Die neu gewählte oder bestätigte Vorstandschaftdes FGV Brand (von links): Gerald Hoch, Josef Daubner, Stefan Jungnickl, LisaReiprich, Holger Praller, Wolfgang Leibl, Daniela Bayer, Joachim Bauer, Julian Hänel,Karin Hain, Sabine König und Holger Kamecke. (Bild: Holger Kamecke)

25 Jahre und noch nicht müde

Stefan Jungnickl bleibt Obmann des Fichtelgebirgsvereins Brand. Zu seinen Stellvertretern wurden bei der jüngsten Jahreshauptversammlung Daniela Bayer, Lisa Reiprich und Gerald Hoch gewählt. Kassier bleibt Peter Philipp, und als Schriftführer wurde Holger Praller bestätigt. In seiner Rede dankte Stefan Jungnickl, der bereits seit 25 Jahren an der Spitze des FGV Brand steht, allen Helfern und Gönnern, ohne die die vielen Aktivitäten nicht möglich wären. Allein rund 150 Ehrenamtliche waren beim Schaffest 2025 im Einsatz, bei dem rund 6000 Besucher in die Max-Reger-Gemeinde strömten. Fleißig gewandert wurde 2025 natürlich auch, zum Beispiel wie jedes Jahr zum Armesberg oder zum Stärketrinken. „Die Seniorenwanderungen tragen sich mittlerweile von selbst“, freut sich Stefan Jungnickl. Ebenso wie über die gesunden Finanzen und die ordnungsgemäß geführte Kasse des Vereins. Auch die Jugendarbeit nimmt weiterhin einen hohen Stellenwert ein: So gab es unter anderem den Kinderfasching, das Kürbisfest oder das Ferienprogramm mit dem Bau von Igelhäuschen. Beim ortsbildprägenden Basshaus liegt der derzeitige Fokus auf der energetischen Sanierung. Eine besondere Freude ist für Stefan Jungnickl außerdem die Ehrung verdienter Mitglieder. So sind Alexandra Arnhardt, Joachim Bauer, Markus Hain sowie Stefan Philipp bereits seit 40 Jahren Mitglied beim FGV Brand, Maria Schultes und Hans-Jürgen Schmidt schon seit 50 Jahren.
Als versierter Kenner der Krim, ihrer Geschichte, ihrer Landschaft und des täglichen Lebens dort erwies sich der Röslauer Pfarrer Jörg Mahler (links) als Referent. Für Abwechslung sorgte die ukrainisch-stämmige Veronika Gerlang mit zwei Volksliedern. In die abschließende Nationalhymne bezog sie auch ihren Ehemann Thomas (rechts) und ihre Mutter Alla Khodzytska (Zweite von rechts) mit ein. (Bild: Bertram Nold)

