Zahlreiche Blutspenderinnen und Blutspender wurden vor kurzem für ihr großartiges Engagement ausgezeichnet. (Bild: Markus Zimmermann )

Treue Blutspenderinnen und Blutspender ausgezeichnet

Der BRK-Kreisverband Weiden und Neustadt/WN hat vor kurzem zahlreiche Blutspenderinnen und Blutspender zur Verleihung der Blutspenderehrennadel in das Rotkreuzhaus in Weiden eingeladen. Kreisgeschäftsführer Sandro Galitzdörfer dankte in seiner Rede allen anwesenden Blutspenderinnen und Blutspendern für ihr langjähriges großartiges Engagement zum Wohle der Mitmenschen. „Ihre Leistung ist keine Selbstverständlichkeit. Ich ziehe den Hut vor Ihnen“, brachte er seine Anerkennung zum Ausdruck. Außerdem hob er die Wichtigkeit der ehrenamtlichen Kameradinnen und Kameraden hervor, ohne deren Tätigkeiten vor Ort die Termine nicht so laufen könnten. Auch Landrat Andreas Meier, zugleich 1. Vorsitzender des BRK-Kreisverbandes, zollte den Anwesenden Respekt für die geleisteten Blutspenden. Gleichzeitig bat er: „Machen Sie andere auf dieses wichtige Thema aufmerksam. Versuchen Sie Bekannte und Freunde mit zum Blutspenden zu bewegen.“ Die an diesem Tag Geehrten spendeten insgesamt 7.150-mal Blut. Das entspreche 3.575 Litern Blut, rechnete Meier vor. Nachdem mit einer Blutspende bis zu drei Leben gerettet werden könnten, ergebe das in Summe bis zu 21.450 Leben. Außerdem konnten im Rahmen der Blutspende und in Zusammenarbeit mit der Aktion Knochenmarkspende Bayern wieder zahlreiche potenzielle Stammzellspender in die weltweite Datenbank aufgenommen werden. Um diese Ziele erreichen zu können, haben die Mitglieder der Rotkreuzgemeinschaften insgesamt rund 3.000 Stunden ehrenamtlichen Dienst geleistet. Gemeinsam mit Kreisgeschäftsführer Galitzdörfer und dem Blutspendebeauftragten Markus Zimmermann überreichte Landrat Meier die Ehrungen:
Fussballspiel. (Bild: Celine Münch )

Großes WM-Fest des Kinderhauses Herz-Jesu Immenreuth

Beim großen WM-Fußballfest des Kinderhauses Immenreuth drehte sich am vergangenen Samstag alles um Teamgeist, Bewegung und Gemeinschaft. Gemeinsam mit den drei Kindergartengruppen und zwei Krippengruppen wurde auf dem Sportplatz des SV Immenreuth ein buntes Fest für die ganze Familie gefeiert und stimmte alle auf die bevorstehende WM ein. Der Nachmittag begann mit einem besonderen Highlight: Unter mitreißender Fußballmusik zogen alle Kinderhauskinder mit Fähnchen in der Hand auf den Sportplatz ein. Anschließend präsentierte jede Gruppe ihren eigenen kreativen Auftritt, denn es braucht gute Vorbereitung, um eine WM zu gewinnen. Die Kinder zeigten, wie sich Fußballspieler vor einem Spiel richtig aufwärmen, führten ein lustiges Theaterstück über Fußballregeln und das schwierige Leben eines Schiedsrichters auf und demonstrierten mit viel Stimmung echte Fangesänge und Jubelfeiern. Die letzte Gruppe begeisterte das Publikum mit ihrem „Ballzauber“ und zeigte, wie geschickt sie einen Fußball führen kann. Besonders wichtig war dem Kinderhausteam die Botschaft von Zusammenhalt und Freundschaft. Zum Abschluss des Bühnenprogramms hakten sich alle Kinder unter, schunkelten gemeinsam und sangen das Lied „Gute Freunde kann niemand trennen“. Für das leibliche Wohl sorgte der Elternbeirat mit zahlreichen fleißigen Helfern. Die Gäste wurden mit Steak, Bratwürsten, Brezeln, Getränken sowie Kaffee und Kuchen bestens versorgt. Auch für die Kinder gab es viele Aktionen rund um den Spielplatz, darunter Becherfangen, Armbänder fädeln, Kinderschminken, Torwandschießen und künstlerische Buttons. Ein weiteres besonderes Angebot wartete auf die jungen Fußballfans auf dem großen Fußballplatz: Gemeinsam mit den Fußballspielern des Sportvereins durften die Kinder verschiedene Trainingseinheiten absolvieren und selbst einmal wie kleine Profis trainieren. Den krönenden Abschluss bildete schließlich ein spannendes Fußballspiel zwischen mutigen Vorschulkindern und ihren ebenso motivierten Familienangehörigen. Mit viel Einsatz, Jubel und guter Laune zeigten die Kinder dabei eindrucksvoll ihr Können – und gingen am Ende natürlich als stolze Sieger vom Platz.
Landrat Reisinger eröffnet den Wettbewerb (Bild: Ernst Herbst)

