Zusammenhalt in jeder Situation kann lebensrettend sein. (Bild: Gabriele Buchbinder )

Drei Feuerwehren, zwei Gemeinden, drei Geschwister – eine starke Gemeinschaft
Leistungsprüfung erfolgreich abgelegt

Zwei Löschgruppen, drei Feuerwehren und zwei Gemeinden, was auf dem Papier nach einer besonderen Konstellation klingt, wurde bei der Leistungsprüfung am „Einsatzort“ in Kössing zu einem eindrucksvollen Beispiel gelebter Kameradschaft. Mit guter Vorbereitung, Teamwork und gegenseitigem Vertrauen stellten sich die Frauen und Männer den Anforderungen und meisterten die Prüfung erfolgreich. Besonders stolz ist man in Böhmischbruck auf die besondere Zusammenarbeit: Eine Löschgruppe der Stufe 1 setzte sich aus Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren Böhmischbruck, Ödpielmannsberg und Waldau zusammen. Damit wurde zugleich die Gemeindegrenze zwischen Vohenstrauß und Moosbach ganz selbstverständlich überwunden. Und auch familiäre Grenzen spielten keine Rolle: Die Geschwister Sophia und Kilian Koller gehören zur Feuerwehr Waldau, ihre große Schwester Madlen Koller ist bei der Feuerwehr Böhmischbruck aktiv. Drei Geschwister, zwei Wehren und gemeinsam für eine Sache im Einsatz. Auch die zweite Gruppe trat in gemischter Besetzung an und bewies, dass Feuerwehrgemeinschaft dort funktioniert, wo man sich aufeinander verlassen kann. Von den ersten Übungseinheiten bis zum Prüfungstag hieß es deshalb gemeinsam üben, Handgriffe abstimmen, Verantwortung übernehmen und als Team funktionieren. Denn genau das macht Feuerwehr aus, jeder muss seinen Platz kennen und sich darauf verlassen können, dass der andere zur Stelle ist. Mit strengem Blick und geschultem Auge verfolgte das Schiedsrichterteam die Prüfung. Kreisbrandmeister Thomas Kleber, Kommandant Anton Schwägerl aus Vohenstrauß und Feuerwehrkamerad Hans-Peter Müller aus Waidhaus hatten Leistungsprüfungsunterlagen, Stoppuhren, Block und Stift griffbereit und achteten genau darauf, dass jeder Handgriff saß. Auch erster Bürgermeister Uli Münchmeier ließ es sich nicht nehmen, der Prüfung beizuwohnen. Nach dem erfolgreichen Abschluss zeigte er sich sichtlich stolz und dankte den Feuerwehrleuten für ihren Einsatz. Neben Beruf, Familie und persönlichen Interessen stellten sie ihre Zeit in den Dienst der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger von Vohenstrauß und des gesamten Landkreises. „Sie sind Vorbilder und ein Beispiel für unsere Bevölkerung“, würdigte Münchmeier das Engagement. Auch dritte Bürgermeisterin Ulrike Guttenberger aus Moosbach fieberte am Rand des Geschehens mit. Obwohl sie „nur Zuschauerin“ gewesen sei, sei sie durchaus nervös gewesen, bekannte sie nach der Prüfung. Umso mehr freue sie sich, dass die gemeindeübergreifende Kommunikation und Zusammenarbeit so gut funktioniere. Zahlreiche Zuschauer aus den beteiligten Gemeinden verfolgten die Prüfung am Rand und belohnten die erfolgreiche Leistung anschließend mit herzlichem Applaus. Ein schöner Beweis dafür, dass das Engagement der Feuerwehr auch von der Bevölkerung gesehen und wertgeschätzt wird. Kommandant Andreas Sax von der Feuerwehr Böhmischbruck fand ebenfalls anerkennende Worte für die beiden Gruppen. Bei Übung und Einsatz sei auf die Frauen und Männer immer Verlass. Auch das Böhmischbrucker Urgestein Ludwig Höning absolvierte als dienstältestes FFW-Mitglied ein weiteres Leistungsabzeichen und nahm es mit nach Hause beziehungsweise zu seiner Wehr, ein besonderer Moment für die Kameradschaft. Dann hieß es: Nach der Übung ist vor der Übung. Bevor jedoch zum gemütlichen Teil übergegangen werden konnte, wurden Schläuche und sämtliches Arbeitsmaterial wieder sauber und ordentlich versorgt und für den nächsten Einsatz bereitgelegt. Erst danach lud Andreas Sax alle Beteiligten zum gemeinsamen Schaschlik-Essen ins Feuerwehrhaus ein. Ein verdienter Abschluss für einen Prüfungstag, der einmal mehr gezeigt hat: Wenn mehrere Feuerwehren über Gemeindegrenzen hinweg zusammenhalten, wird aus vielen einzelnen Einsatzkräften eine starke Gemeinschaft.
Mit mehr als 50 Zuhörern diskutierten Eric Gellert (Wasserwirtschaftsamt Weiden), Reinhold Wilterius (Bund Naturschutz), MdL Laura Weber und PFAS-Experte Klaus Erlmeier (von rechts).  (Bild: Gabi Eichl)