Überaus interessanter Vortrag über die Krim

Mit einem eindrucksvollen Vortrag über die Krim – ihre bewegte Geschichte, ihre vielfältige Landschaft und ihre aktuelle Situation – eröffnete der KFK sein Jahresprogramm. Als Referent war Pfarrer Jörg Mahler aus Röslau zu Gast, ein äußerst sachkundiger Kenner der Region, der als ehemaliger Seelsorger vor Ort auf reiche Erfahrung zurückgreifen kann. Es gelang ihm, den Zuhörern in der bis auf den letzten Platz gefüllten Bibliothek die Krim auf sehr persönliche Weise näherzubringen. Dabei zeigte er sich als versierter Vermittler der Geschichte der Halbinsel, deren Entwicklung er bis zur Annexion durch Russland nachzeichnete. Einen weiteren Schwerpunkt bildete die anschauliche Darstellung der Landschaft, unterstützt durch beeindruckende Fotos: die weite, trockene Steppe im Norden, das Krimgebirge im Süden mit bewaldeten Höhen, steilen Hängen und felsigen Küsten bei mildem Klima. Besonders fesselnd waren die Schilderungen seiner seelsorgerischen Tätigkeit, die zugleich Einblicke in den Alltag der Menschen auf der Krim boten. Er berichtete von den zahlreichen Pfarrgemeinden, deren Betreuung oft lange Tagesreisen erforderte, vom einfachen Leben, das sich überwiegend im Freien abspielte, sowie von einem starken Gemeinschaftsgefühl, das religiöse Unterschiede nicht kannte. Auch die wachsende Einflussnahme Russlands blieb nicht unerwähnt; eine Entwicklung, die schließlich in die Annexion 2014 mündete. Materiell sei das Leben für viele Menschen durchaus gesichert, da Russland für ein vergleichsweise stabiles Auskommen sorge; auf seelischer Ebene stelle sich die Lage jedoch komplexer dar. Für eine besondere musikalische Note sorgte die aus der Ukraine stammende Veronika Gerlang. Mit zwei ukrainischen Liedern bereicherte sie das Programm. Beide stammen aus Polissja, einer ethnokulturellen Region und einem historisch-geografischem Gebiet. Ihr Auftritt wurde mit großem Applaus bedacht. In die Darbietung der abschließenden Nationalhymne bezog sie auch ihren Ehemann Thomas und ihre Mutter Alla Khodzytska mit ein.
Der Vorstand des Sängerkreis Nord-Oberpfalz Weiden nach den Neuwahlen, von links Vorsitzender Karl Herrmann, Alexander Völkl (Chorleiter Sängergruppe Floß, Zweite Vorsitzende Anna Ott, Geschäftsführer Christian Fink, Landrat Roland Grillmeier, Ehrenvorsitzender Herbert Kick, Zweiter Vorstand Stefan Werner, Revisor Stefan Weig. (Bild: Stefan Werner)

Sängerkreis Nord-Oberpfalz: Treffen der Delegierten in Waldsassen

56 Vereine mit 1231 Mitgliedern gehören dem Sängerkreis Nord-Oberpfalz in Weiden an. Jetzt trafen sich die Delegierten der Gesangvereine und Chorgemeinschaften in den einzelnen Sängergruppen zur Kreisversammlung in Waldsassen. Im Gasthof Prinzregent Luitpold stand neben Tätigkeitsberichten auch die Neuwahl des Vorstands auf der Tagesordnung. Der Vorstand um Karl Herrmann ist bestätigt worden; neu in der Führungsspitze sind Anna Ott als stellvertretende Vorsitzende. Neuer Kreisgeschäftsführer ist Christian Fink, Stefan Weig ist zum Revisor bestellt worden. Der Männergesangverein Waldsassen unter Leitung von Andreas Sagstetter begrüßte die Delegierten aus der nördlichen Oberpfalz musikalisch. Über die vielen Gäste freute sich auch Waldsassens Bürgermeister Bernd Sommer, der seine Stadt umfassend vorstellte. Die Grüße des Landkreises Tirschenreuth überbrachte Landrat Roland Grillmeier. Ein ehrendes Gedenken galt den Verstorbenen aus den Reihen des Sängerkreises. Besonders gewürdigt wurde der verstorbene Ehrenvorsitzende des Männergesangvereins Tirschenreuth, Karl Konrad. Vorsitzender Karl Herrmann berichtete von 45 Besuchen bei den Mitgliedsvereinen. Den Bericht des Geschäftsführers Adolf Gaßner, der krankheitsbedingt entschuldigt war, verlas Christian Fink. Dabei gab es interessante Informationen über die verbandsinterne Internetplattform Overso sowie über die Zusammenarbeit mit der Gema. Neben der Rückschau auf das Bundes-Chorfest in Nürnberg und auf den Chortag in Rothenstadt gab es einen Ausblick auf die nächsten Termine in diesem Jahr. Ein Kreiskonzert mit einem weltlichen Programm ist am 24. Oktober in Erbendorf geplant. Gerhard Huber informierte über die finanzielle Situation und verwies auf die Möglichkeit, seitens des Fränkischen Sängerbundes Zuschüsse für diverse Anschaffungen zu erhalten. Kurzberichte der Vorsitzenden der einzelnen Sängergruppen rundeten die Versammlung ab.
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Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft

