Die Spartenleitung mit Franziska Haas-Würz (l.) und Armin Hofrichter (r.) gratulierte mit den Laudatoren Altbürgermeister Gotthard Färber (2.v.l.) und Heimatvereinschef Hubert Haas (2.v.r.) den Ehrenmitgliedern Peter Röhlinger (ab 3.v.l.), Marion Fleischmann und Hans Hofrichter. (Bild: Michael Rabenhofer)

d`Goaslandler ernennen bei Festabend drei Ehrenmitglieder

Beim Festabend der Riedener Theatergruppe „d´Goaslandler” wurde es nicht nur lustig und urwitzig sondern auch berührend und emotional. Mit großem Stolz ernannte man an diesem Abend drei Spartenangehörige zu Ehrenmitgliedern. Neben einer Ehrenurkunde gab es für die drei einen bayerischen Löwen als Auszeichnung, der das Wappen mit der Goas auf der Brust trägt. Als erster Laudator würdigte Hans Hofrichter Marion Fleischmann, welche in verschiedenste Charaktere auf der Bühne in 15 Aufführungen schlüpfte. Zudem war sie verantwortliche Spartenleiterin, stv. Spartenleiterin und Beisitzerin. „Du hast dazu beigetragen, dass unsere Theatergruppe mehr ist als ein Verein. Nicht umsonst wird sie liebevoll die Mutter unserer Theatergruppe genannt. Sie hat immer ein offenes Ohr, kümmert sich und denkt an andere”, so Hofrichter. Das große Engagement des an diesem Abend ebenfalls zum Ehrenmitglied ernannten Peter Röhlinger würdigte Altbürgermeister Gotthard Färber. Emotional berührt zeigte sich dabei nicht nur der „Pit“ sondern auch sein Laudator, der „Kik“. Peter Röhlinger kommt auf zehn Einsätze. „Lieber Pit, Du bist jemand, der mit anpackt, Verantwortung übernimmt und dabei nie den Humor verliert. Mit deinem schwäbischen Charme, deiner Verlässlichkeit, deinem Engagement als Lichttechniker und deinen vielen Rollen – als Bürgermeister, Petrus oder Oberstleutnant – hast du die Theatergruppe Goaslandler geprägt.“Als weiteres Ehrenmitglied durfte man Hans Hofrichter benennen. Er wurde in der Laudatio von Heimatvereinsvorsitzenden Hubert Haas hervorgehoben. In 15 Stücken brachte er bereits mit wenigen Worten das Publikum zum Lachen, etwa mit den Schaufe in Gspenstermacher, den Boandlkramer, einen Domkapitular oder den Luftgitarre spielenden Friedhelm Bundschuh. Die musikalischen Einlagen von Hans Hofrichter sind legendär. Abseits des Rampenlichtes kümmert sich Hofrichter um den Bühnenaufbau und hilft ehrenamtlich in verschiedensten Aufgaben im Heimatverein Rieden mit.
Hinter Sonnenbrillen verbarg das Seniorenbetreuungsteam seine Wehmut über den Abschied von Pater Jimmy, der Schlicht nicht nur wegen des Bildes in guter Erinnerung behalten wird. (Bild: Karl Kohl)

„Was auch immer bricht, unsere Freundschaft nicht!“
Schlichter Senioren nehmen wehmütig Abschied von Pater Jimmy

