„Wie das Wetter am Himmelfahrtstag, so der ganze Herbst sein mag“, sagt eine alte Bauernregel. Wenn sie Recht behält, dürfen sich die Pirker auf einen sonnigen Herbst freuen. Bei strahlendem Sonnenschein und großer Sommerhitze fanden die Besucher in der Marienkirche Maria Heimsuchung einen angenehm kühlen Ort für die Konzertandacht zu Mariä Himmelfahrt. Das Gotteshaus war bis auf den letzten Platz gefüllt. Für die musikalische Gestaltung sorgte die aus Weiden stammende Geigerin Veronika Gerber. Mit ihrer konzentrierten und ausdrucksvollen Interpretation verlieh sie den Werken von Johann Sebastian Bach und Georg Philipp Telemann eine ganz eigene Klangfarbe. Dabei verstand sie es, die unterschiedlichen Charaktere der Kompositionen herauszuarbeiten und die Zuhörer mit ihren Werkeinführungen in die musikalische Gedankenwelt des Abends mitzunehmen. Besonders eng verband Gerber die Musik mit dem Kirchenraum. Sie lenkte den Blick auf die Darstellungen von Mariä Verkündigung, Mariä Heimsuchung und Mariä Himmelfahrt sowie auf die Krönung Mariens am Altar. Auch die Werke selbst nahm sie in diesen Zusammenhang. Bachs Sonate in g-Moll stellte sie der Leidensgeschichte Mariens gegenüber. Mit Telemanns Fantasie in A-Dur wechselte die Stimmung: Die Musik konnte als freudiger Jubel über die Himmelfahrt Mariens verstanden werden. Bachs Partita in E-Dur führte diesen Gedanken weiter – hin zur Hoffnung und Freude des christlichen Glaubens. Der Vorsitzende der Kultur Freunde Pirk, Karl Prell, übernahm die Andachtsteile und verband die musikalischen Beiträge mit Gebeten und geistlichen Impulsen. So entstand eine rund einstündige Feier, in der Musik und Glaube miteinander verbunden wurden. Einen glanzvollen Schlusspunkt setzte Veronika Gerber mit Franz Schuberts „Ave Maria“ als Zugabe. Die innige Melodie ließ die besondere Atmosphäre des Abends noch einmal aufleuchten und wurde zu einem stimmungsvollen musikalischen Ausklang. Anschließend bot der Frauenbund passend zum Fest Kräuterbüschel zum Verkauf an. Bei einem Umtrunk auf dem Kirchenvorplatz und guten Gesprächen klang der Abend der Kultur Freunde Pirk gesellig aus.
Kirwapaare mit Pfarrerin Renate Schauer. (Bild: Tanja Appel )

Kirwatanz in der St. Wolfgangskirche

„Gastfrei zu sein vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt.“ Mit diesen Satz aus dem Hebräerbrief begrüßte Pfarrerin Renate Schauer die Festgemeinde am Kirchweihgottesdienst in Hirschbach. Die Pfarrerin freute sich über den gut besuchten Gottesdienst sowie die 15 Kirwapaare, haben Sie sich doch in „ihre“ St. Wolfgangskirche aufgemacht, um dort in Gemeinschaft zu feiern und Gott zu danken. In Ihrer Predigt ging sie auf die Gastfreundschaft ein, die zentral für eine christliche Lebensgestaltung ist. „Wer steht vor meiner Tür? Ist er mir wohlgesonnen oder nützt er meine Einladung aus?“ Wir wissen es im Voraus nicht, aber es lohnt sich offen und freundlich Fremden gegenüber zu sein ohne sie im Vorfeld aufgrund ihres Berufes, ihrer Hautfarbe oder ihrer Religion in eine Schublade zu stecken. Bleiben wir gastfreundlich auch in unseren Kirchen, es könnte ja sein, dass Gott uns mit dem Fremden vor unserer Tür überrascht. Dann erzählt die Pfarrerin von einem neuen Modell in Thüringen. Hier wurden Kirchen zu Herbergen für Pilger. „Was habt ihr für Ideen, damit unsere Gemeinde lebendig bleibt?“, forderte die Pfarrerin die Gemeinde zum Nachdenken auf. Und so passte es wunderbar, dass Pfarrerin Schauer die Kirwapaare einlud - nicht wie gewohnt nach dem Gottesdienst am Hammerhof, sondern - in den Gängen der St. Wolfgangskirche zu tanzen. Der Posaunenchor unter der Leitung von Marina Rischan spielte Walzer und Bayerische, und die Paare sind der Einladung zum Tanz gefolgt. Die Gemeindeglieder klatschten und schunkelten in den Bänken dazu. Danach zogen die Paare unter den Klängen der Orgel, gespielt von Susanne Ferstl, aus der Kirche aus. Ein wunderbarer Einstieg in die Kirwazeit.
Beim Ferienprogramm eroberten 32 Kinder und Jugendliche die Vierbahnenanlage des Sportkegelclubs.  (Bild: Thomas Hacker)