Zur Jahreshauptversammlung kam die Jagdgenossenschaft im Gasthaus in Ölbrunn zusammen. Wirt Josef Scherm, zugleich Jagdpächter, hatte wie gewohnt zum traditionellen Jagdessen eingeladen. Jagdvorsteher Florian Söllner dankte dafür herzlich. Bürgermeister Bernhard Schindler dankte der Genossenschaft für die Spende von 750 Euro zur Wegesanierung und bat zugleich um weitere Unterstützung. Positiv hob er hervor, dass die Gemeinde als Mitglied die genossenschaftseigenen Geräte nutzen könne. Erfreulich sei auch, so Söllner, dass im Jahr 2025 keine Wildschäden gemeldet wurden. Sehr positiv, denn das Geld würde vor allem für Wartung und Reparaturen der eigenen Maschinen benötigt, die häufig im Einsatz seien. In diesem Zusammenhang bat er darum, die Geräte nach der Nutzung wieder sauber zurückzugeben. Sein besonderer Dank galt den Jagdgenossen, die sich um Wartung und Einstellung der Maschinen kümmern. Jagdpächter Josef Scherm berichtete anschließend über die Abschusszahlen: zwei Wildschweine, sechs Füchse, ein Dachs und zwei Graureiher. Bei den Rehen wurden 14 Stück registriert, von denen allerdings drei dem Straßenverkehr zum Opfer fielen; zwei Kitze verendeten zudem in einem Zaun. Kassier Benedikt Drehobel legte einen Bericht über die solide finanzielle Lage der Genossenschaft vor. Kassenprüfer Rudi Ernstberger bestätigte eine einwandfreie und ordentliche Kassenführung. Auch über das derzeit diskutierte, jedoch noch nicht beschlossene neue Jagdgesetz informierte Florian Söllner. Dieses würde es Jagdgenossenschaften ermöglichen, eigene Abschusspläne erstellen. Keine Notwendigkeit in Brand, stellte der Jagdpächter fest, auch weil man sich dann um den Verbiss selber kümmern müsste. Keine Debatte gab es um den Jagdschilling. Die Jagdgenossen einigten sich darauf, erneut 750 Euro aus dem Jagdpachtschilling an die Gemeinde für den Wegebau zu überweisen.
Florian Fraaß vor dem Abschlussbild seines Vortrages. (Bild: Wolfgang Doleschal)

Heimatkundlicher Info-Nachmittag des CSU-Ortsverbandes

Zum mittlerweile 23. heimatkundlichen Info-Nachmittag hatte der CSU-Ortsverband in den Mehrzwecksaal eingeladen. Mit Florian Fraaß, einem 45-jährigen natur- und heimatverliebten Hobbyfotograf konnte wiederum ein TOP-Referent nach Brand geholt werden. Knapp 150 Besucher im voll besetzten Mehrzwecksaal nahm Florian Fraaß bei Kaffee und Kuchen mit eindrucksvollen Bildern mit auf eine phantastische Rundreise durch das gesamte Fichtelgebirge. Den Schwerpunkt bildete diesmal das bei uns nicht so bekannte westliche Fichtelgebirge. Der Fotograf erwies sich dabei auch als exzellenter Kenner von Flora und Fauna und führte die Besucher in die artenreiche Pflanzen- und Tierwelt unserer Heimat ein. Dabei gab der Fotokünstler auch interessante Einblicke über das Entstehen der oftmals spektakulären Schnappschüsse wie zum Beispiel eine züngelnde Kreuzotter oder ein statisch verweilender Eisvogel. Natürlich durften in dem Vortrag auch die Bad Bernecker Humboldt-Orte nicht fehlen: das Bergwerk „Beständiges Glück“, in dem der junge Alexander von Humboldt seinen „Lichterhalter“ bis zur Ohnmacht testete, die „Rosengasse“ mit der Humboldt-Rose sowie das Humboldt-Haus in Goldmühl. Auch die äußerst reizvolle landschaftliche Umgebung von Bad Berneck wurde eindruckvoll, z. B. unter seltenen Polarlicht dargestellt. Die 12 Gipfel des „Fichtelgebirgshufeisens” sowie die vier Quellen von Naab, Eger, Saale und Main waren weitere Höhepunkte der virtuellen Wanderung. „Keine Sekunde Langeweile, tolle Bilder, ein richtig schöner Nachmittag“, lautete das Urteil vieler Besucher, was Wolfgang Doleschal in seinen Dankesworten bestätigte. Die Unkosten des Nachmittags hat der CSU-Ortsverband übernommen.


