Das Bürgerschießen gewann die Mannschaft „Oina scheyna wey da Ander„ den Pokal gewann Thomas Biller (Karl Eckert nahm den Pokal als Stellvertreter an ) vom Team „Biller Bang„ . Schützenmeister Matthias Reis und Sportleiter Stefan Gradl (rechts im Billd) gratulierten allen Siegern. (Bild: Hans Schlosser)

Thomas Biller gewinnt den neuen Wanderpokal der Eichelbachschützen Weihern - Stein

Am Samstagabend füllte sich das Weiherner Schützenheim schnell, denn es stand die Preisverleihung des Bürgerschießens der „Eichelbachschützen Weihern – Stein„ an. Und bei den Preisen sind ja die Eichelbachschützen schon großzügig .Schützenmeister Matthias Reis konnte um 19 Uhr ein volles Schützenheim begrüßen, darunter auch Stadträtin Uli Haider, Schützenmeister Karl Eckert sowie den Pokalspender Helmut Schweiger. Sportleiter Stefan Gradl übernahm dann die Preisverleihung, dabei gab es viele Überraschungen und auch neue Teams mit Märchenhaften Namen. Nun gab es 25 Preise zu überreichen, „Die Namenlosen„ Detlef Ehretraut, Sylvester Kurzweart und Karl Heitzer kamen mit 94 Ringen auf Platz fünf, 95 Ringe erreichten „Die neuen Alten„ mit Manfred Meindl, Wolfgang Lindner und Thomas Bayer. „Diesmal nird Two and a half Men„ schafften 96 Ringe, mit Armin, Adolf und Stefan Mösbauer. Die „Biene Maja und Ihre Willis„ errangen Platz zwei mit 98 Ringen, die Maria Zimmermann, Lukas Rauch und Matthias Reis schossen. Den Hauptpreis mit sensationellen 109 Ringen holten sich Stefan Gradl, Sebastian Zahner und Johannes Wildenauer, die für das Team „OIna scheyna wey da Andere„ in Rennen gingen. Wer gewann nun den neuen Wanderpokal von Helmut Schweiger? Auf Rang sechs setzte sich Hans Schlosser (630,3 Teiler ), vor Ihn lagen Florian Schmid (597,5), Josef Wildenauer (583,1), Max Biller (504,7) und Lukas Rauch (472,2). Aber leider war der Pokalgewinner noch nicht anwesend, so durfte Schützenmeister Karl Eckert vom Patenverein Naabtalschützen Unterköblitz „den Pokal für den Gewinner Thomas Biller, der einen 465,1 Teiler schaffte aus den Händen von Pokalspender Helmut Schweiger in empfang nehmen. Eine Stunde nach der Preisverleihung kam dann der Glücksschütze Thomas Biller im Weiherner Schützenheim an, und so durfte der Malermeister seinen Pokal doch mehrmals mit „Goasmaßen„ füllen lassen.
Alle Kinder beten mit Pater Joseph das Vaterunser mit Singen und Gesten. (Bild: Gabriele Buchbinder)

Kleine Samenkörner, aus denen Großes wachsen kann - Erntedankgottesdienst in Böhmischbruck verbindet Schöpfung, Dankbarkeit und die Botschaft von Liebe und Freude