Kegeln, Spaß und gute Laune beim Kinderferienprogramm

Unter dem Motto „Kegeln – Spaß – Freude“ lud der Sportkegelclub (SKC) Eintracht Eslarn im Rahmen des Kinderferienprogramms Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 14 Jahren zu einem abwechslungsreichen Nachmittag auf die Kegelbahn am Sportzentrum ein. Der Einladung folgten insgesamt 32 Kinder – 27 begeisterte Mädchen und 5 Buben. Unter der bewährten Leitung von Sportwart Thomas Hacker konnten die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer erste Erfahrungen mit dem Kegelsport sammeln und sich bei zahlreichen kindgerechten Spielen und Wettbewerben sportlich ausprobieren. Auf dem Programm standen unter anderem Bilderkegeln, Tannenbaumkegeln sowie weitere altersgerechte Kegelspiele und kleine Wettbewerbe. Dabei ging es weniger um Höchstleistungen als vielmehr um Bewegung, Geschicklichkeit und vor allem um den gemeinsamen Spaß. Schnell war die Begeisterung groß und so mancher Treffer sorgte für strahlende Gesichter und Anerkennung bei den Freundinnen und Freunden. Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Mit selbstgebackenen Köstlichkeiten und kostenlosen Getränken konnten sich die Kinder zwischendurch stärken, bevor es wieder mit viel Elan an die Kegel ging. Nach fast vier Stunden Kegelspaß, Bewegung und guter Laune ging ein rundum gelungener Feriennachmittag zu Ende. Gemeinsam wurde die Kegelbahn anschließend wieder für den regulären Trainingsbetrieb hergerichtet. Im Namen des SKC Eintracht bedankte sich Sportwart Thomas Hacker bei allen Kindern für die tolle Teilnahme und die sportliche Begeisterung. Ein besonderer Dank gilt allen Helferinnen und Helfern, die mit ihrem Einsatz für einen abwechslungsreichen und gelungenen Ferientag sorgten. Bei den Ferienprogrammen stets dabei sind die Jugendbeauftragten der Marktgemeinde, dritte Bürgermeisterin Laura Roth und Markträtin Eva-Maria Procher,
:Nach getaner Arbeit gabs für alle Kaffee und Kuchen zur Stärkung. (Bild: Maria Winter)

80 Kräuterbüschl wurden gebunden und gegen eine Spende konnten die Kirchenbesucher sie mitnehmen

Erfolgreich war auch heuer wieder die Arbeit von den Mitglieder des Katholischen Frauenbund (KDFB). Mit ihrer Vorsitzenden Claudia Rupprecht trafen sie sich im Hof von ihrem Mitglied Maria Bernhard in Steinach, um für den Großen Frauentag Kräuterbüschl zu binden. Die Frauen hatten eine riesige Anzahl von unter schiedlichsten Kräutern und Blumen aus ihren Gärten und aus den Fluren mitgebracht. Insgesamt fertigen sie 80 Kräuterbuschen an und nach getaner Arbeit gab es für alle Kaffee und Kuchen. Am nächsten Tag wurden sie in Körben für die beiden Gottesdienste an Maria Himmelfahrt bereit gestellt. In Döllnitz in der Expositurkirche St. Jakob 30 und in der Pfarrkirche St. Margareta in Leuchtenberg 50 Sträuße. Pater Jo Jovilla Kurian segnete die Blumengebinde und in der Predigt ging er auf die Bedeutung der Kräuterbüschel ein. Er dankte auch den KDFB-Frauen, die alljährlich sich diese Mühe machen und damit diesen kirchlichen Brauch aufrecht erhalten. Es sind mindestens sieben Kräuter in jedem Büschl, es können auch neun, 12, 14 oder 24 Kräuter sein, je nach Region ist das unterschiedlich und jede Zahl hat eine besondere Bedeutung. Nach dem Gottesdienst konnten die Kirchenbesucher die Gebinde gegen eine Spende mit nach Hause nehmen. So kam in Döllnitz der Betrag von 153 Euro und in Leuchtenberg 305 Euro zusammen. Der KDFB spendet die Summe den beiden Gotteshäusern zur Verwendung für den Kirchenschmuck.
Pater Joseph zelebrierte die Vorabendmesse in der Ortsmitte. (Bild: Anita Hirmer)

