Drei Feuerwehren, zwei Gemeinden, drei Geschwister – eine starke Gemeinschaft
Leistungsprüfung erfolgreich abgelegt
Zwei Löschgruppen, drei Feuerwehren und zwei Gemeinden, was auf dem Papier nach einer besonderen Konstellation klingt, wurde bei der Leistungsprüfung am „Einsatzort“ in Kössing zu einem eindrucksvollen Beispiel gelebter Kameradschaft. Mit guter Vorbereitung, Teamwork und gegenseitigem Vertrauen stellten sich die Frauen und Männer den Anforderungen und meisterten die Prüfung erfolgreich. Besonders stolz ist man in Böhmischbruck auf die besondere Zusammenarbeit: Eine Löschgruppe der Stufe 1 setzte sich aus Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren Böhmischbruck, Ödpielmannsberg und Waldau zusammen. Damit wurde zugleich die Gemeindegrenze zwischen Vohenstrauß und Moosbach ganz selbstverständlich überwunden. Und auch familiäre Grenzen spielten keine Rolle: Die Geschwister Sophia und Kilian Koller gehören zur Feuerwehr Waldau, ihre große Schwester Madlen Koller ist bei der Feuerwehr Böhmischbruck aktiv. Drei Geschwister, zwei Wehren und gemeinsam für eine Sache im Einsatz. Auch die zweite Gruppe trat in gemischter Besetzung an und bewies, dass Feuerwehrgemeinschaft dort funktioniert, wo man sich aufeinander verlassen kann. Von den ersten Übungseinheiten bis zum Prüfungstag hieß es deshalb gemeinsam üben, Handgriffe abstimmen, Verantwortung übernehmen und als Team funktionieren. Denn genau das macht Feuerwehr aus, jeder muss seinen Platz kennen und sich darauf verlassen können, dass der andere zur Stelle ist. Mit strengem Blick und geschultem Auge verfolgte das Schiedsrichterteam die Prüfung. Kreisbrandmeister Thomas Kleber, Kommandant Anton Schwägerl aus Vohenstrauß und Feuerwehrkamerad Hans-Peter Müller aus Waidhaus hatten Leistungsprüfungsunterlagen, Stoppuhren, Block und Stift griffbereit und achteten genau darauf, dass jeder Handgriff saß. Auch erster Bürgermeister Uli Münchmeier ließ es sich nicht nehmen, der Prüfung beizuwohnen. Nach dem erfolgreichen Abschluss zeigte er sich sichtlich stolz und dankte den Feuerwehrleuten für ihren Einsatz. Neben Beruf, Familie und persönlichen Interessen stellten sie ihre Zeit in den Dienst der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger von Vohenstrauß und des gesamten Landkreises. „Sie sind Vorbilder und ein Beispiel für unsere Bevölkerung“, würdigte Münchmeier das Engagement. Auch dritte Bürgermeisterin Ulrike Guttenberger aus Moosbach fieberte am Rand des Geschehens mit. Obwohl sie „nur Zuschauerin“ gewesen sei, sei sie durchaus nervös gewesen, bekannte sie nach der Prüfung. Umso mehr freue sie sich, dass die gemeindeübergreifende Kommunikation und Zusammenarbeit so gut funktioniere. Zahlreiche Zuschauer aus den beteiligten Gemeinden verfolgten die Prüfung am Rand und belohnten die erfolgreiche Leistung anschließend mit herzlichem Applaus. Ein schöner Beweis dafür, dass das Engagement der Feuerwehr auch von der Bevölkerung gesehen und wertgeschätzt wird. Kommandant Andreas Sax von der Feuerwehr Böhmischbruck fand ebenfalls anerkennende Worte für die beiden Gruppen. Bei Übung und Einsatz sei auf die Frauen und Männer immer Verlass. Auch das Böhmischbrucker Urgestein Ludwig Höning absolvierte als dienstältestes FFW-Mitglied ein weiteres Leistungsabzeichen und nahm es mit nach Hause beziehungsweise zu seiner Wehr, ein besonderer Moment für die Kameradschaft. Dann hieß es: Nach der Übung ist vor der Übung. Bevor jedoch zum gemütlichen Teil übergegangen werden konnte, wurden Schläuche und sämtliches Arbeitsmaterial wieder sauber und ordentlich versorgt und für den nächsten Einsatz bereitgelegt. Erst danach lud Andreas Sax alle Beteiligten zum gemeinsamen Schaschlik-Essen ins Feuerwehrhaus ein. Ein verdienter Abschluss für einen Prüfungstag, der einmal mehr gezeigt hat: Wenn mehrere Feuerwehren über Gemeindegrenzen hinweg zusammenhalten, wird aus vielen einzelnen Einsatzkräften eine starke Gemeinschaft.