„Herein, herein, wir laden alle ein …“ mit diesem Lied zogen Pater Joseph, Kinder und Ministranten in die Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“ ein. Am Altar wartete bereits ein wunderschön gestalteter Erntedankaltar. Früchte des Feldes und Blumen aus den Gärten machten sichtbar, wofür an diesem Abend Dank gesagt wurde. Monika Duschinger hatte die Erntegaben mit viel Liebe zusammengetragen und zu einem farbenprächtigen Gesamtbild angeordnet. Doch auch im Hintergrund hatten zahlreiche fleißige Hände mitgewirkt. Schon Tage zuvor war die Kirche gründlich gereinigt und für den festlichen Gottesdienst herausgeputzt worden. Im Mittelpunkt stand das kleine Samenkorn. Die Kinder erzählten die Geschichte von seinem Weg zum Wachsen und brachten dazu verschiedene Symbole in den Altarraum; ein Samenkorn, eine Schale mit Erde, eine Gießkanne mit Wasser und eine große Sonne aus Papier. Gemeinsam machten sie deutlich, dass es zum Wachsen mehr braucht als nur einen Samen. Pater Joseph griff diesen Gedanken in seiner Predigt auf und erzählte eine kleine Begebenheit aus Israel. Von dort hatte er winzige Samenkörner mitgebracht, die er den Kindern im Kommunionunterricht zeigen wollte. Doch gerade als die Kinder die kleinen Senfkörner betrachteten, musste ein Bub niesen, und schon waren die winzigen Samen verschwunden. Ein herzliches Schmunzeln ging durch die Kirche. Doch hinter der kleinen Geschichte steckte eine große Botschaft: „Alles, was hier am Altar aufgebaut ist, von der Tomate über das Kraut bis zum Kürbis, war einmal ein kleines Samenkorn“, erinnerte Pater Joseph. Damit daraus etwas wachsen könne, brauche es Erde, Wasser, Sonne und viele weitere Zutaten und letztlich auch Gottes Unterstützung. Sein Dank galt den Menschen, die säen, pflanzen, pflegen und ernten, ebenso wie allem, was wächst und blüht, und nicht zuletzt dem Geschenk des eigenen Lebens. Dabei spannte Pater Joseph den Bogen vom Samenkorn zu den Menschen. Ein Lächeln könne Freude schenken, eine helfende Hand Mut machen und ein kleines Wort der Liebe könne wie ein Samenkorn sein, das in die Erde gelegt wird. „Mit Gott kann daraus Großes entstehen.“ So lud er die Gottesdienstbesucher ein, selbst kleine Samen für Liebe und Freude auszusäen und darauf zu vertrauen, dass Gott sie wachsen und reiche Frucht tragen lässt. Besonders berührend war das gemeinsame Vaterunser. Alle Kinder versammelten sich im Halbkreis vor dem Altar und begleiteten die Worte mit Gesten – sichtbar und spürbar wurde dabei, dass dieses Gebet ein Geschenk ist, das Gott den Menschen selbst gegeben hat. Für die festliche musikalische Gestaltung sorgte die Schola unter der Leitung von Daniela Bock, die zugleich als Lektorin wirkte. Nach dem Segen und der Weihe der Erntefrüchte und des Brotes warteten vor der Kirche weitere Zeichen gelebter Gemeinschaft. Die Ministranten und die Jugendfeuerwehr boten Erntedankbrot und selbstgepressten Apfelsaft zum Verkauf an. Noch lange blieben die Gottesdienstbesucher anschließend vor der Kirche beieinander. Im milden Abendlicht wurde erzählt, gelacht und miteinander schon mal vom Apfelsaft getrunken und vom Brotlaiberl gebissen. Ein langer und herzlicher Applaus galt schließlich allen, die zum Gelingen des Erntedankfestes beigetragen hatten, den Kindern und Ministranten, der Schola, den Verantwortlichen, den fleißigen Händen beim Schmücken und Putzen und allen Helfern im Hintergrund. Dankbarkeit war an diesem Abend nicht nur Thema des Gottesdienstes, sie war auch in den Gesichtern der Menschen zu spüren. Dankbarkeit für die Ernte, für die Gemeinschaft und für einen Erntedankgottesdienst, der mit einer kleinen Geschichte eine große Botschaft mit auf den Weg gab: Manchmal braucht es nur ein kleines Samenkorn und den Mut, es auszusäen.
Wie klingt der Dialekt in Freudenberg und Wutschdorf? Um das herauszufinden, haben Forscher der LMU München Tonaufnahmen gemacht. Rechts Magdalena Wank, hinten Prof. Dr. Lars Bülow. (Bild: Amelie Hahn)

Forscher der LMU München auf der Suche nach dem Dialekt in Freudenberg

Der Heimat- und Kulturverein Freudenberg (HKV) stärkt den Dialekt. Dazu arbeitet der HKV mit dem Lehrstuhl für germanistische Linguistik an der Ludwig-Maximilians-Universität München zusammen. Prof. Dr. Lars Bülow ist jetzt mit seiner Mitarbeiterin Magdalena Wank nach Freudenberg gekommen, um Tonaufnahmen von Dialektsprechern zu machen. Dabei ging es vor allem darum, wie in der Gegend von Freudenberg und Wutschdorf Relativsätze gebildet werden. Beispiel: Auf einem Kärtchen sind zwei Socken abgebildet, darunter steht: „Von ihnen hat Anna sogar drei Paar.” Wie drücken Dialektsprecher das aus? Das Genitivattribut „Annas Socken“ gibt es im nordbairischen Dialekt nicht, aber jede Menge sehr schöne und treffende Alternativen, wie bei dem Zusammentreffen in der Molzmühle zu hören war. Und das Beispiel „Annas Socken” war nur eines von vielen. Die Tonaufnahmen fließen in eine Studie ein, für die Prof. Bülow durch ganz Altbayern reist. Sein Team nimmt Dialektsprecher an 40 verschiedenen Orten in Ober-, Niederbayern und in der Oberpfalz auf. Freudenberg war die zwölfte Station. Prof. Bülow ist 42 Jahre alt und stammt aus Rostock in Mecklenburg-Vorpommern. Er kennt den nordbairischen Dialekt wahrscheinlich besser, als so manch Oberpfälzer. Bülow hat an der LMU München die Dialekt-App mitentwickelt, mit der Mundartausdrücke und Sprachvariationen gesammelt werden. Jeder ist eingeladen, hier sein Wissen einzubringen. https://dialektapp.bayern
Die Fragen der interessierten Besucher konnte Archivar Gotthard Kemmether anhand geeignete Dokumente kompetent beantworten. (Bild: Walter Elberskirch)