Qualifizierung zur Deutschen Meisterschaft beim MFV Achtel

Am 2. Mai fand beim Modellflugverein Achtel die Regionale Jugendmeisterschaft des Deutschen Modellflug Verbandes für Nordbayern statt. Dabei wurden die Teilnehmer der Region zur Deutschen Jugendmeisterschaft im September ermittelt. Schon einen Tag vorher trafen sich die Jugendlichen zum Trainieren auf dem Modellflugplatz in Achtel. Der Verein organisierte zwei Profimodellflug-Trainer, um den Jugendlichen eine gute Vorbereitung auf den Wettbewerb zu ermöglichen. Diese Trainer reisten aus Hamburg bzw. Kiel ins Hirschbachtal und freuten sich über die Gastfreundschaft der Oberpfälzer und die schöne Landschaft. Pünktlich um 10 Uhr am 2. Mai eröffnete Schirmherr Landrat Richard Reisinger die Meisterschaft. Er begrüßte die Teilnehmer aus der Oberpfalz und den drei fränkischen Bezirken. In seinem Grußwort würdigte der Landrat das Engagement und die Vorbereitung der Achtler Modellflieger. Ganz besonders begrüßte er die weit angereisten Trainer und hoffte auf ein gutes Abschneiden der Wettbewerbsteilnehmer. Bürgermeister Hermann Mertel lobte in seinem Grußwort die über Jahrzehnte erfolgreiche Jugendarbeit des Modellflugvereins Achtel, die auch schon Teilnehmer an der Deutschen Meisterschaft hervorbrachte. Der Verein beteiligt sich seit vielen Jahren am Gemeinde-Jugendprogramm und führt regelmäßig Lehrer-Schüler-Schnupperflugtage für Interessierte durch. Der nächste Schnupperflugtag ist am Freitag, 15. Mai, ab 14 Uhr auf dem Modellflugplatz in Achtel. Der Vorstand der Achtler Modellflieger, Ernst Herbst, bedankte sich bei Schirmherr Landrat Reisinger und Bürgermeister Mertel für ihr Kommen und stellte die hohe Ausbildungsleistung des Modellbaus und Modellflugs kurz vor. Modellflieger erlernen durch das Hobby sehr vielschichtige technische Zusammenhänge, beherrschen neben Holz- und Metallbearbeitung auch Elektronik und Programmierung von Steuerungsteilen. Er überreichte an den Landrat und den Bürgermeister ein Buch über die 50-jährige Geschichte des Modellflugverbandes. Der aus Dorfen in Oberbayern angereiste Punktrichter instruierte die Teilnehmer mit den Regularien der einzelnen Wettbewerbsklassen und ließ die Teilnehmer eine Startnummer aus dem Lostopf ziehen. Als erste Gruppe gingen neun Starter in der Klasse Elektro-Segelflug an den Start. Hier bestand die Aufgabe, ein Segelflugmodell mit maximal 2,10 Meter Spannweite auf eine für den anschließenden Zeit-Segelflug ausreichende Flughöhe mit einem Elektroantrieb zu bringen. Die jungen Piloten müssen dabei selbst die Wetterlage, Windgeschwindigkeit und Thermik richtig einschätzen, um im Idealfall genau nach 120 Sekunden im Mittelteil des Landefeldes aufzusetzen. Über- oder Unterschreitung der Flugzeit, aber auch Abstand zum Landefeld ergaben Minuspunkte. Als zweite Gruppe gingen vier Teams in der Klasse Segelschlepp an den Start. In dieser Klasse muss jeweils ein Schlepp-Pilot und ein Segler-Pilot im Team perfekt fliegen. Ein