Überaus zahlreich waren die älteren Semester der Einladung des Schlichter Seniorenbetreuungsteams zum Sommerfest auf dem Kirchhof gefolgt, konnten es in den aufgebauten Zelten und bei einer frischen Brise gut aushalten und hatten viel Freude. Dazu trugen wesentlich die vorzügliche Bewirtung bei Kaffee und exquisiten Kuchen und Torten und später mit Bratwürsten vom Grill, die abwechslungsreiche musikalische Unterhaltung durch die „Haus- und Hofmusiker“ Hans, Josef und Rainer sowie ein unterhaltsames Quiz mit Fragen zu Schlicht und zu den Kirchen und Geistlichen in der Pfarrei bei. Große Erheiterung herrschte dann bei der mit Spannung erwarteten Preisvergabe: Neben einer prall gefüllten Obstschale, einem Kilo Gehackten, einer handlichen Schreibmaschine mit Drucker gab es auch Karten für eine romantischen Weinabend zu zweit, eine Reise zum Mars und zurück und den Schwarz-Weiß-Ball des Jahres. Und der Hauptpreis, ein BMW frisch aus der Produktion wurde schließlich vom Grillmeister Charles de Kohl persönlich geliefert. Wehmütiger Höhepunkt war aber der Abschied der Senioren von Pfarrvikar Pater Jimmy Joseph, der Schlicht Ende August verlassen wird. Das Betreuungsteam verbarg seine Tränen hinter dicken Sonnenbrillen, als es sang: „Ganz Schlicht weint, weil der Jimmy geht – oh weh – oh weh!“ und weiter „Marmor Stein und Eisen bricht, aber unsere Freundschaft nicht!“ Zuneigung und Dankbarkeit soll auch eine Collage mit Fotos von Pater Jimmy und den Schlichter Senioren ausdrücken, die ihm überreicht wurde. Großer Beifall der Anwesenden unterstrich die Wehmut dieses Abschieds und auch Pater Jimmy selbst machte kein Hehl daraus, dass er Schlicht und die Pfarreiengemeinschaft sehr ungern verlässt, nicht zuletzt deshalb, weil er gerade zu den Schlichter Senioren eine sehr innige Verbundenheit spüre.
Viel Zeit ließ sich Pfarrer Thomas Stohldreier bei der Segnung der frisch renovierten St. Georgskirche in Enzenrieth. (Bild: Kerstin Kiener)

Mit Weihwasser und Ukulele: Enzenrieth feiert den Abschluss der Kirchensanierung

Mit einem feierlichen Gottesdienst hat die Pfarrgemeinde am Sonntag den Abschluss der Außensanierung der Filialkirche St. Georg gefeiert. Zahlreiche Gläubige versammelten sich vor dem Gotteshaus, das nach rund zehn Jahren Planung und umfangreichen Arbeiten wieder in neuem Glanz erstrahlt. Musikalisch umrahmten die Blechfrösche die Feier. Pfarrer Thomas Stohldreier stellte den Gottesdienst ganz unter den Gedanken des Dankes. In seiner Predigt griff er die Geschichte der Sanierung auf und trug den Rückblick von Kirchenpfleger Herbert Argauer vor. Die lange Planung, die schwierige Finanzierung und die baulichen Herausforderungen kommentierte er und spannte dabei den Bogen zur Verantwortung für den Erhalt des Gotteshauses. Viel Zeit nahm sich Stohldreier für die Segnung der Kirche. Gemeinsam mit den Kirchenverwaltungsmitgliedern Herbert Argauer, Markus Forster und Alfons Gallersdörfer sowie Mesnerin Angelika Kummer umrundete er das Gotteshaus und segnete es von allen Seiten. Anschließend ging es in die Kirche, wo der Pfarrer auch den Innenraum reichlich mit Weihwasser segnete. Im Anschluss erläuterte Dipl.-Ing. Anton Landgraf vom Ingenieurbüro ALS die wichtigsten Sanierungsmaßnahmen. Dabei bekannte er, noch nie „eine so kleine Kirche mit einer so langen Geschichte“ saniert zu haben. Als größte Herausforderungen nannte er den lehmigen Untergrund, der ständig arbeitet, unterschiedlich tiefe Fundamente – an einer Stelle war das Fundament nur rund 40 Zentimeter tief – und den Dachstuhl, der direkt auf der Decke auflag und zusätzlichen Druck auf das Mauerwerk ausübte. Die statischen Probleme konnten behoben werden, die Fundamente wurden aus Kostengründen jedoch nur dort verstärkt, wo es notwendig war. Für einen unerwartet heiteren Schlusspunkt sorgte Landgraf selbst. Statt seine Ausführungen einfach zu beenden, griff er zur Ukulele und brachte der frisch sanierten Kirche mit eigens umgetexteten Schlagermelodien ein Ständchen. Die Besucher quittierten den ungewöhnlichen Auftritt mit herzlichem Applaus. Beim anschließenden Weißwurstfrühschoppen der Freiwilligen Feuerwehr Pirk klang die Feier gemütlich aus.
Im Rahmen ihres Dorffestes feiern die Immenstettener mit ihren Gästen mit Pfarrer Josef Irlbacher einen Gottesdienst an der Dorfkapelle. (Bild: Alfred Schorner)