Der Männerverein im Stadtarchiv – ein spannender Einblick in die Geschichte der Stadt Nabburg

Beim Durchgang durch die Räume des Stadtarchivs in Nabburg überrascht die Besucher erstmal die Fülle der gelagerten Zeugnisse über die Vergangenheit der Kommune. In zahlreichen Regalen sind die meist in gebundener Form aufbewahrten Unterlagen aufgereiht. Auf den ersten Blick ein nüchterner und fast beklemmender Eindruck. Erst die Ausführungen des Stadtarchivars Gotthard Kemmether bringen allmählich Licht in dieses vermeintliche Dunkel. Zuerst erklärt er das Wesen und den Sinn eines Archivs, um dann über die Tätigkeit und die Aufgaben eines Archivars zu sprechen. Dabei geht es um die Sicherung und Auswertung von Unterlagen mit einem bleibenden rechtlichen und historischen Wert. So findet man die Beschlüsse des Stadtrats der letzten Jahrhunderte sowie Verwaltungsvorschriften und Verwaltungsakten seit dem Jahr 1474. Beispielhaft zitiert er aus dem Ratsprotokoll von 1592 die Vorgänge um die Ermordung des calvinistischen Geistlichen Sebastian Braitschedell, die mit dem Verlust zahlreicher Privilegien verbunden waren und die Bedeutung Nabburgs nachhaltig schwächten. Eine Urkunde bestätigt den Kauf eines Hauses mit Garten „im Sack“ (Sackwebergasse) durch den Pfarrer Ködnit im Jahre 1558. Die „Pappenheimer“ – ein Zusammenschluss zugezogener Verwaltungsangestellter des Jahres 1855 – gelten als erster gegründeter Verein Nabburgs (außer dem Schützenverein). Weitere Zeugnisse aus der Vergangenheit ermöglichten immer mehr, in die frühe Welt Nabburgs einzutauchen. Vielfältige Fragen der interessierten Besucher konnte Herr Kemmether durch geeignete Quellen kompetent beantworten.
Einen erlebnisreichen Tag verbrachten die Neustädter Siedler im Rahmen der Herbstfahrt in der fränkischen Residenzstadt Würzburg. (Bild: Walter Rustler)

Herbstfahrt der Neustädter Siedler nach Würzburg

Die Siedlergemeinschaft Neustadt an der Waldnaab unternahm ihre diesjährige Herbstfahrt nach Würzburg. Der Bus war bis auf den letzten Platz besetzt und so machten sich zahlreiche Neustädter Siedlerinnen und Siedler gemeinsam auf den Weg in die fränkische Residenzstadt. Bestens organisiert wurde die Fahrt von Johannes Meister, der für einen reibungslosen Ablauf und ein abwechslungsreiches Programm gesorgt hatte. Am Vormittag stand zunächst eine Stadtführung durch die Würzburger Altstadt auf dem Programm. Dabei erhielten die Teilnehmer interessante Einblicke in die Geschichte und die Sehenswürdigkeiten der Stadt. Besondere Höhepunkte waren der Würzburger Dom und das Neumünster. Nach der Stadtbesichtigung ging es zum gemeinsamen Mittagessen in das Gasthaus „Alter Kranen“ direkt am Main. Bei guter Stimmung konnten sich die Teilnehmer für den weiteren Verlauf des Tages stärken. Anschließend wartete bereits das nächste Erlebnis: Mit dem Schiff ging es auf dem Main von Würzburg nach Veitshöchheim. Bei herrlichem Blick auf die Landschaft genossen die Neustädter die gemütliche Fahrt auf dem Wasser. In Veitshöchheim standen schließlich die Besichtigung des dortigen Schlosses und des berühmten Rokokogartens auf dem Programm. Die prachtvolle Gartenanlage mit ihren kunstvollen Figuren, Alleen und Wasserspielen beeindruckte die Besucher und bildete einen schönen Abschluss des Ausflugs. Am Ende waren sich alle einig: Die Herbstfahrt war ein rundum gelungener Tag mit vielen schönen Eindrücken, guter Gemeinschaft und bester Stimmung. Besonders die gemeinsame Zeit unter den Neustädter Siedlerinnen und Siedlern machte die Fahrt zu einem besonderen Erlebnis. Die Siedlergemeinschaft freut sich bereits auf die nächste gemeinsame Unternehmung.
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