Segelflugzeug wird mit einer 20 Meter langen Leine an das Schleppflugzeug angehängt. Das Gespann muss einen sauber abgestimmten Steigflug absolvieren und dabei zwei Wendemarken umfliegen. Auf passende Höhe gekommen, klinkt sich der Segler-Pilot aus und beginnt seinen Segelflug auf Zeit. Der Schlepp-Pilot beginnt den Abstieg, umrundet Wendemarken und muss dann die Schleppleine exakt im Landefeld abwerfen. Nach einer weiteren Flugrunde landet der Schlepp-Pilot sein Modell im Landefeld. Der Segler-Pilot landet im Idealfall exakt nach 150 Sekunden sein Segelflugmodell auch genau im Mittelpunkt des Landefeldes. Gerade diese Modellflugklasse fordert von den jungen Modellpiloten sehr viel Gefühl am Steuersender, um den Teampartner nicht in Flugschwierigkeiten zu bringen. In der Klasse Junior-Kunstflug startete nur ein Teilnehmer. Dies war der bereits 2025 sehr erfolgreichen Jugend geschuldet. Es starteten gleich sieben Piloten in der Klasse Expert-Kunstflug und zeigten ihr Können. In dieser Klasse werden sowohl exakter Start und Landung als auch die genaue und gleichmäßige Ausführung von Flug-Figuren bewertet. Zu fliegen sind dabei kreisrunde Loopings, Kreise auf einer exakten Höhe und mit Beginn und Ende am gleichen Punkt. Ein Dreieck nach oben und unten muss mit gleichen Schenkellängen und Winkeln geflogen werden. Und das alles natürlich immer mit den gerade herrschenden Windbedingungen ohne ein seitliches Versetzen des Modells. Dies fordert hohe Konzentration, ein absolutes Beherrschen seines Modells und ein sehr gutes räumliches Sehen und Beurteilen der Fluglagen in Bruchteilen von Sekunden. Alle vier Klassen mussten jeweils drei Durchgänge fliegen und um 16 Uhr standen die Sieger fest. Vereinsvorstand Ernst Herbst durfte an die Sieger der Klassen einen großen Pokal, an die Zweit- und Drittplatzierten je eine Medaille und an alle natürlich eine Teilnehmerurkunde überreichen. Ganz erfreut waren die Achtler Modellflieger und anwesenden Schlachtenbummler über die Erfolge der heimischen Piloten. Martin Herbst aus Keilbühl erreichte den ersten Platz in der Klasse Expert-Kunstflug und Peter Kummer aus Amberg den zweiten Platz. In der Klasse Segelschlepp erklommen die zwei Achtler Piloten genau umgekehrt das Siegerpodest. Peter Kummer wurde mit seinem Schlepp-Partner Tom Breit aus Hollfeld Erster und Martin Herbst mit seinem Partner Bastian Marek aus Windelsbach wurde Zweiter. Somit haben dieses Jahr gleich zwei Achtler Piloten in zwei Modellflugklassen einen Startplatz bei der Deutschen Meisterschaft im September erreicht. Jüngster Teilnehmer im Starterfeld mit acht Jahren war Max Neuner aus Sulzbach-Rosenberg von den Modellflugfreunden Sulzbach-Rosenberg. Wer nun Lust auf ferngesteuertes Modellfliegen bekommen hat, ist am 15. Mai ab 14 Uhr herzlich auf den Modellflugplatz in Achtel eingeladen, um mal am Schülersender zu probieren.
Mit bunten Farben verdeutlichten die Kinder verschiedene Gefühlszustände beim Farbenspiel. (Bild: Marie Schwägerl)