Weitere Artikel

Der KAB Kreisverband Kemnath-Marktredwitz hatte zum Bildungstag nach Brand eingeladen. Am Vormittag standen die Zisterzienser im Mittelpunkt, am Nachmittag „Heitere Geschichten aus dem Leben”.  (Bild: Peter Daschner)

Leben der Zisterzienser Thema beim KAB Kreisverband Kemnath-Marktredwitz

Der KAB-Kreisverband Kemnath-Marktredwitz hatte zu einem Bildungstag ins Pfarrheim in Brand eingeladen. Zahlreiche Interessierte nahmen daran teil. Am Vormittag beschäftigten sich die Teilnehmer mit dem Thema „Auf den Spuren der Zisterzienser – Wie nachhaltig lebten und wirtschafteten sie?“. Referentin Martina Zanner, Projektmanagerin des Europäischen Kulturerbe-Siegels „Zisterziensische Kloster- und Kulturlandschaft im Stiftland“, stellte das jahrhundertelange Wirken des Ordens vor und schlug den Bogen zur heutigen Bedeutung von Nachhaltigkeit. Sie erläuterte, dass die Zisterzienser bei ihren Klostergründungen großen Wert auf Eigenwirtschaft legten. Dafür mussten sie die natürlichen Gegebenheiten der jeweiligen Region berücksichtigen. Im Stiftland führte dies vor allem zum Ausbau der Teichwirtschaft, die wesentlich zum wirtschaftlichen Erfolg des Ordens beitrug. Im Laufe der Zeit veränderten sich jedoch die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen. Die Mönche mussten sich daher von einem ursprünglich einfachen und bescheidenen Klosterleben lösen. Diese Anpassungen waren notwendig, um den Fortbestand der Abtei zu sichern. Besonders deutlich wurde dies in der Barockzeit. Damals entstanden nicht nur repräsentative Klosteranlagen, sondern auch eine barocke Umgestaltung der gesamten Klosterlandschaft. Mit eindrucksvollen Bauwerken wurde unter anderem der Sieg der Gegenreformation und der Anspruch als reichsunmittelbares Kloster zum Ausdruck gebracht. Zum Abschluss ging die Referentin auf die Zisterzienserinnen-Abtei Waldsassen sowie auf das internationale Netzwerk „cistercapes“ ein. Die Abtei setzt mit ihrem Kultur- und Bildungszentrum wichtige Impulse in der Umweltbildung. Zudem wurden durch das transnationale Netzwerk zahlreiche Wanderangebote geschaffen. Ziel ist es, das Erbe der Zisterzienser nachhaltig erlebbar zu machen und dessen Wirkung langfristig zu bewahren. Am Nachmittag sorgte Anni Lautenbacher aus Wunschenberg mit „Heiteren Geschichten aus dem Leben“ für beste Unterhaltung und viele Lacher. Der Bildungstag klang bei Kaffee und Kuchen in gemütlicher Runde aus.
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