Gelebten Glauben in der Dorfgemeinschaft Immenstetten

Im Mittelpunkt des Dorfes Immenstetten steht die 1902 im gotischen Stil erbaute Kapelle. Hier versammeln sich alljährlich die Angehörigen der Pfarrei Aschach-Raigering, um anlässlich des Dorffestes einen Gottesdienst zu besuchen. Unter den Schatten spendender Bäumen feierten die Gläubigen mit Pfarrer Josef Irlbacher die Hl. Messe. Dieser zeigte sich erfreut in der Dorfgemeinschaft gelebten Glauben erfahren zu dürfen und dankte den Organisatoren. In seiner Predigt verwies er auf Gemeinsamkeiten zwischen der Ausschmückung der Dorfkapelle und der Pfarreiengemeinschaft AM Mariahilfberg. Ein kleineres Fenster an der Ostseite des Altarraumes zeigt die Heilige Dreifaltigkeit, die Decke der Kapelle ziert ein großes ovales Gemälde mit der Heiligen Familie. An die Zeit der Gotik erinnern die an den Seitenwänden eingebauten vier bleiverglasten Spitzbogenfenster, die mit farbigen Ornamenten versehen sind. An der Vorderseite der Kapelle über der Eingangstür erhebt sich ein kleiner schlanker Turm, eine Holzkonstruktion, die mit Kupferblech ummantelt ist. In dessen Innern hängt eine Glocke. Die Turmspitze ziert eine goldene Kugel mit Kreuz. Beiderseits des Mittelgangs sind neun Kirchenstühle aufgestellt, die jeweils drei Personen Platz bieten. Sie erinnern an die neun Immenstettener Bürger, die den Bau fertig gestellt haben. An den Längsseiten in halber Höhe der Fenster sind Motivtafeln der 14 Kreuzwegstationen zu sehen. Eine Gedenktafel erinnert an die ortsansässigen Gefallenen beider Weltkriege. Im Altarraum, der etwas erhöht ist, steht ein reich mit Ornamenten verzierter neugotischer Holzaltar. Im Mittelteil befindet sich in einer Nische eine Nachbildung der Schwarzen-Mutter-Gottes Statue von Altötting. Rechts und links stehen auf Konsolen drei Heiligenfiguren, eine davon stellt den heiligen Franziskus mit einem Kind dar.
Die Wandergruppe mit ihren Betreuern vor dem Hochbehälter. (Bild: Annemarie Mösbauer)

Der Natur auf der Spur

Im Rahmen des Ferienprogramms, organisiert vom Bürgerforum, erlebten die Buben und Mädchen einen interessanten und lehrreichen Nachmittag. Gemeinsam mit dem Naturfotografen Joe Häckl, den Mitgliedern des Forums Regina Ippisch und Herbert Gruber und dem ehemaligen zweiten Bürgermeister Hans Bock wanderten sie von Windhals aus durch den Wald zum Hochbehälter. Unter Anleitung von Joe Häckl waren sie ständig auf der Suche nach Besonderheiten der Natur und Tieren. Schon bald merkten sie, dass die Natur momentan aufgrund der Trockenheit nicht sehr vielfältig und üppig ist. Bildlich hielten sie eine Libelle, einen Frosch und viele Federn fest. Am Hochbehälter erwartete sie schon Alfred Frischmann. Er erklärte den Kindern den sehr aufwendigen Weg des Wassers von der Quelle bis zum Wasserhahn in den Häusern. Das Wasser der neun Winklarner Quellen wird gefasst und zum Winklarner und auch zum Muschenrieder Hochbehälter geleitet, denn die zwei Muschenrieder Quellen sind stillgelegt. Schon beim Einlauf in den Hochbehälter werden Kleinteile entfernt. Die UV-Anlage tötet etwaige Keime und Bakterien und mit Hilfe von Filterkies wird das Wasser entsäuert und das Eisen herausfiltriert. Das Wasser vom Frauenstein ist sehr weich, aber auch eisenhaltig. Zwei runde Behälter mit je 225.000 Litern speichern das Wasser, bevor es ohne Pumpe in die Haushalte kommt. Die Schüttung der Quellen geht in der Trockenheit merklich zurück, aber momentan ist der tägliche Wasserbedarf von 170 Kubikmetern noch gesichert, so der Wasserwart. Anschließend ging Hans Bock auf die Geschichte der Wasserversorgung ein. Ursprünglich hatte jedes Haus seinen eigenen Brunnen oder musste das Wasser vom Gemeinschaftsbrunnen am Marktplatz holen. Um 1930 gab es schon zwei Wasserleitungen nach Winklarn, eine vom Kalvarienberg und eine vom Kolm (Wald zwischen Zengeröd und Kulz). 1936 wurde dann die erste Leitung von Frauenstein gegraben. Durch den steigenden Wasserverbrauch kam immer wieder eine Quelle dazu. Die letzte neue Quellenfassung, die Erneuerung der Leitung und der Bau des Hochbehälters waren von 2000 bis 2003. Auf dem Rückweg nach Windhals fanden sie noch einige Besonderheiten und lichteten sie ab. Aus den gesammelten Bildern fertigte Joe Häckl ein Abschlussvideo mit allen Eindrücken an. Eine gemeinsame Brotzeit rundete die sehr interessante Wanderung ab.
Dass Highlight am Ende des Ferienprogramms: ein nach Aloe Vera duftender Schaumteppich, in dem die Kinder nach Herzenslust herumtobten. (Bild: Tanja Pflaum)