Kinder des Regenbogenlandes lüften Geheimnis der verloren Farben

Mit ihrem Spiel das „Geheimnis der verlorenen Farben” unterhielten die Kinder der Kindertagesstätte Regenbogenland der Arbeiter Wohlfahrt am Samstag die vielen Zuschauer in der Turnhalle der Mittelschule. Mit tosenden Beifall belohnten die Eltern, Großeltern, Geschwister und Gäste die Kids für ihre Aufführung. Leiterin Martha Pöllath begrüßte die Besucher und wünschte allen einen interessanten und unterhaltsamen Nachmittag. Passend zum Jahresthema „Entdeckungsreise ins Land der Gefühle” zeigten die die bunten Kinder den „grauen Kinder” beim grauen Haus wie farbige das Leben und die Welt sein kann. Die in unterschiedlichen Farben gekleideten Kinder symbolisierten verschiedene Gefühlszustände. Am Anfang tanzten die blauen Kinder „Ich habe Angst”. Es folgten die gelben Gruppenkinder mit dem Freudenlied. Traurigkeit symbolisierten der Auftritt der lila-farbigen Kinder. Mit Mut und Stolz präsentierten die grüne Löwenkindern ihren Tanz „Löwenstark”. Mit Wut tanzten und sangen die roten Kinder „We will Rock”. Nach jeder Darbietung erhielten die „grauen Kinder” eine buntes Band. So verwandelte sich das graue Haus in das „Regenbogenland” wo alles in bunten Farben leuchtet. Nach dem gemeinsamen Spiel tanzten alle Kinder und Erzieherinnen gemeinsame zum Lied „ Ein hoch auf uns”. Im Anschluss an das Spiel der Kinder, feierten die Regenbogenfamilie gemeinsam bei sommerlichen Temperaturen auf dem Geländer vor der Mittelschule. Der Elternbeirat versorgte die vielen Gäste mit Kaffee und Kuchen und verschiedenen Getränken und Speisen. Für die kleinen Festgäste gab es im Kindergarten ein reichhaltiges Spiel und Unterhaltungsangebot.
Die Tagungsteilnehmer vor dem Goldenen Engel in Waldeck. (Bild: Fred Wiegand)

Arbeitskreis für Flur- und Kleindenkmalforschung tagt in Waldeck

Der Arbeitskreis für Flur- und Kleindenkmalforschung in der Oberpfalz e. V. (kurz AFO) traf sich zu seiner alljährlichen Tagung in diesem Jahr in Waldeck im Landkreis Tirschenreuth. Der AFO ist eine gemeinnützige Arbeitsgemeinschaft, die sich der Erforschung, Erhaltung und Pflege ostbayerischer Flur- und Kleindenkmäler widmet. Der Einladung waren ca. 50 Forscherinnen und Forscher aus der ganzen Oberpfalz sowie befreundete Flurdenkmalforscher aus Thüringen gefolgt und trafen sich bei strahlendem Sonnenschein im Gasthof Goldenen Engel in Waldeck. Der Vormittag bestand nach der offiziellen Begrüßung, einem Nachruf auf den 2025 plötzlich verstorbenen 1. Vorsitzenden Prof. Dr. Peter Morsbach, dem Grußwort des Geschäftsstellenleiters der Stadt Kemnath, Herrn Reinhard Herr, im Weiteren aus verschiedenen Fachvorträgen. Die Tagungsleiterin Frau Lisa Schiml, die die Flur- und Kleindenkmäler rund um Waldeck in einem Buch zusammengetragen hat, stellte in ihrem interessanten Vortrag einige davon vor. Vor allem solche, die am Nachmittag bei der Busexkursion aufgrund der Vielzahl von Kleindenkmälern in der Region nicht besucht werden konnten. Außerdem ging sie noch näher auf die Burganlage Waldeck ein, die dieses Mal leider ebenfalls nicht besucht werden konnte. Nach der Kaffeepause, in der der Bücherstand von Herrn Eckhard Bodner mit Regionalliteratur der Oberpfalz, dem Fichtelgebirge und Böhmen reichlich Zuspruch fand, setzte sich der Vortragsvormittag mit Herrn Dieter Schwaiger fort, der in gewohnt humoriger Weise den 49. Jahresband (BFO) 2026 vorstellte. Seit der Gründung im Jahre 1978 gibt der AFO nämlich jedes Jahr einen Jahresband, die Beiträge zur Flur- und Kleindenkmalforschung in der Oberpfalz (BFO), heraus, in dem die Ergebnisse der Kleindenkmalforschung erfasst, dokumentiert und Informationen dazu vermittelt werden. Nach der Mittagspause im Gasthof Goldener Engel setzte sich die Tagung mit einer Exkursion per Bus in der Region Waldeck–Kemnath fort. Zunächst besichtigten die Flur- und Kleindenkmalinteressierten den Alten Friedhof von Waldeck. Über Zwergau, Beringersreuth und die Flur- und Kleindenkmale am Wegesrand dort ging es weiter nach Bingarten. Hier wurde der Bus erneut verlassen, um die qualitätvolle neugotische Kapelle „Maria Hilf“ von 1882 zu erkunden. Weiter ging es über Guttenberg, Schweißenreuth nach Köglitz zur sehenswerten „Theresienkapelle“, die im Jahr 2011 geweiht wurde. Die Tagungsteilnehmer staunten nicht schlecht über den Kapellenbau aus heutiger Zeit, der der Hl. Theresia von Lisieux gewidmet ist. Die besondere Architektur der Kapelle und die geschmackvolle, stimmige Ausstattung im Inneren sowie die landschaftlich ausgezeichnete Lage waren eines der Highlights der diesjährigen Tagung. Nun ging es zurück nach Waldeck, wo zum Ende der Tagung noch die barocke Pfarrkirche „St. Johannes Nepomuk“ auf dem Programm stand, welche die Besucher aus der ganzen Oberpfalz nicht nur durch ihre reichhaltige Ausgestaltung mit Bandel-, Gitter- und Rocailleschweifwerk überraschte. Mit diesen zahlreichen denkmalpflegerischen Eindrücken endete die diesjährige, wieder sehr erfolgreiche Tagung des AFOs in Waldeck.
Von links: Moritz Martin (Helfer), Carina Adam (ÜL), Susanne Martin (PL), Jonas Martin (Helfer), Sarah Kretlow, Paula Rühl, Stefanie Hacker, Jana Rühl. (Bild: Susanne Martin)