PFAS-Belastung im Truppenübungsplatz: Kritik an Informationspolitik der US Army

Wie sehr die Menschen in und um Grafenwöhr das Thema PFAS (sogenannte „Ewigkeitschemikalien”) in ihrem Wasser umtreibt, wie groß die Verunsicherung ist, hat eine Informationsveranstaltung des Grünen-Kreisverbandes Neustadt/WN zusammen mit der Grünen-Landtagsabgeordneten Laura Weber gezeigt. Mehr als 50 Zuhörerinnen und Zuhörer diskutierten mit Experten unter anderem des Wasserwirtschaftsamtes Weiden. Der kleine Saal des katholischen Jugendheims war voll. Kritisiert wurde an dem Abend mehrfach die Informationspolitik der US Army, die bisher über das Angelverbot im Truppenübungsplatz hinaus keine weiteren Angaben zum genauen Ort und Umfang der PFAS-Belastung mache. Sicher sei aktuell nur, dass die Ursache jahrzehntelang verwendete Löschschäume mit PFOS seien, eine der Ewigkeitschemikalien aus der Gruppe der PFAS. Die Vertreter des Wasserwirtschaftsamtes, Eric Gellert und Helmut Jahn, hätten sich eigenem Bekunden nach auch eine offenere Kommunikation gewünscht, baten angesichts der aktuellen geopolitischen Lage aber auch um Verständnis für die Haltung des US-Militärs. Dem Amt seien alle Daten bekannt, es liefen bereits Voruntersuchungen und erste Sanierungsarbeiten an den Eintragsquellen; die Sanierung sei jedoch technisch extrem komplex, ein messbarer Erfolg im Abstrom des Grundwassers könne Jahre dauern. Dem Vorsitzenden der BN-Ortsgruppe Kirchenthumbach, Reinhold Wilterius, versicherte Gellert, der Bund Naturschutz werde Antworten auf seine Anfrage nach dem Umweltinformationsgesetz bekommen, möglicherweise noch Ende des Monats.
Mit einem Empfang und den Eintrag ins goldene Buch der Gemeinde Pirk würdigte Bürgermeister Michael Meiler die herausragende Leistung im Kegeln von Hannelore Wagner. (Bild: Michael Meiler)

Hannelore Wagner als Deutsche Meisterin geehrt

Im Sitzungssaal des Pirker Rathauses wurde Hannelore Wagner, Deutsche Meisterin im Kegeln, von Bürgermeister Michael Meiler für ihren sportlichen Erfolg geehrt. Im Rahmen des Empfangs trug sie sich in das Goldene Buch der Gemeinde Pirk ein. „Eine deutsche Meisterin fällt ja nicht einfach vom Himmel“, stellte Meiler fest und blickte auf Wagners langjährigen sportlichen Weg zurück. Dieser begann 2003 mit dem Hobbykegeln in Schirmitz. Seit 2006 betreibt sie den Kegelsport im Wettkampf. Von 2011 bis 2023 gehörte sie der Damenmannschaft des SC Luhe-Wildenau an, seit 2023 startet sie für die SpVgg Pirk. Mit einem Augenzwinkern stellte Meiler fest: „Pirk nimmt eben alles – sogar Lochkugelkegler.“ Bei den Meisterschaften des SKV Weiden erreichte Wagner in ihrer Laufbahn zehnmal den ersten Platz in ihrer jeweiligen Altersklasse. 2023 belegte sie den dritten Platz im bayerischen Seniorinnenpokal. 2025 und 2026 wurde sie Bezirksmeisterin. Bei den Bayerischen Meisterschaften erreichte sie 2025 in Bamberg den zehnten und 2026 in Augsburg den achten Platz. Der bisherige Höhepunkt folgte 2026 bei der Deutschen Meisterschaft in Lorsch. Nach einer Nachnominierung erreichte Wagner mit 550 Holz im Vorlauf und 563 Holz im Endlauf den Titel Deutsche Meisterin der Seniorinnen C. Meiler würdigte die langjährige sportliche Leistung und den Einsatz der Keglerin. Ihr Weg zeige, dass sportliche Ziele keine Frage des Alters seien. „Es ist eine Frage des Wollens“, betonte der Bürgermeister. Mit ihren Erfolgen vertrete Wagner die SpVgg Pirk und die Gemeinde weit über die Region hinaus. Auch Josef Schiesl, Vorsitzender der SpVgg Pirk, gratulierte der Deutschen Meisterin und brachte seinen Stolz über den Erfolg zum Ausdruck. Katharina Nickl, Abteilungsleiterin Kegeln, überbrachte die Glückwünsche der gesamten Kegelabteilung. Mit dem Eintrag in das Goldene Buch würdigte die Gemeinde Hannelore Wagner für ihre herausragende sportliche Leistung.
Die Gründungsmitglieder Tauchchlub TRITON Amberg, von links: Leo Götz, 1. Vorstand Wolfgang Gebhard, Georg Radl, Schriftführer Stefan Neubauer, Reiner Fojt, Verstorben sind Franz Platzer und Manfred Schmeisser (Bild: Uwe Funke)