Ferienspaß mit der Feuerwehr Waldthurn

Die Sonne strahlte am vergangenen Samstagnachmittag mit den Kindern um die Wette, die zum Ferienprogramm der Waldthurner Floriansjünger gekommen waren. Über 70 Kinder hatten sich dafür bei der Gemeinde angemeldet, dazu kamen noch die kleinen Gäste, die sich spontan für einen Besuch entschieden hatten. Die Feuerwehrrallye mit verschiedenen Stationen machte den Kindern riesigen Spaß. Vom Bobby-Car-Slalom, einem Kriechhindernis und Pustebildern über das Löschen eines Brandhauses bis hin zum Rennen mit kleinen, mit Wasser betriebenen Feuerwehrautos – überall herrschte reges Treiben und lautes Lachen. Bei den wasserbasierten Stationen passierte es ab und zu, dass auch unbeabsichtigt Zuschauer nass wurden – aber bei der Hitze war das eher ein willkommener Frischekick. Etwas ruhiger ging es in der Waschhalle zu. Dort konnten sich die Kinder künstlerisch betätigen und malen. Am Ende der Rallye gab es für alle Teilnehmer eine Urkunde und eine mit Überraschungen gefüllte Feuerwehr-Tasche. Der Andrang auf die Hüpfburg war groß, und auch die Fahrten mit dem Löschfahrzeug (HLF) und dem Mehrzweckfahrzeug (MZF) zählten zu den Highlights. Nicht nur die Kids, sondern auch so manche Eltern und Großeltern ließen sich gerne mit Blaulicht und Martinshorn durch Waldthurn chauffieren. Im Gerätehaus hatte die Jugendfeuerwehr ihre Kaffeestube eingerichtet. Dort konnten alle „Begleitpersonen“ die Wartezeit überbrücken. Neben Kaffee und Kuchen gab es auch Wurstsemmeln und verschiedene Kaltgetränke – für alle Kinder übrigens kostenlos. Als das HLF seine Fahrten einstellte, war das für die Kinder ein Signal – jetzt war es endlich soweit. Blitzschnell wurden Badesachen angezogen, dann ging es auch schon los! Weißer, nach Aloe Vera duftender Schaum sprudelte aus dem Schaumwerfer und zauberte einen fluffigen Teppich auf die Wiese. Die Kinder tobten in der weißen Masse herum und hatten jede Menge Spaß. Nass und glücklich verabschiedeten sie sich schließlich mit einem fröhlichen „Bis zum nächsten Mal!“. Organisiert wurde das tolle Ferienprogramm maßgeblich von Anna-Marie Holfelner, Celine Schön, Katharina Bäumler und Marie Müller (Jugendfeuerwehr).
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