Gedächtnistests gut angenommen

Am vergangenen Samstag, 9. Mai 2026, stand der Begegnungstag der Nachbarschaftshilfe „Helfen mit Herz“ in Weiherhammer ganz im Zeichen von Gemeinschaft, Vorsorge und gegenseitiger Unterstützung. Gemeinsam mit digiDEM Bayern, dem digitalen Demenzregister Bayern, bot die sorgende Gemeinde Weiherhammer von 10 bis 15 Uhr einen kostenfreien Demenz-Screeningtag an. Das Interesse war groß: Insgesamt nutzten 41 Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis Neustadt an der Waldnaab die Möglichkeit, ihre Gedächtnisleistung mithilfe eines wissenschaftlichen Kurztests überprüfen zu lassen. Organisiert wurden die Testungen von Präventionslotsin Susanne Martin gemeinsam mit Projektassistentin Sarah Kretlow sowie den Forschungspartnerinnen Stefanie Hacker, Jana Rühl und Paula Rühl. Viele Besucherinnen und Besucher nahmen das wohnortnahe Angebot dankbar an und informierten sich gleichzeitig über Demenz, Vorsorge und Unterstützungsmöglichkeiten. Die Kurztests dauerten etwa 15 bis 20 Minuten und wurden durch persönliche Beratungsgespräche ergänzt. Neben dem Testzentrum präsentierten die Übungsleiterinnen Carina Adam und Sabine Schuchart die Bewegungskurse nach dem GESTALT-Prinzip – ein Präventionskurs zur Vorbeugung dementieller Erkrankungen. Mit kleinen Übungen für Körper und Geist zeigten sie anschaulich, wie Bewegung und geistige Aktivität das Wohlbefinden bis ins hohe Alter fördern können. Die Mitmachaktionen stießen auf großes Interesse und sorgten für viele positive Gespräche. Der Aktionstag machte deutlich, wie wichtig frühzeitige Aufklärung und Unterstützung bei kognitiven Veränderungen sind. Die offene und vertrauensvolle Atmosphäre half dabei, Hemmschwellen abzubauen und das Thema Demenz stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Das Projekt Präventionslotse sowie digiDEM Bayern werden durch das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention gefördert und leisten einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsvorsorge in den Kommunen. Der Begegnungstag setzte damit ein starkes Zeichen für Zusammenhalt, Fürsorge und gelebte Nachbarschaft in Weiherhammer.
Hans Dickert, Bürgermeister Marcus Eichenmüller, Sprecher des Arbeitskreises Heimat und Kultur „Bebbo” Schuller und Shirlee Dickert  (Bild: Josef "Bebbo" Schuller)