Gläubige feiern Hochfest am Dorfkreuz

Am 14.08.2026 feierte die Dorfgemeinschaft und zahlreiche Gläubige einen Gottesdienst unter dem schattigen Blätterdach mächtiger Eichen und Linden in der Dorfmitte. Anlass war das Hochfest Mariä Himmelfahrt verbunden mit dem traditionellen Kreuzfest am Dorfkreuz, das vor 25 Jahren von den Dorfbewohnern und unter besonderem Einsatz von Alfred Uschold aufgestellt und 2018 um einen Glockenturm erweitert wurde. Seitdem ist die Dorfmitte nun ein fester Ort des Innehaltens und der Gemeinschaft. Pater Joseph zelebrierte die Messe und fand in seiner Predigt Worte, die den Menschen aus der Seele sprachen. Er sparte dabei die alltäglichen Sorgen und Nöte nicht aus. Mit dem bekannten Spruch „Unter jedem Dach ist ein Ach” betonte er, dass kein Leben lastenfrei sei, rief aber dazu auf, wie Maria das Vertrauen auf Gott nicht zu verlieren. Maria zeige uns, wie man sich trotz aller Widrigkeiten des Lebens voll und ganz Gott anvertrauen kann. Ein traditioneller Höhepunkt war die Segnung der Kräuterbuschen, die von den Ministrantinnen und Ministranten der Filialgemeinde Oberlind vorbereitet worden waren. Zum Ende des feierlichen Gottesdienstes ergriff Ortssprecher Hans Kopp das Wort. Er sprach Pater Joseph für die würdevolle Gestaltung der Messe seinen tiefen Dank aus. Ein herzliches Vergelt´s Gott richtete er ebenso an das Mesnerehepaar, den Ministranten und den Lektoren für ihren Dienst am Altar. Abschließend dankte Kopp allen Helferinnen und Helfern, die zum Gelingen des Festes beigetragen hatten, und lud die gesamte Festgemeinde zum gemütlichen Beisammensein in die Meißner Halle ein. Bei Kaffee, Kuchen, Grillspezialitäten und kalten Getränken fand der Abend einen rundum gelungenen Abschluss.
24 Radler unterwegs bei Niederärndt. (Bild: Karin Hiltel)

Gemeinsam Radeln auf dem Simultankirchen Radweg Route 3 am 15. August 2026

Bei strahlendem Sonnenschein machten sich am Kirchweih-Samstag, 15. August 2026 insgesamt 24 Radler auf dem Weg, um gemeinsam die Route 3 des Simultankirchenradwegs zu erkunden. Start war um 9 Uhr an der St. Laurentius Kirche in Kürmreuth, der Simultankirche des Jahres 2026. Nach einem kurzen Segen in der Kirche führte die rund dreieinhalbstündige Tour über Niederärndt, Edelsfeld, Holnstein, Eschenfelden und Königstein zurück nach Kürmreuth. Natürlich wurde an jeder Simultankirche Halt gemacht und die Kirchen besichtigt. Pfr. Ahnert erzählte gerne etwas über die St. Stephanus Kirche in Edelsfeld. Florian Rieger von der evang. Kirchengemeinde Eschenfelden wusste vieles Wissenswertes zu der St. Joseph Kirche in Niederärndt und der St. Georg Kirche in Königstein. Die Organisatorin der Radltour, Kirchenvorsteherin Karin Hiltel konnte einige Anekdoten zu den Kirchen beitragen. Bei hochsommerlichen Temperaturen war eine Pause mit Getränken und Obst im evang. Gemeindehaus in Eschenfelden sehr willkommen. Anschließend führte Florian Rieger durch die Corpus Christus Kirche in Eschenfelden, eine von noch drei aktiven Simultankirchen auf der ca. 26 km langen Route 3. Gegen 12.30 Uhr erreichte die Gruppe wieder wohlbehalten und durstig Kürmreuth. Eine gemeinsame Einkehr im Gasthof Zur Post mit Kirwatreiben und Baumaufstellen rundete den gelungenen Ausflug ab. Alle waren sich einig, dass gemeinsames ökumenisches Radeln über Gemeindegrenzen hinweg verbindet und Spaß macht. Unter www.simultankirchenradweg.de können 10 verschiedene Routen in der ganzen Oberpfalz erkundet werden. Nachahmung empfehlenswert!
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