Neuwahlen beim Tauchclub Triton Amberg und Jubiläum

Der Tauchclub TRITON Amberg hat gewählt. Nachdem der bisherige Vorstand Gerhard Preuss nach langer Krankheit verstorben ist, waren Neuwahlen fällig. Wolfgang Gebhard führt nun den Club an, sein Stellvertreter ist Robert Fischer, Schriftführer bleibt Stefan Neubauer. Es standen aber nicht nur Neuwahlen an: Die ehemaligen Haifischbrater am Amberger Altstadtfest feiern auch ihren 50. Geburtstag. Im September 1976 hoben sieben Tauchsportbegeisterte den Club aus der Taufe. Gründungsvorstand und Motor des Ganzen war Georg Radl, mit dabei waren Manfred Schmeisser, Wolfgang Gebhard, Leo Götz, Reiner Fojt und Stefan Neubauer. Vorbild für die Namensgebung war das Tritonshorn, beheimatet unter anderem im Indischen Ozean, das bis heute das Logo des Vereins darstellt. Formell wurde der Rahmen für einen e. V. geschaffen, bis heute wurde aber bewusst auf einen Eintrag ins Vereinsregister verzichtet. Nicht die schiere Größe nach Anzahl der Mitglieder hatte Priorität. Die Persönlichkeit des Einzelnen war den Tritonen wichtig, ebenso die Verbundenheit zum Leben im und unter Wasser. Wer Mitglied werden wollte, musste sich zeigen; man lernte sich gegenseitig kennen und respektieren. Ein Prozedere, das sich über die vielen Jahre bewährt hat. 14 Mitglieder zählt der Club aktuell. Einige jüngere Taucher, die sich diesem Sport verschrieben haben, kamen in den vergangenen Jahren dazu. Einem Fortbestehen des kleinen, aber feinen Vereins steht damit nichts im Wege. Haifische werden am Amberger Altstadtfest schon lange nicht mehr gebraten. Zum einen haben sich die Rahmenbedingungen für kleine Vereine geändert, viel schöner ist es aber auch, sie unter Wasser anzuschauen.
Für demente Mitmenschen kann so ein Umhängetuch mit alten Fotos und bekannten Gegenständen viele Erinnerungen wachrütteln. (Bild: Nikolaus Scherr)

Seniorentreff in Waldbadgaststätte zeigt nützliche Alltagshilfen

Beim Seniorentreff im September 2026 zeigte Martina Pfeilschifter viele Hilfsmittel für ältere Menschen. Wieder gut besucht war der letzte Seniorentreff in der Waldbadgaststätte. Helga Adlhoch, Seniorenbeauftragte und Organisatorin, begrüßte die Gäste; auch Bürgermeister Martin Holler war anwesend, wies auf die derzeit laufende Bürgerbefragung hin und gab einige aktuelle Veranstaltungshinweise. Viele interessante Alltagshilfen hatte Martina Pfeilschifter von der Seniorenkontaktstelle im Landratsamt Cham mitgebracht. Aus einem großen Reisekoffer holte sie zahlreiche nützliche Dinge für ältere oder in ihrer Beweglichkeit eingeschränkte Personen hervor. Darunter war etwa eine Strumpfanziehhilfe, die viele für Stützstrümpfe benutzen, oder eine Zahnbürste speziell für Gebissträger. Gut gebrauchen können Kartenspieler die sogenannten Aufsteckhilfen; versierte Näherinnen können eine solche aber auch aus zwei CD-Scheiben selbst herstellen. Vielen bekannt sind Tablettensortierer für einen Tag oder eine ganze Woche. Viele Gegenstände also, die das Leben erleichtern können und von den Kranken- oder Pflegekassen finanziert werden. Abschließend gab es für jeden Gast einen praktischen Flaschenöffner, mit dem sich Schraubverschlüsse leicht öffnen und wieder verschließen lassen. Helga Adlhoch sagte ein herzliches Vergelt's Gott für den Besuch und die nützlichen Informationen für die älteren Bürger und überreichte zum Dank ein kleines Präsent.
north