„East meet West” - Chinesische Teekunst

Auf einem Heimaturlaub im Lande und in der Heimatstadt ihres Ehemannes Hans lud Shirlee Dickert aus Hongkong unter dem Motto „East meet West – chinesische Teekunst“ zu einem „Teatime-Nachmittag“ ein. „Wir Oberpfälzer kennen uns besser aus mit Bier und drum sind wir dankbar, dass uns jemand aus Richtung ‚Land der aufgehenden Sonne‘ etwas über die chinesische Teekunst beibringt und dass wir künftig nicht nur Bier trinken bei uns, sondern auch den Tee genießen können und dürfen!“ Mit diesen Worten begrüßte der neue Sprecher des Arbeitskreises Heimat und Kultur „Bebbo“ Schuller die hauptsächlich weiblichen Gäste des Teeseminars im Kulturstadel Schnaittenbach. Shirlee Dickert begann ihre Reise durch die Welt des Tees im Jahre 2737 v. Chr., als der gottähnliche Kaiser und Bauer „Shennong“ aus China zufällig den Tee entdeckte, als ihm ein paar Blätter desselben zufällig in kochendes Wasser fielen. Anfang des 17. Jahrhunderts verbreitete sich die Kunst des Teekochens dann von Asien aus über ganz Europa. Es gebe insgesamt sechs Hauptteesorten, die aber alle von einem Baum stammten und lediglich durch verschiedene Herstellungsprozesse zu unterscheiden seien. In China würden die unterschiedlichen Teesorten je nach Jahreszeit zubereitet und genossen. Das Ehepaar Dickert verstehe sich als Brückenbauer zwischen Europa und Asien, sprich Deutschland und Hongkong, und habe dazu die „One World Spirit Assoziation“ in Hongkong gegründet. Hans Dickert berichtete u. a., dass er den katholischen Nikolaus nach Hongkong gebracht habe und Shirlee würde im Gegenzug dazu nun die chinesische Teekunst ins Land der Bayern bringen wollen. Shirlee referierte auf Englisch, ihr Ehegatte Hans übersetzte ins Deutsche. Zum Schluss ging man in die Praxis und zelebrierte das Zubereiten von traditionellem Tee aus China. „Bebbo“ Schuller bedankte sich am Ende des interessanten Nachmittags mit einem Verzehrgutschein des „Goldenen Löwen“ in Schnaittenbach. Die Zusammenarbeit soll weitergeführt werden, z. B. mit einem Kalligrafienachmittag beim nächsten Heimatbesuch im kommenden Jahr.
Die Atempause für die Seele wurde von Rita Bayer und Gerti Münch mit Texten und musikalisch vom Duo Raureif gestaltet.  (Bild: Renate Puckschamel)

Atempause für die Seele „Ein freundliches Wort”

Die Atempause für die Seele in der Moritzkirche stand unter dem Motto: „Ein freundliches Wort“. Fazit: Ein freundliches Wort kostet nichts und dennoch ist es das schönster aller Geschenke. Es gab ein Gebet über Toleranz. Eine kurze Geschichte zeigte, dass viele Menschen nicht zuhören können. Wir brauchen mitfühlende Worte, die uns trösten, aufrichten uns Kraft geben. Ein Wort ,das mir sagt: Verlier nicht den Mut Du bist nicht allein, ich bin bei dir“. Ich muss nicht perfekt sein, alles wissen, aber ich habe die Chanc,e ein Leben Lang zu lernen und mich zu verändern. Ein Gebet zeigte: Frieden beginnt nicht auf der großen Weltbühne, sondern im Alltag jedes einzelnen Menschen. Die Texte lasen Rita Bayer und Gerti Münch, unter anderem: Du kannst nicht wie die Sonne sein, aber du kannst so wie sie viel Wärme schenken. Du kannst nicht wie die Blume sein, aber du kannst wie sie Freude bringen. Musikalisch wurde die Atempause vom Duo Raureif mit Gisela Reil und Ulrike Rauch mit den Passenden Liedern und Gitarren- und Hackbrettbegleitung gestaltet. Gerti Münch hatte zahlreiche Grußkarten mit zu Herzen gehenden Worte persönlich handgeschrieben und jeder Besucher konnte sich eine mitnehmen. Bei den Atempausen werden immer Spenden in ein Körbchen eingelegt. Rita Bayer und Gerti Münch übergaben an Harald Puckschamel für den Förderverein St. Moritz 100 Euro für den Blumenschmuck vor allem für den Maialtar in St. Moritz.
Pfarrgemeinderat (Bild: Maria Bitterer)

Pfarrer Jeschner würdigte langjähriges Engagement bei der Verabschiedung verdienter Pfarrgemeinderäte

In einem herzlichen und zugleich würdevollen Rahmen wurden kürzlich mehrere langjährige Mitglieder des Pfarrgemeinderates der Pfarreiengemeinschaft St. Elisabeth/Maria Waldrast verabschiedet. Als Zeichen des Dankes für ihr großes Engagement lud die Pfarrei zu einem gemeinsamen Essen ein, bei dem Erinnerungen ausgetauscht und die gemeinsame Zeit noch einmal lebendig wurde. Neben den Erinnerungen an frühere Zeiten klang auch die Einsicht an, dass sich Kirche verändert und nicht alles so bewahrt werden kann, wie es einmal war. Herr Michael Stöckl war über 20 Jahre hinweg ein verlässlicher Teil des Gremiums, Frau Christine Hüttner engagierte sich beeindruckende 30 Jahre lang, und Frau Rosi Kincl prägte das Gemeindeleben sogar über vier Jahrzehnte hinweg maßgeblich mit. Ebenfalls erhielten Frau Birgit Memmel (ehem. Sprecherin des Pfarrgemeinderates) Frau Marion Loibl und Herr Richard Mark (Maria Waldrast) eine Dankesurkunde. Pfarrer Jeschner dankte den scheidenden Pfarrgemeinderäten in einer persönlichen Ansprache für ihren unermüdlichen Einsatz, ihre Verlässlichkeit und ihre tiefe Verbundenheit zur Gemeinde. Dabei griff er auch ein bekanntes Zitat von John F. Kennedy auf, passend verändert auf die Pfarrei: „Fragt nicht, was eure Pfarrei für euch tun kann – fragt, was ihr für eure Pfarrei tun könnt.” Dieses Leitmotiv habe das Wirken der Geehrten in besonderer Weise geprägt, so der Pfarrer. Neben dem Rückblick auf viele prägende Jahre wurde in den Gesprächen auch deutlich, dass sich das Leben der Kirche insgesamt gewandelt hat. Veränderungen ergeben sich nicht aus dem Handeln Einzelner, sondern aus den Herausforderungen der Zeit, die neue Wege und ein Umdenken verlangen. Die Verabschiedung machte deutlich, wie wertvoll ehrenamtliches Engagement für das Leben einer Gemeinde ist. Mit herzlichen Worten des Dankes wurden die langjährigen Mitglieder schließlich in den wohlverdienten „Ruhestand” aus ihrem Amt entlassen.
Schulleiterin Frau von der Weien und Referentin Frau Markoff hatten Interessantes zum neuen und alten Pompeji zu erzählen. (Bild: Irene Grünauer)

Pompeji in der Aula - ein Abend am Erasmus-Gymnasium macht Geschichte eindrucksvoll erlebbar

Ein leises Grollen, dichte Asche in der Luft – und plötzlich ist alles anders. Für einen Moment scheint die Zeit stillzustehen. Wer am 6. Mai die Aula des Erasmus-Gymnasiums betrat, fand sich nicht mehr in der Gegenwart wieder, sondern mitten in den letzten Stunden von Pompeji. Den Auftakt gestaltete Schulleiterin Frau von der Weien – und zog ihr Publikum sofort in den Bann. Mit eindringlichen Bildern und einer packenden Erzählweise ließ sie den Untergang der antiken Stadt lebendig werden. Immer wieder kamen dabei Stimmen aus der Vergangenheit zu Wort, allen voran Plinius der Jüngere, dessen berühmte Vesuvbriefe bis heute zu den wichtigsten Quellen über die Katastrophe zählen. Doch der Blick blieb nicht in der Antike stehen. Auch die moderne Forschung fand ihren Platz: Besonders eindrucksvoll war die Darstellung der Flucht eines Mannes vor Asche, Lavaströmen und Lapilliregen – ein Bild, das erstmals mithilfe künstlicher Intelligenz rekonstruiert wurde. Unter der Leitung von Gabriel Zuchtriegel gelang es dem Forschungsteam, die letzten Momente eines Menschen auf beklemmend realistische Weise sichtbar zu machen. Im Anschluss übernahm Renate Markoff das Wort. Die ehemalige Referentin für Alte Sprachen an der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung in Dillingen und leidenschaftliche Pompeji-Expertin führt ihr Publikum regelmäßig direkt vor Ort durch neue Ausgrabungen – und genau diese Erfahrung war ihrem Vortrag anzumerken. Zunächst richtete sie den Blick auf „Nuova Pompei“, das heutige Pompeji, eine lebendige Stadt, die keineswegs im Schatten der antiken Ruinen steht. Doch schon bald ging es zurück in die Vergangenheit: Mit einem bildgewaltigen Trailer und einer anschaulichen Karte nahm Frau Markoff die Gäste mit auf einen Rundgang durch das antike Pompeji. Vor den Augen des Publikums entstand ein lebendiges Bild der Stadt: kunstvolle Fresken wie die „Venus in der Muschel“, das Amphitheater – älter als das Kolosseum in Rom – und eine Großbäckerei, in der Equiden, pferdeartige Tiere, die Mühlsteine bewegten. Für besonders bewegende Momente sorgten „I calchi di Pompei“, die Gipsabdrücke von Menschen und Tieren, eingefroren im Moment ihres Todes. Geschichte, die unter die Haut geht. Zum Abschluss stellte Frau Markoff die wunderschönen Gärten Pompejis vor. Antike Speisen rundeten den Abend ab – darunter die erste „Pizza“, belegt mit Granatapfelkernen, Datteln, Kräutern und einer Art Pesto. Ein Abend, der zeigte: Geschichte ist nicht nur Vergangenheit – sie kann lebendig werden
Stefan Segerer (links) informiert die Mitglieder des Oberpfalzvereins über seine Ukrainehilfen. (Bild: Martina Witt)

Oberpfalzhauptverein informiert sich

Sie waren nicht mit leeren Händen zur Firma Segerer, Speditions- und Logistikunternehmen, im Gewerbegebiet von Luhe-Wildenau, gekommen: die Vertreter des Oberpfalz-Hauptvereins. Sie hatten Spenden, angefangen vom Kinderdreirad über Kleidung bis hin zu Spielsachen, dabei. Freudestrahlend nahm der Chef des Unternehmens, Stefan Segerer, auch eine Spende von 500 Euro entgegen. Denn seit Ausbruch des Ukraine-Krieges im Februar 2022 fährt die Firma Segerer Hilfstransporte in das Kriegsgebiet. „Etwa 100 Tonnen werden wir heuer schon transportiert haben“, überschlägt der Chef, der sich selbst ein paar Mal im Jahr ans Steuer einer seiner Lastzüge setzt und bis wenige Kilometer vor Kiew fährt. „Ich will schon wissen, was mit den Spenden passiert und wo die landen.“ Mittlerweile habe man feste Partner vor Ort, die sich um die Verteilung und teilweise auch um die Sortierung der Spenden kümmern. In seiner Firma werden die angelieferten Sachen meist schon mal vorsortiert und verpackt. Schon seit über zehn Jahren, so lange ist man etwa auch in der „Oberen Tratt“ ansässig, engagiert sich das Unternehmen karitativ nach dem Motto „Midanand“. Davon profitieren auch andere Bedürftige. Nicht nur seine Familie steht hinter Stefan Segerer, auch seine mittlerweile rund 70 Beschäftigten aus 13 Nationen ziehen voll mit. Rund 20.000 Euro Frachtkosten kämen im Jahr schon zusammen, schätzt der Unternehmer, der bei seinen Aktionen auch von anderen großen Firmen wie Horsch in Schwandorf unterstützt wird. Über die viele Bürokratie, etwa bei den Zollformalitäten, kann er nur den Kopf schütteln. Ein besonderes Ziel bzw. Anliegen sind ihm die Kinderheime. „Die Zahl der Kinder mit Behinderungen ist auffallend groß.“ Und auch die alten Menschen, die oft kaum das Nötigste zum Überleben hätten, wolle man primär unterstützen. Die Besuchergruppe zeigte sich schwer beeindruckt. In der anschließenden Jahreshauptversammlung im A93 wurde Dr. Karl-Heinz Preißer als Vorsitzender des Hauptvereins des Oberpfalzvereins bestätigt. Sein Stellvertreter ist Eberhard Polland aus Tirschenreuth, Kassenwart Ralf Linhart, Weiden. Die Finanzen prüfen Hans Scharnagl und Hermann Vollath. Einen Zuschuss in Höhe von 700 Euro gewährt der Hauptverein dem Oberpfalzverein Tirschenreuth für den Arbeitskreis Historisches Handwerk. Die Hauptversammlung im nächsten Jahr wird der Weidener Verein ausrichten.
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